Hydrokultur war gestern

„Waterplants“ – neuer Wohnzimmer-Trend: Diese Zimmerpflanzen zeigen jetzt „Beine“ im Wasserglas

  • Jasmin Pospiech
    vonJasmin Pospiech
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Was sich für viele nach Unterwasserwelten anhört, ist der neueste Schrei bei Zimmerpflanzen. Diese werden jetzt nicht nur im Glas drapiert, sondern auch deren Wurzeln in Szene gesetzt.

Hamburg – Gartenfreunde haben in der Winterzeit nun im heimischen Grün kaum mehr etwas zu tun. Daher verlegt sich die „Arbeit“ mehr in die eigenen vier Wände. Schließlich mussten einige Pflanzen ins Winterquartier gebracht werden und jetzt umsorgt werden. Andere wiederum legen sich jetzt vermehrt Zimmerpflanzen zu, um diese zu umsorgen und die eigenen vier Wände im Lockdown gemütlicher zu gestalten.

„Waterplants“ zeigen jetzt „Beine“: Diese Zimmerpflanzen im Wasserglas verschönern Ihre eigenen vier Wände

Der neueste Schrei sind die sogenannten „Waterplants“, auf Deutsch etwa: „Wasserpflanzen“. Hierbei wird ein Glas, eine Schale oder eine Vase mit Wasser gefüllt und die Pflanze mitsamt ihrer Wurzeln hineingesetzt. Oben lugt also aus dem Glas die Blüte oder die Blätter der Pflanze heraus, unten im Glas kann man im Wasser die Wurzel sehen. (Regrowing: So züchten Sie Pflanzen aus Gemüse- und Obstresten)

Wie der Florist David Gerisch gegenüber dem Norddeutschen Rundfunk (NDR) berichtet, können alle durstigen Pflanzen im Wasserglas „Beine zeigen“. Doch besonders jene mit kräftigen Wurzeln, wie die Anthurie, die beliebte Monstera oder auch der Fikus gedeihen problemlos im Wasser Ihres hauseigenen Zimmergartens.

Die kleinen Wunderwerke der Natur mit ihren nackten Wurzeln sind zwar bizarr, aber auch besonders schön anzusehen. Zudem brauchen sie keine Erde, weshalb „Waterplants“ zum neuen Trend-Hingucker im Zimmer werden. Dazu nehmen Sie lediglich eine Pflanze der Wahl, topfen sie aus, brausen sie ab und befreien die Wurzeln von der Erde. Eine weitere Deko-Idee für Zimmerpflanzen in Gläsern sind Amaryllis und Hyazinthe im Moosbett.

„Waterplants“ zeigen jetzt „Beine“: Das sollten Sie bei der Pflege beachten

Achten Sie allerdings darauf, dass das Wasser, in das Sie die Pflanze geben, kalkfrei ist. Haben Sie besonders kalkhaltiges Leitungswasser in Ihrer Region, ist es ratsam, es zuvor zu filtern und dann in das Glas zu kippen. Alle 14 Tage oder immer, wenn das Wasser trüb wird, wechseln Sie es. Dabei empfiehlt sich Florist Gerisch zufolge, dem Wasser zudem wenige Tropfen Dünger hinzuzufügen. Das benötigen auch die Zimmerpflanzen im Badezimmer, die ebenfalls mit viel Feuchtigkeit klarkommen.

Da allerdings frisch aus der Erde genommene Pflanzen schnell gammeln und es schwierig ist, alles an Erdrückständen zu entfernen, sollten Sie am Anfang ruhig häufiger das Wasser wechseln.

Rubriklistenbild: © imago images / glasshouseimages

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