1. 24garten
  2. Pflanzen

Pilzebefall: Den Blumentopf jetzt gründlich reinigen

Erstellt:

Von: Jan Oeftger

Im Blumentopf können Pilze entstehen. Dies kann der Pflanze schaden. Das ist der Grund und so werden sie die Pilze wieder los.

Kassel – In Blumentöpfen können Pilze entstehen, die dann neben den Blumen wachsen. Die Pilze können braune, gelbe oder weiße Hüte haben. Auch wenn sie einen optisch nicht stören, sollte man sie am besten schnellstmöglich entfernen. Die Pilze können das Wachstum der Pflanzen im Blumentopf beeinträchtigen und die Umgebungsluft verunreinigen. Dies schreibt das Portal Utopia.

Am besten ist es jedoch, Maßnahmen zu ergreifen, die einen Pilzbefall der Pflanzen verhindern sollen. Um dabei richtig vorzugehen, hilft es zu verstehen, wie Pilze entstehen.

Wie entstehen die Pilze?

Pilze können dort entstehen, wo sich organisches Material zersetzt. Dies ist im Blumentopf der Fall. Besonders humusreiche Erde und Erde mit hohem Torfanteil geben den Pilzen gute Möglichkeiten zu wachsen. Die Pilze können die zahlreichen organischen Substanzen zersetzen.

Eine Topfpflanze, in deren Topf zwei kleine weiße Pilze wachsen
Einen Pilz in der Blumenerde einer Topfpflanze sollte man schnellstmöglich entfernen. © Margit Brettmann/Imago

Wie kann man Pilzen vorbeugen?

Um zu verhindern, dass sich in den Blumentöpfen Pilze bilden, sollte man torffreie Erde benutzen. Das hat einen zusätzlichen guten Effekt. Die Gewinnung von Torf schadet der Umwelt. Dafür werden große Moorflächen zerstört. Moore dienen als wichtige Kohlenstoffspeicher.

Außerdem wachsen Pilze bei einer hohen Luftfeuchtigkeit besonders gut. Daher sollte man die Topf-Pflanzen nicht zu viel gießen. Am besten nutzt man Blumentöpfe, aus denen Wasser, das zu viel ist, ablaufen kann. Zudem hilft es, regelmäßig zu lüften, sollte es sich um Zimmerpflanzen handeln.

Wie wird man die Pilze wieder los?

Haben sich bereits Pilze gebildet, sollte man so schnell wie möglich handeln. Andernfalls können sich die Pilze schnell großflächig ausbreiten. Im schlimmsten Fall entsteht eine dicke Pilzschicht über der Blumenerde. Die Pflanze erhält dann nicht mehr genügend Wasser und Sauerstoff und kann dadurch kaputtgehen. Außerdem können die Sporen der Pilze zu allergischen Reaktionen bei Menschen führen.

Deshalb sollte man von Pilzen befallene Blumentöpfe nach draußen stellen und die Räume durchlüften, anschließend die Erde, in der sich die Pilze gebildet haben, entfernen. Die Wurzel der Pflanze sollte man ausschütteln und den Wurzelballen um ein Viertel verkleinern. Der Topf muss mit Essigwasser innen und außen gereinigt werden. Dann sollte dem Topf eine Drainageschicht gesetzt werden, damit überschüssiges Wasser schnell ablaufen kann, empfiehlt Utopia. Danach kann man die Pflanze mit torffreier Erde wieder in den Blumentopf setzen. Den Abfall, der mit den Pilzsporen in Kontakt gekommen ist, sollte in einer verschlossenen Tüte in den Restmüll gebracht werden. (Jan Oeftger)

So gehe ich vor, wenn meine Topfpflanzen von Pilzen befallen sind – Die wichtigsten Schritte

Ein in Deutschland relativ neuer Pilz ist der Tintenfischpilz, der ebenfalls in Blumentöpfen wachsen kann.

Auch interessant