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Schimmelige Blumenerde: Das können Sie dagegen tun

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Von: Franziska Irrgeher

Blumentöpfe stehen auf einem Holzuntergrund, davor liegt eine Schaufel und Erde.
Wenn die Erde der Zimmerpflanzen schimmelig ist, hilft nur noch Umtopfen (Symbolbild). © imago images / Panthermedia

Schimmel auf der Blumenerde kennen viele Pflanzenfreunde. Damit es gar nicht erst soweit kommt, müssen ein paar Punkte beim Umtopfen beachtet werden.

Leipzig – Oft bemerken Pflanzenfans ihn erst mal nicht: Schimmel auf der Erde von Topf- oder Kübelpflanzen. Wenn der weiße Flaum dann aber gesichtet worden ist, stellen sich viele die Frage: Muss ich meine Pflanze wegwerfen? Für die Schimmelbekämpfung gibt es einfache Methoden. Noch besser ist es aber, wenn er gar nicht erst entstehen kann.

Schimmelige Blumenerde: So entsteht Schimmel im Blumentopf

Dass Schimmelsporen in der Luft sein können, wissen vor allem Allergiker aus leidvoller Erfahrung. Auf diesem Weg gelangen die Sporen auch leicht in die Töpfe der Zimmerpflanzen, genauer auf die Erde. Ist diese sehr feucht oder besteht aus einem Substrat, das viel organisches Material enthält, kann sie schnell schimmeln. (Robuste Zimmerpflanzen: Diese Zimmerpflanzen benötigen nur wenig Tageslicht)

Bestimmte Pflanzen wie Zyperngras sind anfälliger für Schimmelbefall der Erde. Auch bei Erdbeeren und anderen Kübelpflanzen auf Balkon oder Terrasse kann die Erde schimmeln, wenn Pflanzenfreunde falsch gießen. Im Sommer möglichst am Morgen und dabei die Blätter nicht nass machen, rät der Mitteldeutsche Rundfunk mit Sitz in Leipzig. (Balkonpflanzen für den Herbst: Diese sorgen jetzt für ein leuchtendes Blütenmeer)

Da Schimmelpilze in der Natur für die Zersetzung toten Materials zuständig sind, kann Schimmel auch ein Hinweis auf minderwertige Pflanzerde sein. Handelt es sich dann auch noch um Pflanzen, die eher trockene Böden brauchen, etwa Kakteen, so t-online, entsteht Schimmel durch Nässe noch schneller. Schimmelsporen können Allergien auslösen, aber auch der Gesundheit der Pflanze zuliebe sollten Sie das Problem möglichst schnell beseitigen oder bestenfalls vermeiden.

Schimmelige Blumenerde: Das können Sie dagegen tun

So banal es klingen mag: Stellen Sie vorher sicher, dass es tatsächlich Schimmel ist. Kalkhaltiges Wasser kann beim Gießen ebenfalls Ablagerungen verursachen, die Schimmel auf den ersten Blick recht ähnlich sehen. Testen lässt sich das anhand der Konsistenz: Die Mineralien von kalkhaltigem Wasser sind eher hart, Schimmel dagegen flaumig-weich.

Tatsächlich schimmelige Erde sollte dann bald ausgetauscht werden. Pflanzenfans topfen die Pflanze dazu um und gehen folgendermaßen vor:

Besser als die Bekämpfung von Schimmel funktioniert aber die Vorbeugung. Pflanzen sollten allgemein nicht zu nass gehalten werden, denn das fördert auch Schädlinge wie Trauermückenlarven in der Erde. Helfen kann eine Schicht aus Kies zur Drainage. Auch Blähton verhindert, dass die Löcher im Blumentopf sich mit Erde zusetzen. Zimt kann ebenso gegen Schimmel helfen.(Trauermücken: So werden Sie die Schädlinge ohne Insektizide los)

Im Herbst und Winter müssen viele Zimmerpflanzen allgemein weniger gegossen werden, freuen sich dafür aber über das Besprühen der Blätter. Ob die Pflanze Wasser braucht, kann anhand der Erde festgestellt werden. Ist sie trocken, braucht die Zimmerpflanze wieder Wasser. Als Alternative geben Pflanzenfreunde Wasser in einen Untersetzer, die Zimmerpflanze wird dann die nötige Flüssigkeit aufnehmen und Schimmel entsteht so erst gar nicht.

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