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Zaubernuss: Wie Sie den winterharten Strauch pflanzen

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Von: Anna Katharina Küsters

Zu sehen ist die Blüte einer Zaubernuss (Symbolbild).
Die Zaubernuss blüht von Januar bis März (Symbolbild). © Andrea Warnecke/dpa

Im Winter blüht nichts. Wer das glaubt, hat die Zaubernuss noch nicht kennengelernt. Der Baum blüht erst auf, wenn es draußen richtig ungemütlich ist.

Berlin – Zu dem Zeitpunkt, wenn sich alle anderen Pflanzen in ihrer Winterruhe befinden, hat die Zaubernuss ihren großen Auftritt. Der aus Ostasien und Nordamerika stammende Wunderbaum verzaubert winterliche Gärten mit seinen gelblich und rötlich gefärbten Blütenblättern, die an kleine Fäden erinnern.

Bis zu minus 20 Grad Celsius überlebt die Zaubernuss ohne Probleme. Im Herbst erstrahlen hingegen ihre Blätter in Rot und Gelb. Wer seinen Garten mit einer Zaubernuss schmücken möchte, sollte diesen jetzt im Herbst pflanzen.

Zaubernuss: Wie Sie den winterharten Strauch pflanzen

Die Zaubernuss spielt schon seit Jahrhunderten eine wichtige Rolle im Leben der Menschen. Laut der Freien Universität Berlin nutzten sie schon indigene Völker als Heilpflanze und auch heute noch findet sich die Zaubernuss in verschiedenen Kosmetika wieder.

Die Extrakte aus Rinde und Blätter haben eine entzündungshemmende Wirkung, sodass sie zum Beispiel in Hautcremes zum Einsatz kommen. Ein großer Vorteil der Zaubernuss ist, dass sie fast nie Probleme mit Schädlingsbefall hat, sondern überaus robust gegenüber Krankheiten und Parasiten ist. (Wanzen in der Wohnung: So werden Sie sie los)

Carl von Linné (70, † 1778) gab der Gattung den Namen „Hamamelis“. Die Zaubernuss ist eine Gattung innerhalb der Familie der Zaubernussgewächse. Gartenfreunde können sich merken, dass es insgesamt fünf Arten der Zaubernuss gibt. Drei davon sind in Nordamerika beheimatet, die anderen zwei in Ostasien. Aus Nordamerika stammen folgende Arten:

In Ostasien beheimatet sind:

Laut dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) sind für Gartenfreunde besonders die Japanische Zaubernuss und die Chinesische Zaubernuss von Bedeutung. Diese beiden Arten eignen sich zur Anpflanzung im Garten besser, da sie eine deutlich längere Blütezeit haben.

Zaubernuss: Die Japanische und die Chinesische Zaubernuss

Die Japanische Zaubernuss verleiht dem Garten im Herbst einen bunten Anstrich aufgrund ihrer farbenfrohen Blätter. Gegen Ende des Herbstes wirft sie ihr Laub meist ab und blüht zwischen Januar und März. In dieser Zeit verströmt sie einen angenehmen Duft. Die strauchartig wachsende Pflanze erreicht etwa eine Höhe von drei bis vier Metern.

Die Chinesische Zaubernuss ist für größere Gärten geeignet, sie kann eine Höhe von bis zu acht Metern erreichen. Auch sie blüht von Januar bis März und verträgt Temperaturen bis zu etwa minus zehn Grad Celsius. Der Duft der Blüten erinnert an Honig und versüßt einem so manch grauen Wintertag. Im Fachgeschäft gibt es mittlerweile meist Hybride, also Kreuzungen der Japanischen und Chinesischen Zaubernuss, zu kaufen. Diese tragen den Namen „Hamamelis x intermedia“.

Zaubernuss: So fühlt sich die Pflanze im Herbst am wohlsten im Garten

Sie wächst zwar recht langsam, nimmt im Laufe der Zeit aber immer mehr Platz im Garten ein. Da Zaubernüsse im fortgeschrittenen Alter ein Umpflanzennicht mehr gut vertragen, sollten sich Gärtnerinnen und Gärtner also bereits vor dem Pflanzen einen geeigneten Standort mit genügend Platz überlegen. (Hagebutten: So ernten und verwenden Sie die Vitaminbomben)

Im Herbst ist der beste Zeitpunkt, eine Zaubernuss zu pflanzen. Der Boden sollte dabei dauerhaft feucht sein, aber keine Staunässe bilden. Die Pflanze muss vor starken Ostwinden geschützt sein und an einem sonnigen oder halbsonnigen Ort stehen.

Wer den Boden gut mulcht, hilft der Zaubernuss im Herbst beim Anwurzeln. Ist sie einmal gepflanzt, sollten Gartenfreunde die Finger von der Astschere lassen, da Zaubernüsse keine Rückschnitte vertragen. Das macht die Standortauswahl nochmals wichtiger. Nach etwa drei Jahren zeigt sich die Zaubernuss dann in ihrer vollen Pracht.

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