1. 24garten
  2. Mein Garten

Waldbaden: So hilft der Wald gegen Depression und Burnout

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Mattias Nemeth

Seit frühester Vorzeit gilt der Wald als etwas mystisches und oft werden ihm heilsame Kräfte nachgesagt. Auch nach verschiedenen Studien ist der Aufenthalt im Wald wie beim Waldbaden für uns heilsam.

München – Bestimmt haben Sie auch schon mal gehört, dass ein Spaziergang im Wald hilft, den Kopf freizubekommen und die Gedanken zu ordnen. Mittlerweile ist dies tatsächlich auch wissenschaftlich bewiesen. In Japan wird Shinrinyoku, also Waldbaden, als effektive Behandlung von Stress sogar von Ärzten empfohlen. Und die müssen es wissen, schließlich gibt es im Japanischen extra ein Wort für den Stresstod. Doch was hat es mit diesem neuen Trend wirklich auf sich?

Waldbaden: Wie der Wald gegen Burnout und Depression hilft

Das Schlüsselwort beim Waldbaden ist Achtsamkeit. Es geht darum, sich in die Natur zu begeben, um abzuschalten. Dabei soll man sich voll und ganz auf das Hier und Jetzt konzentrieren. Sie sollen die Gerüche und Aromen des Waldes riechen. Vielleicht sogar die Waldkräuter schmecken. Diese finden sich sogar noch im Winter, wie kraut&rüben berichtet. Aber auch die Geräusche des Waldes und die Beschaffenheit des Bodens sollen bewusst wahrgenommen werden. Das Spektrum der Waldfarben und des Lichts soll aufgenommen werden. Diese Fokussierung auf die Natur, aber auch die Stoffe im Wald helfen uns auf vielfältige Art*:

Eine Studie aus England mit rund 20.000 Menschen kam zum Ergebnis, dass Teilnehmer, die mindestens dreieinhalb Stunden in der Woche in der Natur verbrachten, gesünder und glücklicher sind.

Noch mehr spannende Garten-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

Eine Wanderin beim Yoga im Wald inmitten von Waldfarn. (Symbolbild)
Der Wald ist ein Ort zum Kraftsammeln und zum achtsamen Enstpannen. (Symbolbild) © Westend61 / Imago

Waldbaden: Eine Verschnaufpause, die jeder Mensch braucht

Dabei darf aber beim Waldbaden nicht die Stoppuhr mitlaufen. Es geht viel mehr darum, sich selbst so wahrzunehmen, dass man merkt, wie lange es einem guttut und erfüllt. Es muss auch kein monotones Entlanglaufen der Wege sein. Im Gegenteil: Die Natur soll erlebt werden. Das kann bedeuten, dass man auf Baumstämmen über kleine Bäche balanciert, auf einem umgefallenen Baum eine Yogaübung macht oder im sanften Moos meditiert. Alles, was einem zum Lächeln bringt (und der Natur nicht schadet), ist erlaubt. Nach einer stressigen, durchgetakteten Arbeitswoche ist Abschalten gar nicht so leicht. Also nicht sofort aufgeben, sollte der erste Versuch nicht gleich zur völligen Entspannung oder Glückseligkeit führen. Zwischen dem Waldbaden kann auch die achtsame Gartenarbeit einen positiven Effekt auf unseren Körper und unsere Seele haben.*24vita.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant