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Lavendel trocknen: Fünf häufige Fehler, die vermeidbar sind

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Von: Ines Alms

Das Trocknen von Lavendelblüten und -blättern ist keine Kunst, aber typische Fehler führen zu Aromaverlust oder Schimmelbildung.

Der Kompost muss nicht nach Lavendel duften – in den eigenen vier Wänden ist das getrocknete Kraut viel besser aufgehoben. Den Lavendel also einfach abschneiden und auf die Heizung legen? Ganz so einfach ist es nicht, wenn man das volle Duftaroma bewahren möchte. Wer aber ein paar Fehler vermeidet, dem gelingt das Trocknen im Handumdrehen.

Lavendel trocknen – Fehler Nr. 1: Der falsche Erntezeitpunkt

Mehrere blau blühende Bündel Lavendel hängen an einer Schnur aufgereiht vor einer Holzwand
Lavendel sollte zum Trocken in Bündeln geschnürt luftig hängen. © Shotshop/Imago

Wenn alle Blüten schon verblüht sind, haben Sie den idealen Zeitpunkt verpasst. Das ist nicht schlimm, führt aber zu einem Aromaverlust. Am besten ernten Sie, wenn nur ein paar frische Blüten am Zweig und noch viele Knospen zu sehen sind. Die günstigste Tageszeit ist mittags, denn dann sind die Pflanzen voraussichtlich trocken.

Lavendel trocknen – Fehler Nr. 2: Nasse Blüten oder Blätter

Ernten Sie nur trockene Teile der Pflanze. Tau, Regen oder Gießwasser können dazu führen, dass der Lavendel beim Trockenversuch einfach nur welk wird oder sogar schimmelt. Vor allem, wenn Sie die Pflanzenteile weiter verarbeiten möchten, zum Beispiel um ein Lavendelöl selbst herzustellen, sollten die Zweige bzw. Blüten möglichst trocken sein. Natürlich darf man sie daher auch nicht vorab waschen. Dies gilt für alle Kräuter, die man trocknen möchte.

Lavendel trocknen – Fehler Nr. 3: In der Sonne

Was einst blühte blau, wird schnell grau: Wer meint, nur weil die Lavendelpflanze Sonne so liebt, wäre eine Trocknung in ebendieser die schonendste Methode, der irrt leider. Die Sonne lässt die Blüten verblassen und viele duftende ätherische Öle verflüchtigen sich. Eine Trocknung im Backofen oder über der Heizung ist auch ungünstig. Am besten trocknen Sie Lavendel an einer Schnur luftig und eher dunkel aufgehängt.

Lavendel trocknen – Fehler Nr. 4: Nicht lang genug

Bis zu zwei Wochen sollte man dem Lavendel Zeit geben, um vollständig durchzutrocknen. Wenn die Blüten beim Zusammendrücken zerbröseln, sind sie fertig. Werden sie zu früh in Gefäße abgefüllt, droht auch hier wieder Schimmelbildung, die man leider nicht auf den ersten Blick sieht. Auf jeden Fall sollte der Lavendel dann nicht muffig riechen.

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Lavendel trocknen – Fehler Nr. 5: Die falsche Lavendelsorte

Hier stellt sich die Frage, was man mit dem getrockneten Lavendel machen möchte. Denn für Tee oder als essbare Blüten für Rezepte wie eine Lavendelbutter oder Desserts sollte man vorsichtshalber nur Echten Lavendel (Lavendula angustifolia) verwenden. Für reine Duftanwendungen wie Duftsäckchen oder Potpourris sind außerdem Speiklavendel und Schopflavendel gut. Zum Dekorieren eignen sich alle Lavendelsorten.

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