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Vogelmiere: Zu Unrecht als Unkraut angesehen

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Von: Franziska Irrgeher

Die Gewöhnliche Vogelmiere kennen viele Gartenbesitzer. Zu Unrecht gilt sie meist als Unkraut. Dabei hat das Gewächs so einige Vorteile für Garten und Küche.

München – Im Garten gibt es viele unscheinbare Pflanzen, die sich wie Unkraut ausbreiten und wieder kommen, egal wie oft man sie ausreißt. Eine davon ist die Vogelmiere. Dabei hat die unscheinbare Pflanze eigentlich viele Vorteile.

Vogelmiere: Zu Unrecht als Unkraut angesehen

Sie hat kleine, ovale, grüne Blätter und eher unscheinbare, weiße Blüten. Die Gemeine Vogelmiere breitet sich gerne auf leeren Stellen aus und wird oft versehentlich mit dem Kompost verteilt. Dabei ist die Vogelmiere eine sogenannte Zeigerpflanze. Sie zeigt also die Bodenbeschaffenheit dort an, wo sie wächst. Konkret bedeutet das dann humusreicher und lockerer, nährstoffreicher Boden.

Zu Unrecht gilt sie oft als Unkraut, dabei hat die Pflanze viel zu bieten, sowohl für Garten als auch Küche. Die Vogelmiere (Stellaria media) gehört zu den Nelkengewächsen und kommt weltweit vor. Sie mag brachliegende, öde Flächen, der Garten und das Beet sind daher gute Verbreitungsgebiete. Die Stängel können dabei recht lang werden und winden sich über den Boden. Da sie auch bei Hühnern gut ankommt, hießt die Vogelmiere auch mal „Hühnerdarm“. Eine einzige Pflanze kann mehrere Tausend Samen produzieren, die Pflanzen vermehren sich daher schnell. Sie blüht meist ab März, aber sogar im Winter findet sich die Vogelmiere oft noch unter der Schneedecke.

Diese Vorteile hat die Vogelmiere:

Von der Vogelmiere kann beinahe alles genutzt werden, seien es die Samen, Blätter, Triebe, Blüten oder Knospen. Auch als Salbe oder Tee findet die Pflanze Anwendung. In der Küche erinnert der Geschmack etwas an jungen Mais. Kräuterbutter können Kochfans neben den bereits genannten Gerichten übrigens auch aus dem Kraut machen.

Wir empfehlen daher, die Vogelmiere im Zaum zu halten und zu essen, anstatt sie auszurotten. Das gelingt meist ohnehin nicht, wer es versuchen will, darf die Abfälle aber keinesfalls auf den Kompost werfen.

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