Weißer Schimmel breitet sich im Beet aus. In der Mitte liegt eine austreibende Kartoffel.
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Weißer Schimmel kann sich auch im Garten ausbreiten. Grund zur Sorge ist das meist nicht (Symbolbild).

Nicht schön, aber harmlos

Weißer Schimmel im Garten: Deshalb tritt er im Herbst vermehrt auf und das können Sie tun

  • Franziska Irrgeher
    vonFranziska Irrgeher
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Schimmel gibt es nicht nur auf der Erde unserer Zimmerpflanzen, auch im Garten kann er gelegentlich auftreten. Vor allem der Herbst bietet ideale Bedingungen dafür. Aber ist er gefährlich?

Köln – Im Herbst fallen nicht nur die bunten Blätter zu Boden, meist ist es auch regnerisch. Wo der Garten das ganze Jahr über schön aussah, kann sich nun weißer Schimmel bilden.

Weißer Schimmel im Garten: Deshalb tritt er im Herbst auf und das können Sie tun

Besonders schattige Stellen im Garten in Kombination mit feuchtem Wetter und wenig Sonnenschein führen im Herbst im Garten gelegentlich zu Schimmelbildung. Unter den Bäumen, Büschen, auf dem Rasen oder der Wiese, so t-online, kann weißer Schimmel im Garten bestehen. Vor allem tief bewachsene Bäume seien anfällig dafür.

Auch in Innenräumen kann dieser Schimmel gelegentlich bei Zimmerpflanzen auf der Erde vorkommen, die Ursachen sind gleich: Feuchtigkeit und eventuell Schatten. (Schimmelige Blumenerde: Das können Sie dagegen tun)

Weißer Schimmel im Garten: Ist er gefährlich?

Im ersten Moment mag der Anblick weißen Schimmels im Garten schockieren. So kann zum Beispiel Laub schimmeln, wenn es feucht ist, auch Erde schimmelt gelegentlich. Das sieht unappetitlich aus, ist laut t-online jedoch harmlos und nicht mit gesundheitsgefährdenden Pilzen oder Schimmel auf Lebensmitteln vergleichbar. (Trauermücken: So werden Sie die Schädlinge ohne Insektizide los)

Nicht zu verwechseln, so t-online, sind Schimmel und Mehltau. Die weiße Schicht auf den Blättern kann vor allem, wenn diese im Herbst noch am Baum hängen, schnell wie Schimmel wirken. Auch bei Mehltau handelt es sich um Pilze, wobei zwischen echtem und falschem Mehltau unterschieden wird.

Im Gegensatz zum harmlosen, oft saisonal im Garten auftretenden Schimmel, sollten Gärtner Mehltau aber definitiv bekämpfen. Auch Nützlinge wie Marienkäfer beziehungsweise ihre Larven können dazu eingesetzt werden. (Marienkäfer-Plage in der Wohnung: Deshalb sitzen sie an der Hauswand und so verhindern Sie das)

Weißer Schimmel im Garten: Das können Sie tun

Ist der Schimmel einmal da und stört Sie, können Sie ihn auch entfernen. Die Bekämpfungsmöglichkeiten des Schimmels im Garten sind bei feuchtem Herbstwetter laut t-online aber eingeschränkt.

Wie auch bei Zimmerpflanzen sollte die befallene Erde im Garten ausgetauscht werden, möglichst großzügig, so t-online, denn die Sporen sitzen tief. Danach verteilen Gartenfreunde neue Erde um die Pflanzen und der Schimmel sollte fernbleiben.

Auch auf dem Kompost kann es zu Schimmelbildung kommen, das ist an sich ein natürlicher Vorgang. Übermäßiges Auftreten von Schimmel deutet aber auf falsche Kompostierung hin, zum Beispiel wenn viel feuchter Rasenschnitt hineingegeben wird. (Diese kranken Pflanzen dürfen auf den Kompost – unter einer Bedingung)

Bei Rasen kann es zu sogenanntem Schneeschimmel kommen, so merkur.de*. Er entsteht bei feuchter, kühler Witterung und befällt einzig die Blätter. Vertikutieren als Gegenmaßnahme hilft. Kalken sollten Gartenfreunde den Rasen im späten Herbst nicht mehr, viel Kalium und wenig Stickstoff stärken das Gras. Entfernen Sie außerdem Laub unbedingt vom Rasen, denn auch darunter kann sich Schimmel bilden. (Laub entfernen: Hier ist es nötig und so ist die Rechtslage für den Gehweg) *merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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