Richtig eingepackt

Umzug mit Zimmerpflanzen: So überstehen Ihre Pflanzen alles unbeschadet

  • Franziska Irrgeher
    vonFranziska Irrgeher
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Ein Umzug bedeutet nicht nur für Menschen Stress, auch Zimmerpflanzen leiden oft unter dem Transport. Damit die Pflanzen den Umzug stressfrei überstehen, gibt es aber Tipps.

München – Zimmerpflanzen schätzen Veränderungen oft nicht besonders. Ein Umzug bedeutet zusätzlichen Stress, denn die Pflanze wird dazu meist eingepackt, transportiert und vielleicht kalten Temperaturen oder großer Hitze ausgesetzt. Damit Pflanzenfans und Pflanze den Umzug gut und mit wenig Stress überstehen, gibt es einige Tipps.

Umzug mit Zimmerpflanzen: So überstehen Pflanzen es ohne Schäden

Unsere Zimmerpflanzen stammen meist aus tropischen Gebieten und müssen sich in der Wohnung erst mal akklimatisieren. Denn wo das Gartencenter hohe Luftfeuchtigkeit und Wärme einfach erzeugen kann, wird es in der Wohnung schwieriger. Hat sich die Pflanze dann endlich an ihr neues Zuhause gewöhnt und ein Umzug steht an, bedeutet das erneuten Stress. Auf Stress und Veränderungen reagiert jede Pflanze unterschiedlich, manche werfen alle Blätter ab oder wachsen erst mal überhaupt nicht mehr. Das ist normal und kein Grund zur Sorge.

Ein Umzug bringt jedoch Gefahrenquellen wie kalte oder sehr warme Luft mit sich. Direkte, starke Sonneneinstrahlung im Hochsommer kann ebenso schädlich sein wie eisige Luft im Winter. Die Blätter sollten außerdem keinen Schaden nehmen. Ein Umzug mit Pflanzen ist je nach Sammlung also eine kleine Herausforderung.

Damit der Umzug mit Zimmerpflanzen stressfrei verläuft, sollten folgende Tipps beachtet werden:

  • Schutz gegen Kälte: Wie bereits erwähnt, sind Temperaturschwankungen und Pflanzen keine Freunde. Besonders im kalten Winter ist daher unbedingt guter Schutz der Pflanzen nötig. Auch scheinbar robustere Exemplare können sonst schnell Schaden nehmen. Zeitungspapier zum Einpacken ist geeignet, zusammengeknülltes Papier soll auf die Erde, dann wird die Pflanze mit weiterem Papier eingewickelt. Zudem sind kurze Transportwege sinnvoll und eventuell ein separater Umzug der Pflanzen, damit sie nicht lange irgendwo herumstehen.
  • Gießen vor dem Umzug: Das hängt von der Jahreszeit ab. Im Sommer sollten die Pflanzen unbedingt einen Tag vor dem Umzug gut gegossen werden, im Winter eher nicht, denn das Wasser samt Wurzelballen könnte gefrieren.
  • Düngen: Kräftige, gesunde Pflanzen überstehen Stress und Veränderungen besser. Eine Düngergabe mindestens einen Monat vor dem Umzug ist ratsam. Aber Achtung: Viele Zimmerpflanzen sollten nur im Frühjahr und Sommer gedüngt werden.
  • Die Verpackung: Pflanzen richtig einzupacken, ist eine Herausforderung. Schon im Gartencenter verzweifeln wir manchmal daran. Sinnvoll kann es sein, die Plastikfolie oder das Papier aus dem Gartencenter oder die Verpackung vom Online-Pflanzenversand aufzuheben. Dabei kommt sie dann zum Einsatz. Umzugskartons mit Papier als Trennstoff und Mullbinden für große Blätter können helfen. Für Kakteen und andere wehrhafte Gewächse eignen sich dagegen Maischips. Die gibt es häufig in Kartons von Naturkosmetik oder anderen Unternehmen. Zudem kann mit Maischips sogar im Anschluss gedüngt werden, sie sind meist kompostierbar.
  • Denken Sie an die Umzugshelfer: Kakteen sollten unbedingt gut eingepackt sein und niemanden stechen können. Informieren Sie die Umzugshelfer, dass es sich um lebende Pflanzen handelt und räumen Sie die Pflanzen zuletzt in den Umzugswagen. Große Pflanzen werden meist besser liegend (Erde schützen!) transportiert, so fallen sie nicht um.
  • Der neue Standort: Machen Sie sich mit dem Grundriss und der Ausrichtung des neuen Zuhauses vertraut. Pflanzen sollten unbedingt wieder ähnliche Bedingungen wie in der alten Heimat vorfinden.

Mit diesen einfach umsetzbaren Tipps wird der Umzug stressfreier und die Pflanzen sollten ihn ohne Schäden überstehen.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Westend61

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