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Heidelbeeren pflanzen: Im Beet oder Kübel – saurer Boden ist ein Muss

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Von: Jasmin Farah

Heidelbeeren sind lecker und voller Vitamine, doch das Beerenobst ist nicht gerade pflegeleicht. Wer den Anbau versuchen will, muss ein paar Dinge beachten.

München – Im Müsli, Obstsalat oder Smoothie: Beerenobst wie Heidelbeeren sind kalorienarm, gesund und sorgen mit seinem frischen, süßen Geschmack für Abwechslung in Speisen. Doch wer sie nicht immer teuer im Supermarkt kaufen will, überlegt, sie einfach selbst im heimischen Grün anzubauen.

Schließlich lassen sich Heidelbeeren im Beet wie auch im Kübel auf der Terrasse pflanzen. Was sich im ersten Moment gut anhört, kann aber seine Tücken haben. Denn der Strauch hat hohe Ansprüche, was den Boden angeht. Aus diesem Grund ist es nicht so einfach, Heidelbeeren zu kultivieren, oder?

Heidelbeeren pflanzen: Im Beet oder Kübel – saurer Boden ist ein Muss

Die Mühe und Vorbereitung lohnt sich aber. Denn nicht nur die Blaubeeren sind lecker und enthalten viele Antioxidantien, sondern der Strauch bildet im Frühjahr weiße, glockenartige Blüten. Im Herbst verfärben sich zudem die Blätter mancher Heidelbeere-Sorten dunkelrot, was für einen farbenfrohen Hingucker im Garten oder auf dem Balkon sorgt. Allerdings bevorzugen die Sträucher einen sonnigen, windgeschützten Platz, wo die Luft gut zirkuliert. Zudem wollen Heidelbeeren im Topf wie auch im Beet regelmäßig gegossen werden. Darüber hinaus empfiehlt es sich, sie bereits im Frühling vor der Blüte zu düngen.

Eine Frau erntet reife Heidelbeeren vom Strauch. (Symbolbild)
Heidelbeeren sind vitaminreich und gesund. Wer sie zu Hause ernten will, sollte Kalk so gut es geht vermeiden. (Symbolbild) © Christophe Gateau/dpa

Schließlich braucht das Heidekrautgewächs Nährstoffe, um prächtig gedeihen zu können. Aus diesem Grund wächst es auch auf humusreichen, kalkfreien sowie sandigen bis moorigen Böden am besten. Im Beet gelingt das, wenn Sie das jeweilige Pflanzloch nicht allzu tief ausheben. Schließlich sind Heidelbeeren Flachwurzler, machen sich dafür aber gerne breit. Achten Sie daher darauf, dass der Ballen noch ein paar Zentimeter aus der Erde herausragt. So erhält der Strauch genug Sauerstoff.

Heidelbeeren pflanzen: Im Beet oder Kübel – so gehen Sie vor

Geben Sie den Setzling in das Loch und decken Sie ihn mit einer Mischung aus saurem, sandiger Rhododendronerde sowie Rindenmulch oder Nadelholz-Rindenkompost im Verhältnis 2:1 ab. Die Zugabe von Nadelholz ist wichtig, da darin der Mykorrhiza-Pilz lebt, der mit den Wurzeln der Heidelbeere eine Symbiose eingeht und als Nützling dabei hilft, dass die Pflanze besser wachsen kann. Ein saurer Boden ist zudem ein Muss und der pH-Wert der Erde sollte daher optimalerweise zwischen 3,5 und 4,5 liegen.

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Kalk hingegen schädigt die Pflanze und die Wurzeln, die Pflanze geht ein. Daher bevorzugen Heidelbeersträucher auch, mit Regenwasser oder kalkarmem Leitungswasser gegossen zu werden. Außerdem ist darauf zu achten, dass die Heidelbeersträucher sehr breit werden können, deshalb sollten Sie im Freiland mindestens zwei Meter Abstand lassen, wenn Sie sie pflanzen.

Heidelbeeren pflanzen: Im Kübel – darauf ist zu achten

Das ist auch ein Grund, warum Sie, wenn Sie Heidelbeeren im Topf anbauen wollen, besser kleinwüchsige Sorten dafür wählen. Der Topf sollte hingegen etwas größer sein, damit sich deren Wurzeln gut ausbreiten können. Neben der Pflanzerde ist es ratsam, unten im Kübel noch Platz für eine Drainageschicht aus Kiesel oder Tonkugeln zu lassen, um Staunässe zu vermeiden. Auch im Kübel gilt: Setzen Sie den Strauch nicht zu tief ein und umgeben Sie ihn wieder mit einer Schicht Mulch aus Nadelhölzern.

Übrigens: Kultivieren Sie Heidelbeeren im Topf, müssen Sie die Pflanzen alle zwei Jahre in ein größeres Gefäß umtopfen. Da die Erde im Topf schneller trocken wird, ist es wichtig, den Strauch im Kübel öfters zu gießen. Dazu machen Sie einfach den Stäbchen-Test. Klebt daran noch etwas Erde, können Sie ruhig noch etwas damit warten. Um auch hier den pH-Wert des Bodens von unter 4,5 zu halten, sollten Sie abschließend wieder nur kalkarmes Leitungswasser oder Gießwasser verwenden. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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