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Löwenzahn: Darum sollte das Unkraut Platz auf Ihrem Balkon haben

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Von: Joana Lück

Löwenzahn gilt als Unkraut, das man keinesfalls im Garten sehen möchte. Dabei hat er einen hohen gesundheitlichen Nutzen. Ab damit auf den Balkon!

München – Was viele nur als lästiges Unkraut auf dem penibel gepflegten Rasen empfinden, ist in Wahrheit ein wertvolles Kraut – nicht nur für Insekten. Während Bienen, Hummeln und Schwebfliegen den Nektar des Löwenzahns (lateinisch Taraxum) aus der Blüte trinken, können auch Menschen von dem leuchtend grünem Korbblütler profitieren.

Eine Wiese mit blühendem Löwenzahn. (Symbolbild)
Löwenzahn gilt als Unkraut, kann jedoch auch verzehrt werden. (Symbolbild) © M. Kuehn/Imago

Löwenzahn anpflanzen: Warum das Unkraut auf Ihrem Balkon wachsen sollte

Wenn im Frühjahr die ersten gelben Blüten auf Wiesen, Weiden und im heimischen Garten erscheinen, ist das für viele nicht unbedingt Grund zur Freude, denn Löwenzahn gilt als Unkraut. Dann greifen viele Gärtnerinnen und Gärtner zu Schere oder Rasenmäher, um die Ausbreitung über die charakteristischen Pusteblumen zu stoppen. Doch Löwenzahn hat viele Vorteile, weshalb das Gewächs sogar in der Küche immer beliebter wird. So kann Taraxum Ihrer Gesundheit nutzen:

Die enthaltenen Bitterstoffe regen zudem Galle und Leber an, weshalb Löwenzahn ein wertvolles Kraut beim Entgiften ist. So kann der Körper über den Darm wieder mehr Nährstoffe und Vitamine aufnehmen.

Löwenzahn anpflanzen: So bauen Sie ihn an

Da der Löwenzahn vom Feld oder vom Straßenrand mit Schadstoffen und Abgasen belastet sein kann, sollten Sie besser eigens angebauten Löwenzahn verzehren. Zum Glück lässt sich Löwenzahn einfach auf dem Balkon anbauen. Sie brauchen lediglich einen tiefen Topf, durchlässige Erde und etwas Geduld: die Keimzeit liegt bei zwei bis drei Wochen. Aussäen können Sie die Samen bereits ab März. Je trockener die Witterung, desto früher blüht Löwenzahn.

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Sie können vom Kraut die Blüten, die Blätter und die Wurzeln verwenden. Erntet man die Blätter noch ganz jung, im April und Mai, so schmecken diese besonders angenehm und eignen sich als Basis für Salate. Aus der Blüte können Sie zusammen mit den Blättern einen wohltuenden Tee brauen. Sogar die Wurzeln lassen sich essen und schmecken wunderbar würzig in einem selbstgemachten Pesto. *24vita.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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