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Winterportulak anbauen und ernten: So halten Sie sich mit dem Gemüse fit

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Von: Anna Katharina Küsters

Zu sehen ist ein umgekippter Holzkorb, aus dem sich grüner Winterportulak ergießt.
Winterportulak ist ein beliebter Wintersalat (Symbolbild). © imago images / Westend61

Der Winter hält leckeres Wintergemüse für uns bereit. Winterportulak gehört dazu. Das lässt sich leicht im Garten anpflanzen und immer wieder abernten.

Veitshöchheim – Im Winter ist es oft nicht leicht, sich gesund zu ernähren. Doch Wintergemüse hilft dabei, denn in ihm stecken viele Vitamine und andere wichtige Nährstoffe. Dazu gehört auch Winterportulak. Die Pflanze ist pflegeleicht und beschenkt uns den ganzen Winter über mit frischen Blättern.

Winterportulak verwenden: So halten Sie sich mit dem Gemüse fit

Der botanische Name des Winterportulaks lautet Claytonia perfoliata. Laut der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) trägt er jedoch in unserem Alltag bekanntere Namen wie etwa Postelein, Tellerkraut oder Kuba-Spinat. Er gehört der Familie der Quellkrautgewächse an und versorgt uns im Winter fortlaufend mit genügend Vitaminen und Ballaststoffen. Seinen Ursprung hat das Gemüse in Nordamerika. Die Pflanze ist einjährig und verträgt mildere Winter sehr gut.

Winterportulak verwenden: So pflanzen, pflegen und ernten Sie das Wintergemüse

Da Winterportulak ein Kaltkeimer ist, ist eine Aussaat im Herbst empfehlenswert. So bekommen die Samen noch genügend Frost ab, um gesund heranzuwachsen. Winterportulak wächst an vielen Stellen, sei es im Gemüsebeet, Hochbeet oder aber im Blumenkasten auf dem Balkon. Wählerisch ist die Pflanze nicht. Besonders gut macht sich das Wintergemüse neben anderen Wintersalaten im Gewächshaus.

Da sie zu den Schwachzehrern gehört, braucht sie zudem keine besonders nährstoffreiche Erde. Es reicht, wenn Pflanzenfans das Substrat mit etwas Kompost oder anderem veganen Dünger anreichern. Wer die Samen sät, sollte eine feinkrümelige Erde bevorzugen. Mit einer dünnen Schicht Sand über den Samen ermöglichen Gartenfreunde es der Aussaat, noch besser zu keimen. Laut der LWG ist ein Reihenabstand von etwa zehn bis 20 Zentimetern bei der Aussaat empfehlenswert. Die Reihentiefe sollte etwa einen halben Zentimeter betragen.

Im November ist dann Zeit für die erste Ernte oder sechs bis acht Wochen nach Einsäen der Samen. Dabei muss das Herz der Pflanze bestehen bleiben, die Blätter schneiden Gärtnerinnen und Gärtner etwa einen Zentimeter vor dem Boden ab. Der Winterportulak treibt dann aus seinem Herzen wieder aus und ermöglicht es Gartenfreunden regelmäßig, ihn erneut zu ernten. Bis zu vier Mal ist das vor dem Austreiben der Blüten möglich.

Die Samen des Winterportulaks säen sich gerne und schnell selbst aus. Damit die Pflanze im Beet nicht die Überhand gewinnt, sollten Gartenfreunde die Samen kontrolliert einsammeln. Der Tipp der LWG ist es, die Pflanze abzuschneiden, sobald sich erste Samenstände bilden. Dann trocknen Gärtnerinnen und Gärtner die Pflanze kopfüber über einem Tuch und warten darauf, dass die nachreifenden Samen alle herausfallen.

Winterportulak verwenden: So schmeckt das Wintergemüse besonders lecker

Der Geschmack des Winterportulaks lässt sich als nussig und teils leicht säuerlich beschreiben. In der Winter-Küche bieten sich viele Möglichkeiten an, ihn zu verarbeiten:

Allgemein ist es eine sehr gesunde Beilage zu vielen Speisen. Denn Winterportulak enthält Vitamin C, Magnesium, Kalzium und Eisen. Besonders im Winter ist die Versorgung mit genügend Vitaminen und Mineralstoffen unabdingbar. Winterportulak hilft uns dabei. *merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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