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Weißdorn selbst anbauen: So wächst die Heilpflanzen-Hecke auch bei Ihnen

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Von: Mattias Nemeth

Weißdorn wird in der traditionellen Medizin als herzstärkendes Mittel angewandt, aber sie ist auch wertvoll für Vögel und Insekten, denn sie bietet ihnen Lebensraum und Nahrung.

München – Weißdorn galt bereits im Mittelalter als wertvolle Heilpflanze und in Notzeiten wurden die gemahlenen Früchte als Mehlersatz genommen und die gerösteten Kerne können als Kaffeeersatz verwendet werden. Jedoch war sein wichtigster Nutzen lange Zeit unbekannt, erst im 19. Jahrhundert erkannte man den Wert der Heilpflanze für Herz- und Kreislauf.

Weißdorn selbst anbauen: So wächst die Hecke und Heilpflanze auch bei Ihnen

Mit seinen weißen Blüten und seinen roten Früchten kann der Weißdorn sowohl als fünf Meter hoher Baum als auch als undurchdringbare Hecke mit langen Dornen in Erscheinung treten. Vor allem als Hecke ist der Weißdorn ein sehr wertvolles Gehölz für die Tierwelt. So ernähren sich über 30 Vogelarten von den Früchten des heimischen Gehölzes, wie kraut&rüben berichtet. Aber auch für viele Insekten ist es eine wertvolle Nahrungsquelle und ein gemütlicher Wohnraum. Für Menschen ist Weißdorn eine äußerst wichtige Heilpflanze. Vor allem wird sie eingesetzt, um:

Rotdrossel sitzt im Weißdornstrauch. (Symbolbild)
Weißdorn ist eine wertvolle Pflanze für Tier, Insekt und Mensch. (Symbolbild) © Ottfried Schreiter/Imago

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Weißdorn selbst anbauen: So gelingt die Pflanzung

Als Standort für den Weißdorn eignet sich besonders gut ein Platz mit voller Sonne. An den Boden hat die Heilpflanze keine Ansprüche, normale Gartenerde reicht völlig aus, aber lehmiger Boden ist noch besser geeignet. Kaufen Sie sich eine Weißdorn-Pflanze am besten im Frühjahr oder Herbst vor dem ersten Frost. Da ist nämlich der beste Zeitpunkt zum Einpflanzen.

Weißdorn selbst anbauen: Vermehrung der Heilpflanze

Weißdorn lässt sich einfach vermehren, aber vor allem die Samen verlangen etwas Geduld. Dazu müssen Sie einfach gegen Herbst einige der Beeren ernten und die Samen herauspulen. Das Fruchtfleisch muss komplett entfernt werden. Dann trockenen lassen. Hat man die Samen in die Anzuchterde eingesetzt, heißt es abwarten. Weißdorn ist ein Kaltkeimer, das bedeutet, dass er nicht warmgehalten werden muss. Wenn Sie die Samen stratifizieren, dann sind die Erfolgschancen höher. In der Natur dauert die Keimung ein Jahr. Im Haus gelingt es meistens bis zum nächsten Frühjahr.

Mit weniger Geduld sollte man doch eher auf die Stecklingsvermehrung zurückgreifen. Schneiden Sie hierzu vier bis acht Zentimeter lange Setzlinge aus einjährigem Holz. Der Steckling sollte mindestens ein Blatt sowie eine Blattknospe haben und oberhalb eines fühlbaren Knotens geschnitten werden. Den Steckling leicht schräg anschneiden. Das untere Drittel in Anzuchterde stecken und feucht halten. *24vita.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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