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Sieben Zugvögel aus dem Norden, die Vogelfreunde bei uns nur im Winter sehen 

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Von: Jasmin Farah

Der Winter steht bevor, viele Zugvögel zieht es nun in wärmere Gefilde. Dafür kommen andere aus dem hohen Norden zu uns. Über folgende seltene Arten dürfen sich Beobachter freuen.

Im Winter ist es still, trist und es gibt keine Tiere weit und breit? Da haben Sie falsch gedacht! Wer jetzt auf die Pirsch im Wald oder auf der Wiese geht, wird sich wundern, welche und wie viele Lebewesen ihre Spuren im Schnee und Co. hinterlassen. Es sind in der nasskalten Jahreszeit mehr Tiere unterwegs als viele denken. Manche kommen sogar von weiter weg zu uns, darunter einige Zugvögel aus dem Norden, die die Stille mit ihrem Zwitschern durchbrechen.

Zugvögel aus dem Norden lassen sich im Winter bei uns nieder oder sind auf Durchreise

Das verwundert im ersten Moment, schließlich wandern doch gerade jetzt viele heimische Vögel in wärmere Gefilde ins Winterquartier gen Süden ab. Doch tatsächlich dürfen sich Vogelfreunde gleichzeitig über einige Saisongäste freuen, die teilweise unseren Vogelarten hierzulande täuschend ähnlich sehen.

Wacholderdrossel in der Eberesche
Die Wacholderdrossel bevorzugt Beeren als Nahrung. © Zoonar.com/JUERGENLANDSHOEFT/Imago

Sie kommen aus Skandinavien, Grönland und Sibirien, dort ist es oft noch kälter und es gibt nur wenig Nahrung. Deshalb zieht es sie in unsere Breitengrade und hier mischen sie sich gerne unter einheimische Verwandten, die den Winter ebenfalls in der Heimat verbringen. Andere wiederum sammeln sich in riesigen Scharen an den Küsten der Nord- und Ostsee.

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1. Bergfink

Wer sich nicht so gut auskennt, wird ihn vielleicht mit einem Buchfink verwechseln: Schließlich hat er die gleiche Körperform und -größe. Ihn unterscheidet aber die Färbung seines Federkleids. Dieses ist außergewöhnlich, da es eine Mischung aus Schwarz, Braunrot und Weiß ist. Der Bergfink kommt überwiegend aus Skandinavien her und fühlt sich bei uns im Garten pudelwohl.

2. Wacholderdrossel

Schlank und flink sieht sie aus, doch gleichzeitig auch putzig: die Wacholderdrossel. Von der Größe ähnelt sie unseren heimischen Schwarzdrosseln. Seinen Namen hat das gesellige Tierchen, weil es sich gerne scharenweise im Garten an den letzten Beeren an Sträuchern sowie Fallobst gütlich tut.

3. Erlenzeisig

Der Erlenzeisig ist etwa so groß wie ein Spatz und hält sich getreu seinem Namen gerne in größeren Gruppen in der Nähe von Erlen auf. Schließlich ernährt er sich am liebsten von deren Samen. Er ist leicht an seiner gelb bis grünen Färbung des Federkleids zu erkennen, aber ist für Ungeübte leicht mit Grünfinken zu verwechseln.

4. Rotdrossel

Zierlich, schlank und unauffällig getarnt: Die Rotdrossel beginnt ihre Reise in Skandinavien oder Sibirien und schaut bei uns auf ihrem Weg gen Süden nur kurz vorbei. Hier sucht sie nach schmackhaften Beeren, um sich für die lange Reise zu stärken.

5. Nonnengans

Den ungewöhnlichen Namen hat der Vogel dank seines schwarz-weißen Federkleids, das dem Ordensgewand einer Nonne sehr ähnlich sieht. Fast jeder hat Nonnengänse im Herbst oder Frühjahr in ihrer typischen V-förmigen Formation am Himmel vorbeiziehen sehen. Diese kommen aus Grönland, von Spitzbergen oder aus der sibirischen Tundra und lassen sich im Wattenmeer der Nordsee nieder. Hier finden sie genug Nahrung für den Weiterflug.

6. Seidenschwanz

Wunderschön sieht er aus, mit seinen auffallend schönen Farbe und der Kopfhaube in Pastelltönen: Der Seidenschwanz lässt sich leicht von einheimischen Vögeln unterscheiden. Im Sommer ist er in der Taiga Eurasiens beheimatet, je nach Wetterlage kommt er im Winter zu uns. Dort lässt er sich vor allem in Norddeutschland nieder.

7. Goldregenpfeifer

Der Vogel macht dank seiner gelben Tupfer auf dem braunen Federkleid seinem Namen alle Ehre. Bei uns ist er fast ausgestorben, berichtet das Wissenschaftsportal geo.de, aber ab und an ist er zu Zehntausenden auf dem Durchzug von Nordeuropa auch bei uns zu beobachten. Gerne lässt auch er sich im Wattenmeer der Nordsee für ein Päuschen nieder, bis es weiter zu den britischen Inseln oder an die Küsten West- und Südeuropas geht.

 

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