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Vertrocknete Pflanzen retten: Diese Tricks bringen das Leben zurück

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Von: Anna Katharina Küsters

Vertrocknete Pflanzen lassen sich je nach Härtefall noch retten. Dazu müssen Gartenfans jedoch erstmal klar identifizieren, woran die Pflanze leidet.

München – Sei es nach einem langen Urlaub, während der Überwinterung im Keller oder im Beet oder nach einer heißen Periode im Sommer – für Pflanzen gibt es viele Situationen, in denen sie unter Wassermangel leiden können. Oftmals unterschätzen Gartenfreunde, dass der Winter genauso häufig zum Pflanzensterben durch Trockenheit führt wie der Sommer. Wollen Gärtnerinnen und Gärtner ihre vertrockneten Pflanzen noch retten, gibt es ein paar Dinge zu beachten.

Vertrocknete Pflanzen retten: Diese Tricks bringen das Leben zurück

Frost und klares, sonniges Wetter verstehen Gartenfans oftmals als gutes Wetter und freuen sich über einen knackig-kalten Herbst- und Wintertag. Doch für viele Pflanzen bedeutet diese Wetterlage Stress. Denn der Boden ist dann gefroren, kann also nicht mehr so gut Wasser aufnehmen. Selbst wenn es dann regnet, verwerten Pflanzen im Garten die Feuchtigkeit nur zu einem kleinen Teil. Laut der Landwirtschaftskammer NRW verdunsten die Pflanzen nämlich auch im Winter weiterhin Wasser. Kommt jedoch kein Nachschub von oben, vertrocknen sie. Besonders anfällig dafür sind zum Beispiel:

Auch im Keller oder im Treppenhaus, wo so manche empfindliche Zierpflanze überwintert, kann es zu Trockenschäden kommen. Gartenfreunde, die die dort geparkten Pflanzen vergessen oder denken, sie bräuchten im Winter kein Wasser, haben im Frühjahr dann nur noch vertrocknete Überreste.

Zu sehen sind die mit Frost überzogenen, grünen Blätter einer kleinen Eiche (Symbolbild).
Eichen leiden im Winter oft unter Wassermangel (Symbolbild). © spetenfia/Imago

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Vertrocknete Pflanzen retten: So funktioniert’s

In einigen Fällen jedoch, zum Beispiel bei Hortensien, sehen die Pflanzen zwar vertrocknet aus, sind aber noch zu retten. Unterscheiden müssen Gartenfreunde dabei zwischen Pflanzen im Beet und Pflanzen im Topf. Für Topfpflanzen ist beispielsweise ein ausgiebiges Wasserbad von Vorteil. Dafür lösen Gärtnerinnen und Gärtner den Erdballen vorsichtig aus dem Topf und stellen ihn für etwa 24 Stunden in einen mit Wasser gefüllten Eimer. Die Blätter der Topfpflanze dürfen dabei nicht in Kontakt mit dem Wasser kommen.

Nach diesem Bad ist es Zeit für ein neues Zuhause. Bereiten Sie einen Topf mit frischer Blumenerde vor und topfen Sie die Pflanze um. So stellen Sie sicher, dass der Nährstoffgehalt in der Erde ausreichend ist und die frisch gewässerte Pflanze das bekommt, was sie braucht.

Danach hilft es, ordentlich zurückzuschneiden. Alle vertrockneten Teile von Topf- aber auch von Beetpflanze müssen ab. Zurück bleibt dann manchmal nur noch eine kläglich kleine Pflanze, aber so helfen Gartenfreunde ihr, wieder auf die Beine zu kommen. Ebenfalls hilfreich für Pflanzen im Beet ist es, ab und zu das Erdreich um die Wurzeln herum zu lockern. Natürlich nur vorsichtig, damit die Pflanze keine Verletzungen davon trägt. So gelangt das Regenwasser oder Gießwasser besser in den Boden und versorgt Beetpflanzen auch im Winter. Bereits trocken wirkende Pflanzen wässern Gartenfreunde dann am besten jeden Tag.

Damit keine Wurzelfäulnis entsteht, muss der Wasserkonsum der Pflanzen im Winter kontrolliert geschehen. Besonders bei Topfpflanzen lohnt es sich, den beim Daumentest den Finger mehrere Zentimeter tief in die Erde zu bohren. Denn nur dort erfühlen Zimmerpflanzenbesitzer, ob die Pflanze wirklich durstig ist.

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