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Rosen vermehren in acht einfachen Schritten: So wird’s was

  • Ines Alms
    VonInes Alms
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Der einfachste Weg, um Rosen zu vermehren, führt über Stecklinge. Man braucht lediglich ein paar Haushaltsgegenstände. In acht Schritten wird’s was.

Rosen lassen sich kostengünstig und effektiv über Stecklinge vermehren. Man muss kein Profi sein, um aus einem kleinen Zweig mit einem scharfen Messer, einem Topf und einer leeren Sodaflasche und natürlich etwas Erde, einen neuen Ableger zu machen. Es ist nur nicht erlaubt, sortengeschützte Rosen zu vermehren.

Rose vermehren: Vom Steckling zur Pflanze in acht Schritten

Wenn man Stecklinge von Rosen macht, bietet es sich an, gleich mehrere Ableger abzuschneiden. (Symbolbild)

Wie die Zeitschrift Better Homes & Gardens berichtet, kann man aus Rosen zu jeder Jahreszeit über Stecklinge eine neue Pflanze ziehen, die besten Ergebnisse erzielt man jedoch im Frühjahr oder im Spätsommer. Der beste Zeitpunkt dafür ist früh morgens. Um eine Rose über Stecklinge zu vermehren, geht man demnach folgendermaßen vor:

  • 1. Die Rosenpflanze, von der man einen Ableger machen möchte, am Vortag gießen.
  • 2. Schneiden Sie Stecklinge mit einer Länge von etwa 15 Zentimetern und drei bis fünf Augen ab, entfernen Sie dabei die Knospe, Blüte und bzw. oder die Blätter bis auf das oberste Blattpaar. Das untere Ende sollte knapp unter einem Blatt liegen. Gut sind auch Mittelstücke des Rosenzweigs geeignet, da sie fester sind.
  • 3. Legen Sie die Stecklinge sofort in ein Gefäß mit Wasser, das vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt ist. Oder wickeln Sie sie in feuchte Papiertücher.
  • 4. Schneiden Sie das untere Ende der Stecklinge ab und machen Sie in das Grün am unteren Ende des Stecklings zwei bis vier vertikale Schnitte in etwa gleichen Abständen (entfernen Sie jedoch nicht die zarte Rinde rund um den Stiel). Wenn die Sorte große Stacheln hat, kann das Ausreißen der Stacheln außerdem dazu führen, dass sich Wurzeln bilden können.
  • 5. Tauchen Sie die Stecklinge, wenn vorhanden, in ein Bewurzelungspulver mit Wachstumshormonen.
  • 6. Nun setzt man die Stecklinge etwa fünf Zentimeter tief in einen Topf mit Anzuchterde, sodass die Blätter noch über der Erde stehen. Die Erde um den Stiel herum gut andrücken und gründlich gießen. Dann stülpt man eine abgeschnittene durchsichtige Plastik-Sodaflasche oder einen gut befestigten Frischhaltebeutel über die Stecklinge und stellt den Topf an einen Ort mit indirektem Sonnenlicht, zum Beispiel im Haus auf eine schattige Fensterbank.
  • 7. Kontrollieren Sie die Stecklinge regelmäßig. Wenn die Abdeckung nicht mit Löchern versehen ist, heben Sie sie ein paar Mal pro Woche kurz an, damit ein Luft-Feuchtigkeit-Austausch stattfinden kann. Eine Wassergabe ist nicht nötig, es sei denn, die Blumenerde scheint auszutrocknen. Abgestorbene, braune Stecklinge werden entsorgt.
  • 8. Die Bewurzelung kann innerhalb von ein paar Wochen oder bis zu zwei Monaten dauern. Wenn Sie neue Wurzeln oder Triebe sehen, können Sie die Flasche oder Tüte entfernen. Wenn Sie mehrere Rosen in einem einzigen Topf gepflanzt haben, sollten Sie sie vorsichtig in einzelne Töpfe umsetzen.

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Fertig! Nach neun bis zwölf Monaten ist es Zeit, die Stecklinge im Garten einzupflanzen. Ab jetzt sind auch Düngergaben sinnvoll, beispielsweise auch mit Urin. Da nicht jeder Steckling angeht, sollte man immer mehrere auf einmal setzen.

Wenn man die neuen Rosen anstelle einer alten in den Garten pflanzen möchte, sollte man vorsichtig sein, denn es könnte Bodenmüdigkeit vorliegen. Dies würde dazu führen, dass die Rose nicht wächst.

Rubriklistenbild: © Loop Images/Imago

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