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Wildkräuter sammeln: Darauf sollten Sie dabei unbedingt achten

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Von: Franziska Irrgeher

Wildkräuter sind beliebt in Salaten oder Smoothies. Wer keine im Garten hat, kann sie draußen sammeln. Damit dabei nichts schief geht, sollten Pflanzenfans wichtige Punkte beachten.

München – Wildkräuter sind gesund und draußen schnell gesammelt. Gerade Neulinge unterschätzen aber manchmal, was beim Sammeln von Wildkräutern alles schiefgehen kann. Nicht umsonst haben sich Kräuter-Spezialisten lange mit den Pflanzen befasst, um sie richtig identifizieren und anwenden zu können. Laien sollten daher vorsichtig sein und ein paar Punkte beim Sammeln beachten.

Wildkräuter sammeln: Was dabei zu beachten ist

Inzwischen sprießen sie an jeder Ecke, die Wildkräuter. Ob im eigenen Garten, auf der Wiese oder im Wald – es gibt genug davon und so mancher Kräuter-Fan sucht dort Pflanzen, die der Supermarkt nicht bietet. Erfahrene Kräuter-Sammler wissen, was sie tun und vor allem wo. Neulinge im Kräuterreich laufen dagegen Gefahr, sich und allen Beteiligten mit falschen Pflanzen zu schaden. Denn zu jedem essbaren Kraut gibt es meist ein giftiges Gegenstück, das ihm zum Verwechseln ähnlich sieht. Bestes Beispiel sind Bärlauch und Maiglöckchen oder Herbstzeitlose.

Daher sollten Kräuter-Sammler folgende Punkte beachten:

Werden all diese Punkte beachtet, können Pflanzenfans die gesammelten Kräuter dann bedenkenlos verwenden. Aktuell finden sich übrigens die hier gelisteten Wildkräuter im Garten.

Wer unbedingt Wurzeln sammeln möchte – etwa bei Wegwarte, um daraus Kaffee zu machen – kann die Pflanze auch einfach im Garten anbauen. So wird in der Natur nichts entnommen und Pflanzenfans sind freier bei der Erntezeit. Das gilt auch für alle andere Pflanzen, die Sie oft sammeln. Pflanzen Sie sie doch an, meist klappt das sogar im Kübel. An Saatgut zu kommen, kann dagegen schwer sein. Wie die Autorin feststellen musste, sind Brennnesselsamen beispielsweise Mangelware im Handel für Privatpersonen, hierfür können Sie einfach die Nachbarn um eine kleine Pflanzenspende des „Unkrauts“ bitten.

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Wildkräuter sammeln: Kräuter und ihre giftigen Kollegen

Es lässt sich nicht oft genug betonen: Sammeln Sie nur, was sie zu 100 Prozent bestimmen können. Manche Pflanzen lassen sich schier nicht verwechseln, einige aber durchaus und da kann es schnell gefährlich werden. Kräutersammler sollten daher auch den Giftnotruf kennen für Notfälle.

Im Folgenden möchten wir einige bekannte Pflanzen und ihre giftigen Gegenspieler nennen:

Die Kräuter-Bestimmung braucht Zeit, denn oft kommt es auf Feinheiten wie die Blattränder an, wenn die Pflanze noch nicht blüht. Buchen Sie doch zu Beginn eine Kräuter-Wanderung, so lernen Sie, worauf es ankommt und welche Bücher oder Apps helfen können. Einige Klosterläden oder Kräuterläden haben auch frische oder getrocknete Wildkräuter im Angebot.

Eine der besten Optionen ist aber definitiv das Anpflanzen im eigenen Garten (bitte mit Beschriftung!), so können Sie unbesorgt ernten.

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