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Mit Omas alten Tipps können Sie jetzt in der Energiekrise ordentlich sparen

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Von: Anna Heyers

Mit den Tipps von Oma lassen sich in Zeiten der Energiekrise einige Kosten einfach einsparen. Der ein oder andere wird außerdem in Kindheitserinnerungen schwelgen.

„Verbrenn dich nicht am Topf“, rief meine Oma früher öfter, wenn ich mich zum Mittagsschlaf in ihr Bett mit der dicken Daunendecke kuscheln wollte. Woran verbrennen, fragen Sie? Am Kochtopf mit den Kartoffeln, der völlig selbstverständlich und gut zugedeckt am Fußende aufs Mittagessen wartete. So blieben die Kartoffeln lange warm – und das ohne Backofen. Was ich früher einfach nur als kuriose Eigenart meiner Großmutter abtat, ist in Wirklichkeit einer von vielen Haushaltstipps, die gerade in der aktuellen Zeit Energiekosten sparen und deshalb wieder an Bedeutung gewinnen. Und davon gibt es noch mehr:

Energiekrise: Omas Tipp spart Strom

„Kochen im Bett“ – ob meine Großmutter das auch so nannte, weiß ich nicht mehr. Aber mit diesem Tipp kann man einiges an Stromkosten einsparen. Die Kartoffeln werden dabei wie üblich vorbereitet und mit Deckel aufgekocht. Wer mit Deckel kocht, spart laut Bundesregierung fast zwei Drittel an Strom ein. Sie dürfen etwa zehn Minuten weiterköcheln, bis der Herd abgestellt wird. Dann kommt der Topf ins Bett. Einfach mit Untersetzer und Deckel auf die Matratze stellen und mit einer Woll- oder der Bettdecke gut einpacken. Nach etwa zwei Stunden sind die Kartoffeln gar – und das Bett wohlig warm. Der Trick klappt auch mit Nudeln oder Reis, da reichen dann aber etwa fünf Minuten weiterköcheln (einfach austesten).

Backofen: Die Reihenfolge machts!

Beim Kochen haben Großmütter es einfach raus. Es gibt sogar eine ideale – und ganz nebenbei energiesparende – Reihenfolge, wenn man mehrere Ofengerichte zubereiten möchte. Übrigens: Vorheizen ist nur bei temperaturempfindlichen Gerichten besonders wichtig, zum Beispiel Soufflés. Zuerst kommt zum Beispiel der Kuchen in die Röhre, dann der Braten und ein Gratin lässt sich wunderbar mit der Resthitze garen. Ist alles fertig, bleibt die Ofentür auf und heizt die Wohnung etwas mit.

Warmer Raum, kaltes Bett? Nicht mit Oma

Egal, wie warm das Schlafzimmer auch sein mag. Es ist keine Garantie dafür, dass das Bett warm ist. Oma wusste genau, was hilft: Statt die Heizung aufzudrehen, wurde eine Wärmflasche vorm Zubettgehen ans Fußende unter die Decke gelegt. Bei richtig kalten Füßen gabs dazu noch dicke Socken und einen Tee oder heiße Milch mit Honig als Wärmespender. So ausgestattet, konnte die Heizung auch aus bleiben. Zu warm sollte es im Schlafzimmer sowieso nicht sein, 16 bis 19 Grad sind laut Schlafexperten ideal.

Eine rote Wärmflasche liegt auf einem gemachten Bett. Daneben ein Nachttisch mit romantischer Lampe.
Wärmflaschen sparen nicht nur Heizungskosten, sie sorgen auch für muckelig warme Füße. Vorher am besten nur prüfen, ob sich nicht doch ein Kochtopf am Fußende versteckt. © Lluís Real/Imago/ (Montage)

Wasserverbrauch: Das meiste herausholen

Klar, Wasser beim Zähneputzen nicht durchgängig laufen zu lassen, ist den meisten Menschen schon in Fleisch und Blut übergegangen. Aber auch beim Duschen hat Oma den Hahn immer mal zugedreht, zum Beispiel beim Haarewaschen oder Einseifen. So spart man sich einiges an Wasser. Ein weiterer Tipp von Oma ist auch der Badetag. Üblicherweise hieß es samstags immer „ab in die Wanne“, damit man am Sonntag frisch und sauber war. Und auch dabei gab es eine Reihenfolge, die Kleinsten zuerst, danach erst die Großen. Zwischendurch wurde vielleicht mal etwas Wasser abgelassen und neues, heißes kam hinzu. Ganz so muss man es heute vielleicht nicht mehr machen, aber gemeinsames Baden kann auch sehr schön und vielleicht ganz romantisch sein, oder?

Winterzeit ist Abtauzeit – Lebensmittel nach draußen

Einmal im Jahr sollten der Kühl- und Gefrierschrank abgetaut werden, damit das Eis, dass sich eventuell im Tiefkühlfach und an der Rückwand gebildet hat, nicht unnötig Energie schluckt. Oma machte das immer dann, wenn es draußen knackig kalt war. Während sie drinnen darauf wartete, das Eiswasser wegzuwischen, blieben die Lebensmittel auf Balkon oder im Garten schön kühl. Und das funktioniert heute immer noch so gut, dass einige Menschen sogar überlegen, ihren Kühlschrank im Winter ganz auszustellen. Generell galt schon früher immer: Essensreste nicht heiß in den Kühlschrank stellen, da auch das unnötig Energie verbrauchte. Lieber erst bei Raumtemperatur – oder eben draußen – abkühlen lassen.

Flexibel einsetzbar: Küchengeräte helfen beim Energiesparen

Omas von heute brechen auch gerne mal mit Traditionen. Die Suppe ist schon fix und fertig, aber der Eierstich fehlt noch? Die Eimasse wurde früher in der Regel in einem Plastikbeutel mit in der Suppe gekocht und nach dem Stocken mit in die Suppe gegeben. Heute macht Oma den Eierstich einfach in der Mikrowelle in einem passenden Gefäß mit Deckel. Und auch in Sachen Aufbackbrötchen muss es nicht der große Stromfresser Ofen sein. Gerade kleinere Mengen lassen sich ideal auf dem Toaster, in der Heißluft-Fritteuse oder gar der Pfanne aufbacken.

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