1. 24garten
  2. Pflanzen

Erdbeeren düngen: Fünf Tipps für eine reiche Ernte

Erstellt:

Von: Jasmin Farah

Endlich beginnt die Erdbeer-Saison. Manche bauen die leckeren Früchtchen selber an. Damit sie schnell und gut gedeihen, braucht es Dünger. Aber welchen?

München – Rot, fruchtig und richtig lecker: Erdbeeren zählen zu den beliebtesten Obstsorten der Deutschen. Dabei handelt es sich bei dem Gewächs streng genommen um keine Frucht, sondern aus botanischer Sicht um eine Sammelnussfrucht. Deshalb hat sie auch keinen Kern, die eigentlichen Früchte der Erdbeere sind die gelbgrünen Körnchen bzw. Nüsschen, die auf der Oberfläche sitzen. Aktuell haben die Erdbeeren wieder Saison – doch spätestens im Supermarkt vergeht vielen die Freude darüber.

Erdbeeren düngen: Fünf Tipps für eine reiche Ernte

Eine Person mit Handschuhen hält Dünger zu Erdbeerpflanzen im Beet hin. (Symbolbild)
Welcher Dünger für Erdbeerpflanzen im Garten? (Symbolbild) © mvg686/Imago

Denn infolge des Ukrainekriegs sind nicht nur die Energie-, sondern auch die Erzeuger- und Lebensmittelpreise stark angestiegen. Da liegt es nahe, wenn man einen Garten hat und Fan der roten Früchtchen ist, sie einfach selbst anzubauen. Doch dazu brauchen die Pflanzen nach dem Anbau auch den richtigen Standort und die passende Pflege. Neben dem regelmäßigen Gießen brauchen die Erdbeeren auch genügend Nährstoffe. Diese können Sie ihnen durch einen Dünger zukommen lassen.

Erdbeerpflanzen brauchen unter anderem viel Kalium, um gedeihen zu können. Nur so können Sie ihr volles Aroma ausbilden und sich selbst gegen Krankheiten und Schädlingsbefall schützen. Zu viel Stickstoff mögen die Erdbeeren hingegen nicht. Das führt eher dazu, dass sie anfälliger für die Grauschimmelfäule (Botrytis) werden. Hierbei werden die Blätter der Gewächse weich und sind nicht mehr so robust.

Noch mehr spannende Garten-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

Erdbeeren düngen: viel Kalium, wenig Stickstoff

Achten Sie also darauf, dass Sie einen Dünger verwenden, der nur wenig Stickstoff, aber genug Kalium sowie Phosphor enthält, welches die Wurzelbildung anregt. Besonders geeignet ist also hierfür ein NPK-Dünger, das N steht für Stickstoff, das P für Phosphor und das K für Kalium. Dieser bietet die Grundversorgung mit den drei Nährelementen. Tipp: Bevor Sie das Rosengewächs pflanzen, etwa zwei bis vier Wochen früher, sollten Sie bereits beginnen, den Boden mit Nährstoffen zu versorgen. Wenn sich der Boden gesetzt hat, können Sie von Juli bis Oktober Erdbeeren einpflanzen.

Wollen Sie hingegen Erdbeeren auf dem Balkon züchten, achten Sie darauf, immertragende Sorten auszuwählen. Da Erdbeeren aber viel Platz brauchen, eignen sich am besten Ampeln oder größere Kübel. Verwenden Sie eine durchlässige Pflanzenerde und geben Sie Langzeitdünger hinzu. Es kann allerdings sein, dass Erdbeeren im Topf während der Blütephase mehrmals nachgedüngt werden müssen. Aber Vorsicht: Hier gilt nicht „viel hilft viel“ – Ansonsten kann es bei einem Nährstoffüberschuss passieren, dass das Laub der Pflanzen wächst und nicht die Früchte, welche dann nicht ihren vollen Geschmack entfalten können.

Erdbeeren düngen: Wann Sie die Erde wechseln sollten

Halten Sie sich an die Hinweise, können sich Garten- und Balkonfreunde mehrere Jahre über leckere Früchte freuen. Und wer sie auch noch richtig lagert, kann sie bis zu einer Woche nach der Ernte naschen. Nach zwei bis drei Jahren wird es allerdings an der Zeit, die Erdbeerpflanzen gegen Jungpflanzen auszutauschen. Setzen Sie diese am besten an einer anderen Stelle im Beet in die Erde. Damit sorgen Sie dafür, dass sie alle Nährstoffe erhalten, die sie brauchen. Im Kübel oder im Balkonkasten sollten Sie das gesamte Substrat wegkippen, diesen reinigen und dann die neuen Erdbeerpflanzen einsetzen.

Auch interessant