Auf dem Bild ist ein Staudenbeet in einem Ziergarten abgebildet (Symbolbild).
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Stauden und Gräser sind ein wichtiger Bestandteil eines Ziergartens (Symbolbild).

Stauden und Gräser als Zierde

Ziergarten anlegen und gestalten – mit diesen Tipps geht es

  • Anna Katharina Küsters
    vonAnna Katharina Küsters
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Ein Ziergarten ist eine Augenweide: Mit Gräsern und Stauden wie der Schafgarbe entsteht ein buntes Paradies. Das bedarf allerdings einiger Planung und Struktur.

  • Ein Ziergarten bringt blühende Pracht über das ganze Jahr mit sich.
  • Manche Elemente sind für einen Ziergarten unerlässlich. Als erstes muss bei der Planung aber ein Grundriss her.
  • Der Ziergarten gestaltet sich vor allem mit Blumen, Wegen und Mauern.

Råshult – Der Ziergarten hat seine Funktion schon im Namen: In diesem Garten konzentrieren sich Gärtnerinnen und Gärtner hauptsächlich auf Zierpflanzen, die das ganze Jahr über den Garten mit ihren Blüten verschönern. Eine Zierpflanze definiert sich dadurch, dass sie ausschließlich zur Zierde des Gartens gezogen wurde, wie einige Stauden zum Beispiel.

Das heißt aber nicht, dass der ökologische Gedanke dabei völlig abhandenkommt: Wer hauptsächlich nicht gefüllte Blumen pflanzt, erschafft neben einem schönen Anblick direkt auch noch Wildbienen einen perfekten Ort zum Nektar sammeln. Wollen Sie sich diese Art von Garten anlegen, können Sie im Beet auch gut ein Unkrautvlies einplanen. Das erspart Zeit und schützt nicht nur kleine Blumen, sondern auch die Schafgarbe.

Ziergarten: Welche Pflanzen gehören in den Ziergarten?

Die Auswahl bei Zierpflanzen ist groß, robuste Wildblumen und Bauerngartenblumen oder verschiedene Gräser eignen sich aber am besten. Wer viel Abwechslung mag, pflanzt am besten einjährige Blumen, wenn er den Garten anlegt. So wächst jedes Jahr eine andere Blumenpracht heran. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Astern
  • Strohblumen
  • Ringelblumen
  • Levkojen

Astern sind sehr robust und genügsam. Viele Astern können an sonnigen Plätzen stehen und bevorzugen sogar kalkhaltigen Boden. Am besten pflanzen Gärtnerinnen und Gärtner die Blumen von März bis Mai oder von September bis November ein. So gelingt es auch, dass im Herbst noch Farbe im Ziergarten und auch Steingarten herrscht. Die Stauden sind pflegeleicht, da sie wenig Wasser benötigen und nur ihre verblühten Stängel von Zeit zu Zeit einen Rückschnitt verlangen.

Ziergarten: Paradies für Stauden wie Rittersporn und Sonnenbraut

Auch der Rittersporn, der mehrjährig blüht, ist, laut dem Naturschutzbund Deutschland (NABU), eine beliebte Pflanze für den Ziergarten. Diese wachsen am besten an leicht feuchten, humus- und nährstoffreichen Ecken im Garten. Meist findet er sich in Staudenbeeten wieder, da bekommt er aufgrund seiner Größe am besten einen Platz weiter hinten. Der Rittersporn kann bis zu zwei Meter hoch werden und braucht deswegen als Schutz gegen Wind und Regen eine Befestigung. Wer nach der ersten Blüte einen Rückschnitt auf etwa zehn Zentimeter über dem Boden wagt, kann mit einer zweiten Blüte im Spätsommer rechnen. Ein Unkrautvlies im Staudenbeet nimmt Gärtnerinnen und Gärtnern Arbeit ab.

Der Botaniker Carl von Linné (70, † 1778), der aus Råshult in Schweden stammte, gab ihr den botanischen Namen Helenium. Hierzulande heißt die gelb und rot blühende Pflanze Sonnenbraut. Die Blume stammt aus Nordamerika und wächst am besten im Staudenbeet, das nicht zu trocken ist. Wer seinen Garten anlegt, sollte bedenken, dass sie je nach Sorte von Juni bis September blüht und dem Ziergarten auch im Herbst noch viel Farbe verleiht.

Ziergarten: Die Schafgarbe darf nicht fehlen

Ebenfalls pflegeleicht und eine der beliebtesten Stauden ist die Schafgarbe. Die Pflanze braucht keinen allzu nährstoffreichen Boden, sondern gibt sich mit sandigem und leichtem Untergrund zufrieden. Einzig zu nass sollte es nicht sein. In der Regel überlebt eine Schafgarbe etwa fünf Jahre. Diesen Zeitraum können Gärtnerinnen und Gärtner beim Anlegen ihres Gartens aber verlängern, indem sie die Staude alle drei Jahre umpflanzen und teilen. Auch ein Unkrautvlies im Beet kann helfen.

Ziergarten: Einen Ziergarten planen und anlegen

Das Anlegen eines Ziergartens beginnt genau so wie das Anlegen aller Gartenarten: mit Planung. Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) empfiehlt Gärtnerinnen und Gärtnern, sich darüber klar zu werden, welche Ansprüche sie an ihren Garten haben. Das funktioniert am besten mit einem Grundriss des Gartens auf Papier. Hier kann beliebig probiert und wieder verworfen werden. Soll der Ziergarten zum Beispiel hauptsächlich aus Rasen bestehen oder sollen die Beete mit Stauden wie Schafgarbe Vorrang haben? Soll es eine Terrasse geben mit Pergola, an der sich eine Prachtwindenbepflanzung befindet?

Wenn sich Gärtnerinnen und Gärtner den konzeptionellen Fragen gestellt haben, sollte die Beschaffenheit des Bodens getestet werden – nicht alle Blumen, die sich Hobbygärtner vielleicht wünschen, können im Gartenboden auch wachsen. Mithilfe von geplanten Wegen können leicht verschiedene Bereiche entstehen, in denen alle Blumen unterkommen. Selbigen Effekt haben Zäune und Mauern sowie Sitzgelegenheiten im Garten.

Es ist wichtig, darauf zu achten, dass das Gesamtbild im Ziergarten stimmt: Es lohnt, nicht ausschließlich einjährige, sondern auch mehrjährige Blumen anzupflanzen, zu überlegen in welcher Reihenfolge die Pflanzen in die Beete kommen und sich immer vor dem Pflanzen über deren Entwicklung in den kommenden Jahren zu informieren.

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