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Sukkulenten vermehren: So einfach geht es

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Von: Franziska Irrgeher

Verschiedene Sukkulenten in Töpfen auf einem Tisch.
Pflanzenfans können Sukkulenten einfach vermehren, anstatt neue zu kaufen (Symbolbild). © imago images / Panthermedia

Sukkulenten sind beliebte Zimmerpflanzen. Denn außer zu viel gießen, können Gartenfreunde kaum etwas falsch machen. Fans dieser Pflanzen müssen sich aber nicht unbedingt neue kaufen, sondern können ihre Sukkulenten auch vermehren.

Hamburg – Sukkulenten speichern Wasser und benötigen nicht so viel Wasser. Sie sind also gute Zimmerpflanzen für vergessliche Pflanzenfreunde. Sie lassen sich aber auch recht einfach vermehren.

Sukkulenten vermehren: So geht es

Da die Pflanzen Wasser speichern können, überleben sie auch längere Trockenzeiten gut, so der Norddeutsche Rundfunk (NDR). Sukkulenten sind daher beliebte Zimmerpflanzen, die wenig Arbeit machen. Hübsch sehen sie zudem aus und jede Pflanze ist ein Unikat. (Zimmerpflanzen zurückschneiden: So gehen Sie vor)

Sukkulenten vermehren: So pflanzen und pflegen Sie sie

Obwohl sie Wasser speichern können, mögen auch Sukkulenten keine nassen Füße, bei Staunässe können die Wurzeln faulen. Der NDR rät daher zu einem speziellen Gemisch aus zwei Teilen Erde und einem Teil Sand sowie einem Teil Lava- oder Bimsgranulat. Der Topf sollte mindestens ein Abflussloch haben. Pflanzenfans mischen das Substrat entweder selbst oder kaufen fertiges im Fachhandel.

Sukkulenten mögen es sonnig und brauchen etwa einmal die Woche Wasser, so der NDR. Bestenfalls steht der Topf auf einem Untersetzer, so kann überschüssiges Wasser abgegossen werden. Im Winter tritt laut NDR eine Ruhephase ein, während dieser ist das Gießen weniger oft nötig.

Ein guter Zeitpunkt für die Vermehrung sind Frühjahr und Sommer. Anzuchterde trägt mit zum Erfolg bei. Keimfreiheit ist außerdem das A und O bei der Vermehrung, achten Sie also auf saubere Töpfe.

Sukkulenten vermehren: Vermehrung mithilfe von Kindel und Ableger

Geht es nun an die Vermehrung, ist das relativ einfach. Die Vermehrung erfolgt dabei meist durch Abschneiden der sogenannten Kindel, rät der NDR, das sind Nebensprosse. Diese werden im Anschluss nach kurzem Trocknen in ein eigenes Pflanzgefäß gesetzt. Sie sollten bestenfalls Wurzeln bilden oder haben schon welche. Gut über Kindel vermehren lassen sich zum Beispiel:

Sukkulenten vermehren: Vermehrung durch Stecklinge

Je nach Sukkulenten-Art, so der NDR weiter, eignen sich auch Stecklinge und die Blätter zur Vermehrung und werden ebenso wie die Sprosse abgetrennt. Dabei schneiden Sie das Blatt nicht ab, sondern rupfen oder drehen es vorsichtig ab. Danach sollte die Schnitt- beziehungsweise Bruchstelle einige Tage antrocknen, ehe der Steckling in die Erde kommt. (Katzenminze: So pflanzen und pflegen Sie die winterharte Staude)

Handelt es sich bei Ihren Sukkulenten um Wolfsmilchgewächse, sollten Sie Handschuhe tragen, denn der Saft kann die Haut reizen. Der Saft muss vor dem Stecken gerinnen. Das klappt, indem Pflanzenfreunde die Stecklinge kurz in warmes Wasser tauchen. Leichtes Angießen direkt nach dem Stecken reicht aus. Anschließend etwa ein Mal pro Woche gießen.

Sukkulenten vermehren: Vermehrung durch Teilung oder Aussaat

Samen auszusäen ist wohl die klassischste Form, neue Pflanzen zu ziehen. Da aber nicht alle Zimmer-Sukkulenten regelmäßig Samen bilden, müssen Pflanzenfans dabei oft zu gekauften Samen greifen.

Alternativ eignet sich eine Vermehrung durch Teilung ebenfalls. Das funktioniert aber nur bei bestimmten Arten. Darunter fallen zum Beispiel Fetthenne oder Bogenhanf, denn bei ihnen wachsen mehrere Triebe aus dem Boden. Die Pflanzen können einfach in der Mitte geteilt und neu eingepflanzt werden. Gleiches gilt zum Beispiel für lebende Steine. (Topfrose pflegen: So überlebt sie länger und das sind die Alternativen)

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