Hübsch, aber giftig?

Weihnachtsstern: Das sollten Sie darüber wissen und so pflegen Sie ihn richtig

  • Franziska Irrgeher
    vonFranziska Irrgeher
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Besonders in der Vorweihnachtszeit ist der Weihnachtsstern ein beliebtes Geschenk. In vielen Wohnungen steht die dekorative Pflanze als Vorbote von Weihnachten. Aber wussten Sie schon, dass er giftig ist?

Hamburg / Köln – Die hübschen roten Sterne finden sich ab dem Spätherbst überall – sei es im Supermarkt oder Gartencenter. Sie zieren mindestens bis Weihnachten unsere Wohnzimmer oder Esstische, aber danach muss nicht Schluss sein. Mit der richtigen Pflege überlebt er länger. Vor dem Kauf sollten Sie sich aber überlegen, ob er im Haushalt Kindern oder Tieren gefährlich werden könnte.

Weihnachtsstern: Das sollten Sie über ihn wissen und so pflegen Sie ihn richtig

Nur acht Wochen sind es ungefähr laut dem Norddeutschen Rundfunk (NDR), in denen der Weihnachtsstern verkauft wird, doch er erfreut sich größter Beliebtheit als Zimmerpflanze. Die Pflanze heißt auch Euphorbia pulcherrima oder Poinsettie. Weihnachtssterne sind übrigens eigentlich Sträucher, die in Mexiko zu beachtlicher Höhe heranwachsen können, so der NDR. Sie sind immergrün und können bis zu vier Meter erreichen. Was gemeinhin für die Blüte gehalten wird, sind übrigens nur die (meist) roten Hochblätter. Die eigentliche Blüte des Weihnachtssterns ist außen grün-gelb und mittig rot.

Unsere Weihnachtssterne seien kleine Zuchtformen. Der Weihnachtsstern gehört außerdem zu den Wolfsmilchgewächsen (Euphorbiaceae) und das macht ihn für Allergiker, aber auch Haustiere und Kinder zum Problem. (Zimmerpflanzen: Diese sind für Ihre Haustiere ungiftig und diese sind giftig)

Weihnachtsstern: Deshalb ist er giftig für Haustiere und Menschen

Erwachsene knabbern nun normalerweise nicht am Weihnachtsstern, doch auch Haushalte ohne Kinder oder Tiere sollten vor dem Kauf an Allergien denken. Genauer geht es um den weißen Milchsaft des Weihnachtssterns, der bei Schnitten oder anderen Beschädigungen austritt*. Laut NDR können die Folge Hautreizungen oder auch leichte Vergiftungserscheinungen wie Bauchschmerzen oder Übelkeit sein. (Giftpflanzen im Garten: Das sind die gefährlichsten Arten)

Gefährlich wird es für kleine Kinder oder Haustiere. Für beide Gruppen sollte der Weihnachtsstern daher unerreichbar stehen oder lieber im Supermarkt bleiben. Treten Vergiftungserscheinungen auf, kontaktieren Sie lieber einen (Tier-)Arzt, Kohletabletten und viel Trinken empfiehlt der NDR als Sofortmaßnahme. (Mit diesen fünf Tipps machen Sie Ihren Garten jetzt absolut kindersicher)

Weihnachtsstern: So pflegen Sie ihn richtig

Wie seine Wildform zeigt, muss das Leben eines Weihnachtssterns also nicht nach Weihnachten enden. Gut gepflegt, bleibt er Ihnen lange erhalten. (Weihnachtsdekoration selbst machen: Drei entzückende Ideen für den Garten)

Folgendes ist dabei wichtig:

  • Beim Kauf: Die Blüten sollten laut NDR knospig sein und noch nicht verblüht sein. t-online rät zudem vom Kauf bei gelben Blättern oder zu nasser beziehungsweise trockener Erde ab. Packen Sie den Weihnachtsstern für den Transport gut ein, denn Kälte mag er gar nicht.
  • Der Standort: Er sollte hell und warm sein. Zugluft und Kälte bekommen dem Weihnachtsstern nicht gut und direkte Sonne mag er auch nicht unbedingt. Über eine Heizung sollten Sie den neuen Mitbewohner laut t-online auch nicht stellen und ebensowenig neben Obst: Dessen Reifegase sollen für eine schnellere Alterung der Pflanze sorgen.
  • Gießen: Wie viele andere Pflanzen mag der Weihnachtsstern keine nassen Füße. Staunässe sollten Sie also vermeiden. Besser, laut NDR: Den Wurzelballen einige Minuten in Wasser tauchen. Alternativ können Sie auch Wasser in einen Untersetzer geben und überschüssiges Wasser dann abgießen. t-online rät, nur bei hängenden Blättern oder trockener Erde zu gießen, sonst drohe Wurzelfäule. Das Wasser für den Weihnachtsstern sollte zimmerwarm sein, berichtet merkur.de*. Auch regelmäßiges Düngen muss sein.
  • Blüte: Die ist normalerweise ab November. Da es sich, wie t-online berichtet, aber um eine Pflanze handelt, die aus Äquatornähe kommt, braucht sie entsprechende Lichtverhältnisse. Nicht mehr als 12 Stunden Licht, danach gilt: Lampe aus, sonst blüht er nicht. Abdecken mit beispielsweise einer Schachtel ist laut t-online auch eine gute Alternative. Auch eine zweite Blüte im Sommer sei so möglich.

So kommt Ihr Weihnachtsstern gut über den Winter, danach werden die farbigen Blätter erstmal verschwinden und bei guter Pflege im Herbst wiederkommen. Mehr Pflegetipps gibt zum Beispiel der Mitteldeutsche Rundfunk in einem Video.*merkur.de und 24vita.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Andrea Warnecke/dpa-tmn

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