Papier statt Blumenstrauß

Valentinstag: Die Geschichte sowie Bräuche zum Fest der Liebe

  • Franziska Irrgeher
    vonFranziska Irrgeher
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Am 14. Februar ist Valentinstag. Eine neue Erfindung ist dieser entgegen häufiger Annahmen nicht, dahinter steckt eine schöne Geschichte sowie viele verschiedene Bräuche.

Hamburg – Der Tag der Liebenden sorgt gelegentlich für Diskussionen. Ist er nur eine Erfindung der Schokoladenindustrie? Keineswegs, den Heiligen Valentin kennen viele zumindest namentlich, doch weit zuvor wurde am Valentinstag ein ganz anderes Fest gefeiert.

Valentinstag: Geschichte und Bräuche zum Fest der Liebe

Der 14. Februar ist Valentinstag und damit auch der Todestag des Heiligen Valentin(us) von Terni. Der römische Kaiser Claudius II. gab strenge Regeln für die Heirat vor. Valentin hat viele Paare dennoch heimlich getraut und soll ihnen auch Blumen aus seinem Garten geschenkt haben. Hingerichtet wurde der Heilige Valentin dann am 14. Februar 269 aufgrund seines Verstoßes gegen das Gesetz. Heute feiern wir deshalb an seinem Todestag Valentinstag.

Noch weit vor diesem Ereignis war das Datum aber schon wichtig, die alten Bräuche wurden nach und nach vom Valentinstag aber verdrängt. Viel früher als der Valentinstag wurden nämlich die Lupercalien gefeiert. Dabei handelt es sich um einen Fruchtbarkeitsritus, der am 15. Februar stattfand. Man opferte einen Bock für Faunus’ Hauptfest, weitere Rituale beinhalten Felle von Böcken und Riemen.

Insgesamt steht der Februar mit dem erwachenden Frühling ohnehin im Zeichen von Partnerschaft und Blumen. Denn viele Frühlingsblumen wie Schneeglöckchen und Krokusse stecken schon die Köpfe aus der Erde.

Valentinstag: Diese Bräuche gab und gibt es

Am Valentinstag ist es bei uns Brauch, dem Partner Blumen zu schenken. Meist ist die Beschenkte die Frau und bekommt Blumen und wird zum Essen ausgeführt. Besonders Begabte können auch mit Materialien aus dem Garten selbst kleine Geschenke basteln. Die Idee ist übrigens nicht neu.

Diese Bräuche gab und gibt es am Valentinstag beispielsweise:

  • Papierblumen: Es gibt Hinweise darauf, dass auch früher bereits Blumen aus Papier/Papyrus gebastelt und den Liebsten geschenkt wurden. Pragmatischer Grund war wohl die kalte Jahreszeit in Italien, die frische Blumen nicht erlaubte.
  • Karten: Die sind vor allem in England beliebt. Während früher die Paare am Abend zuvor ausgelost wurden, sind Gedichte in Karten inzwischen Standard bei Liebenden.
  • Schokolade: Die gibt es bei uns zwar auch, in Japan wird der Spieß aber umgedreht. Dort schenkt die Frau dem Mann Schokolade, unterteilt wird zudem in Schokolade für den Angebeteten und Schokolade für Freunde oder Kollegen. Der Mann revanchiert sich dann am sogenannten White Day einige Wochen später. Wer Schokolade selbst machen möchte, findet beispielsweise bei merkur.de Inspiration für leckere Pralinen*.
  • Blumen: Die wurden laut GEO früher in Rom immer am 14. Februar an Frauen verschenkt, zu Ehren der Göttin Juno.
  • Liebesschlösser: Man kennt sie von Brücken. Der Brauch ist in Italien am Valentinstag beliebt. Liebespaare bringen sie dann an Brücken an und werfen die Schlüssel weg.
  • Liebeslöffel: Die gibt es in Wales. Die sogenannten „Love Spoons“ werden laut GEO aber schon am 25. Januar, dem Gedenktag für St. Dwynwen, verschenkt.

Daneben gibt es noch viele weitere spannende Bräuche. Jede Kultur geht anders mit dem Tag um, Zuneigung steht dabei aber immer im Vordergrund. Und wer gerade keinen Partner haben sollte, kann ja auch Freunde beschenken. Viele Pflanzenhändler bieten beispielsweise spezielle Rabattaktionen vor diesem Tag an. Tim Mälzer sorgte außerdem kürzlich für Aufsehen mit einem neuen Kochbuch passend zum Valentinstag, wie 24hamburg.de berichtet*. Wer selbst kreativ werden möchte, kann mit Tulpen, Narzissen und anderen Blumen tolle Dekoration zusammenstellen. *merkur.de und 24hamburg.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Imaginechina-Tuchong

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