1. 24garten
  2. Mein Garten

Waldgarten: So gestalten Sie Ihr eigenes kleines Stück Wald

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Mattias Nemeth

Welcher Naturfreund hat nicht schon mal mit dem Gedanken eines eigenen Waldes gespielt? Dann sollten Sie diesen Traum in die Gartenplanung mit integrieren.

München – Wer liebt es nicht, durch den Wald zu streifen und die Natur zu genießen? Doch an manchen Tagen sind auf den Waldwegen fast mehr Spaziergänger unterwegs, als man Bäume sieht. Da fällt es nicht immer leicht, etwas von der Ruhe des Waldes mitzubekommen. Doch wie wäre es, wenn der Wald nicht vor der Haustür, sondern sogar im eigenen Garten wüchse?

Waldgarten: So legen Sie Ihr eigenes kleines Stück Wald an

Wie bei fast allem ist der Boden ein wichtiger Aspekt beim Anlegen eines Waldgartens. So sollte er humushaltig sein. Dazu kann er mit Rindenhumus, Pflanzenerde und Komposterde angereichert werden. Als Mulch-Schicht bietet sich Laubstreu und zerhäckselte Baumrinde an.

Natürlich gibt es keinen Wald ohne Bäume. Am besten eignen sich Eiche, Buche, Kiefer oder, wenn es auch etwas Essbares sein soll, ein Apfelbaum*. Soll es ein schnell wachsender Baum sein, dann wäre vielleicht der Kiri-Baum eine Idee. Dieser kann innerhalb eines Jahres schon eine Höhe von eineinhalb Metern erreichen.

Aber auch Moos sollte in einem Waldgarten nicht fehlen. Als besonders pflegeleicht gilt Silbermoos, Sparriges Kranzmoos und Brunnenlebermoos. Will man gefährdete Sorten erhalten, dann eignen sich Acker-Hornmoos oder Weißmoos. Moos sollte aber nicht einfach im Wald gepflückt werden, denn vor allem letztere Moosart steht unter Naturschutz und das Abreißen ist verboten.

Auch unterschiedliche Farne sind eine schöne Bereicherung für den Waldgarten. Falls einem die unterschiedlichen Grüntöne der verschiedenen Farne nicht ausreichen, der kann diese mit bunten Zierfarnen abwechseln.

Noch mehr spannende Garten-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

Waldgarten: Lebensraum schaffen

Ein Waldgarten ist selbstverständlich ein Ort, der vor Leben und Tieren nur so strotzt. Dafür muss aber auch ein entsprechender Lebensraum geschaffen werden. Totholzstämme, Steinhaufen, Totholzhecken und wilde Hecken wie beispielsweise die wilde Brombeere sind hier ein Muss. Wer etwas aus seinem Wald ernten möchte, kann folgende Pflanzen verwenden:

Waldmeister gilt in der Volksheilkunde als beruhigendes, krampflösendes Mittel, das Angstzustände und Migräne lindert und „das Herz froh macht“, wie kraut&rüben berichtet.

Aber natürlich muss auch an die Insekten gedacht werden. Hier können Lavendel, immergrüne Sträucher, Wildblumen, Efeu, Feldahorn, Schlüsselblume, Frauenmantel und nicht gemähte Gräser ein guter Anfang sein. Aber auch in einem Waldgarten ist Platz für ein Insektenhotel. Beim Anlegen eines Waldgartens ist eines am allerwichtigsten: Geduld. Denn kein Wald ist je über Nacht gewachsen und in der Zwischenzeit lässt sich die Ruhe des Privatwaldes bereits sehr gut genießen.
*Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant