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Ihre Krokusse blühen nicht? Dann liegt es an fünf Fehlern

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Von: Jasmin Farah

Ein Frühling ohne Krokusse? Für viele unvorstellbar. Doch was ist, wenn die schönen Blüten sich nicht zeigen wollen? Dann kann es am Gartenfreund liegen.

München – Schneeglöckchen, Osterglocken und Krokusse: Wenn sie blühen, wissen alle, dass der Frühling da ist. Zwischen Februar und April zeigen sich die frühlingsblühenden Arten von ihrer schönsten Seite. Dann sorgt die bunte Blütenpracht in vielen Gärten für einen farbenfrohen Hingucker.

Doch manch einer ist enttäuscht, wenn bei ihm die schöne Blüte im heimischen Grün ausbleibt. Wenn Krokusse, die mit ihrem gelben bis violetten Blattwerk besonders herausstechen, ausbleiben, ist das schade. Doch warum? Es kann sein, dass man als Hobbygärtner etwas falsch gemacht hat. Folgende Fehler kommen am häufigsten vor:

Krokusse blühen nicht: 1. Blätter wurden entfernt

Violette Krokusse im Rasen (Symbolbild)
Wollen Sie Ihren Rasen mähen, sollten Sie warten, bis das Laub der Krokusse abgestorben sind. (Symbolbild) © Ingo Schulz/Imago

Krokusse können wie viele andere Pflanzen Fotosynthese bilden. Das heißt, sie nehmen Sonnenlicht über ihre Blätter auf. Neben Wasser und Kohlenstoffdioxid ist es der Hauptbestandteil, damit die Pflanze Glukose und Sauerstoff bilden kann. Wer allerdings zu voreilig und eifrig das Laub entfernt oder im Rasen abgemäht hat, der riskiert, dass das Gewächs, das zur Pflanzengattung der Schwertliliengewächse gehört, nicht genug Kraft hat, um Blüten zu bilden.

Nährstoffe, die die Pflanze im Laub als Vorrat für die nächste Saison lagert, werden dann in die unterirdischen Speicherorgane transportiert. Mit der Zeit vergilben die Blätter, das ist ganz normal. Wer aber vorzeitig Hand anlegt, schadet den Krokussen nur. Haben Sie Krokusse im Rasen und wollen mähen, warten Sie besser ab, bis die Blätter ganz abgestorben sind.

Krokusse blühen nicht: 2. Mäuse knabbern sie an

Viele Mäuse sind auch im Frühling wieder im Garten unterwegs, um Nahrung zu suchen. Frühblüher wie Krokusse kommen ihnen da gerade recht. Sie fressen sie gerne an und buddeln sie zudem gerne aus. Das führt dazu, dass die Wurzeln der Krokusse nicht richtig „Fuß fassen“ können und es kommt nicht zur Blüte, berichtet das Wohnportal „Das Haus“. Ein Wühlmaus-Schutzkorb aus Metall oder Plastik bietet den Blumenzwiebeln Schutz.

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Krokusse blühen nicht: 3. Es ist zu warm

Normalerweise werden Krokusse im September und Oktober angepflanzt. Doch durch den Klimawandel werden die Temperaturen auch hierzulande ganzjährig milder. Dadurch lassen sich Krokusse und Co. teilweise noch bis in den Winter hinein pflanzen.

Im Oktober ist der Boden oft noch so warm, dass Krokusse nicht die idealen Bedingungen finden, um richtig einwurzeln zu können. Außerdem treiben die Krokusse dann oft zu früh aus, etwa schon im tiefsten Winter. Doch dann erfrieren sie und es kommt im Frühjahr nicht zu den hübschen violetten Blüten.

Krokusse blühen nicht: 4. Sie stehen zu dicht beieinander

Wie bei vielen anderen Pflanzen im Garten ist es ratsam, darauf zu achten, die Krokusknollen nicht zu dicht nebeneinander anzupflanzen. Schließlich konkurrieren sie dann um Nährstoffe und Sonnenlicht. Das wiederum sorgt dafür, dass die Blüte der Krokusse ausbleibt.

Befinden sich in Ihrem Garten besonders große Krokusse, ist es daher empfehlenswert, diese nach der Blüte auszugraben. Teilen Sie die Pflanzen und pflanzen Sie sie dann wieder ein. Übrigens: Auf den Packungen finden sich oft Hinweise, wie groß die Pflanzabstände sein sollten. Achten Sie auch darauf, die Knollen nicht zu tief einzugraben.

Krokusse blühen nicht: 5. Sie kaufen minderwertige Ware

Im Gartenfachhandel ist man schnell von der Fülle an Pflanzensorten erschlagen. Dennoch ist es besser, Krokusknollen in Handelsqualität zu erwerben. Der Grund hierfür: Dann können Sie sichergehen, dass Sie auch hochwertige Ware kaufen und diese schon „alt genug“ ist, um prächtig zu blühen.

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