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Zeigerpflanzen richtig deuten: Was Ihnen die Beikräuter in Ihrem Garten verraten

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Von: Mattias Nemeth

Wenn wir achtsam durch die Natur gehen, können wir viel über unsere Umgebung lernen. Ein sehr gutes Beispiel dafür sind die sogenannten Zeigerpflanzen.

München – Das, was gemeinhin als Unkraut oder Beikraut bezeichnet wird, sagt Ihnen viel über den Ort, an dem Sie sich gerade befinden. Sogenannte Zeigerpflanzen geben Ihnen interessante Einblicke, welche Eigenschaften der Boden hat, auf denen Sie wachsen. Aber eine einzelne Pflanze ist hier noch nicht aussagekräftig, erst wenn mehrere verschiedene Zeigerpflanzen dort wachsen oder Unkräuter einer Art sich dort auffallend zahlreich ausbreiten, können Sie wirklich etwas herauslesen.

Zeigerpflanzen richtig deuten: Das verraten Ihnen die Beikräuter in Ihrem Garten

So wächst Thymian beispielsweise am besten auf stickstoff- und nährstoffarmen und trockenen Böden. Er kann also auch für alle drei Bodenarten ein Indikator sein. Wächst allerdings gleich daneben noch Moos, dann können Sie sich ziemlich sicher sein, dass dort nur sehr wenig Stickstoff vorhanden ist, was für einige Pflanzen sehr von Vorteil ist.

Gleichzeitig zeigt es Ihnen aber auch, dass dort, wo viel Thymian wächst, kein Kürbis wachsen sollte. Da ihm sowohl die Nährstoffe als auch der Stickstoff, aber auch die Feuchtigkeit fehlen würde.

Zeigerpflanzen richtig deuten: Hier ist genug oder zu viel Stickstoff vorhanden

Manche Pflanzen lieben ihn und andere gehen an einem Überschuss zugrunde, nämlich Stickstoff. Folgende Pflanzen wachsen nur bei ausreichend Stickstoff in der Erde:

Wilder Thymian  blühend auf einem Fels. (Symbolbild)
Thymian ist ein guter Indikator für magere und trockene Böden. (Symbolbild) © F. Hecker/Imago

Anders hingegen sieht es mit folgenden Pflanzen aus, die nur sehr schlecht mit Stickstoff klarkommen:

Zeigerpflanzen richtig deuten: Hier sind die Mikroorganismen fleißig

Anhand der Beikräuter lassen sich aber auch die Mikroorganismen im Boden erahnen. So wachsen in einer humusreichen und von positiven Mikroorganismen bevölkerten Erde:

In nährstoffarmen und eher von Mikroorganismen unterbesetzten Böden finden sich ein paar Heilkräuter. Wenn Sie den Boden nicht aufwerten möchten, eignet sich dieser super für die Kultivierung dieser Heilpflanzen:

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Zeigerpflanzen richtig deuten: Sumpf oder doch eher Prärie

Anhand der wild wachsenden Pflanzen können Sie auch erkennen, ob der Boden eher unter Nässe oder sogar Staunässe steht oder ob dort mal die ein oder andere Gießkanne entleert werden sollte. Dass es zu feucht ist, sagt Ihnen die Fauna, unter anderem, wenn dort folgende Pflanzen wachsen:

Im Gegensatz zu Böden, wo folgende Pflanzen sich wohlfühlen, denn hier ist es dann sehr trocken:

Sollte in Ihrem Garten übrigens eine Heckenkirsche wachsen, sollten Sie überlegen, ob Sie an dieser Stelle nicht einmal etwas gründlicher umgraben. Denn laut einigen Experten wächst dieser Strauch unter anderem an Orten, an denen Gold zu finden ist. Also hier lohnt sich achtsames Gärtnern noch mal mehr.*HNA.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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