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Sukkulenten pflegen – und was schnell zu tun ist, wenn Sie Ihnen zu viel Wasser gegeben haben

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Von: Jasmin Pospiech

Verschiedene Sukkulenten in Töpfen auf einem Tisch. (Symbolbild)
Sukkulenten sind genügsame Pflanzen für Garten, Balkon und Wohnung. (Symbolbild). © imago images / Panthermedia

Sukkulenten sind pflegeleicht, robust und brauchen nur wenig Wasser. Damit sind sie vielseitig einsetzbar und perfekt für alle, die keinen grünen Daumen haben.

Ettenheim (Freiburg) – Ob für den Garten, den Balkon oder die Wohnung: Sukkulenten sind dankbare und pflegeleichte Pflanzen, auch für Leute, die keinen grünen Daumen haben. Schließlich sind sie sehr genügsam und brauchen nur wenig Wasser.

Sukkulenten pflegen – und was schnell zu tun ist, wenn Sie Ihnen zu viel Wasser gegeben haben

Das liegt daran, dass die meisten von ihnen ursprünglich aus sehr trockenen und heißen Gebieten stammen und sich mit den dortigen Gegebenheiten arrangieren mussten. Daher mögen es Sukkulenten auch am liebsten an sonnigen und hellen Plätzchen, allerdings nicht ausgerechnet über dem Heizungskörper im Winter.

Dank ihrer robusten Art erleben Sukkulenten wie die Echeverien wieder einen Boom, besonders bei jungen Leuten, die für ein wenig Farbe und stylisches Grün in den eigenen vier Wänden sorgen wollen.

„Der Reiz von Sukkulenten besteht darin, das sie sehr genügsam sind. Man kann sie auch mal sich selbst überlassen: Weniger Pflege ist mehr“, erklärt Peter Großmann, Leiter der Fachgruppe Sempervivum/Jovibarba in der Gesellschaft der Staudenfreunde den neuen, alten Trend gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. (Sukkulenten vermehren: So geht es)

Sukkulenten pflegen: Fetthenne, Hauswurz oder Kaktus? Diese sind besonders genügsam

Der Name der Sukkulenten leitet sich vom lateinischen Wort „suculentus“ (auf Deutsch etwa: „saftig, saftreich“) ab, da sie durch die harten Umweltbedingungen in Wüsten, Steppen & Co. in der Lage sind, sehr viel Wasser auf einmal in Ihren Blättern, Trieben und/oder Stämmen zu speichern. Nur so können Sie schließlich besonders trockene und lange Phasen überstehen. Hierzulande kennen sie einige Hobbygärtner daher auch als „Fettpflanzen“.

Dennoch gibt es unter den Sukkulenten zahlreiche Arten, darunter die bekannten Agaven (Agavaceae), Dickblattgewächse (Crassulaceae) und Steinbrech (Saxifragaceae). Doch was ist mit den allseits beliebten Kakteen? Diese gehören zwar auch zu den Sukkulenten, „werden allerdings meist als extra Gruppe geführt“, sagt Diplom-Gartenbauingenieurin und Buchautorin Angelika Throll. (Grün, blühend und groß: Was Zimmerpflanzen können und welche Pflege sie benötigen)

Diese Sukkulenten-Arten finden Sie am häufigsten in den Gärten hierzulande:

Zudem brauchen Sukkulenten meist nur wenig Platz, gedeihen und vermehren sich gut und schnell. Damit dies auch gewährleistet ist, brauchen sie allerdings die richtige Grundlage. „Sukkulenten benötigen durchlässige Erde, müssen eher trocken gehalten werden und dürfen auf keinen Fall im Wasser stehen“, erklärt Expertin Throll.

Sukkulenten pflegen: Toilettenpapier hilft, wenn Sie sie übergossen haben

Generell empfiehlt es sich, sich vor dem Kauf über die Eigenheiten der jeweiligen Arten und Sorten zu informieren, sagen die Experten. Schließlich kann ihnen zu viel Wasser sogar schaden, wenn man es gut mit ihnen meint. „Sukkulenten vertrocknen nicht. In der Regel verfaulen sie, weil sie zu viel Wasser bekommen haben“, warnt sogar Sukkulenten-Experte Großmann. (Thujahecke wird kahl und braun: Daran liegt es, und das können Sie tun)

Das sieht Kollegin Throll genau so. „Wenn eine Pflanze die Blätter hängen lässt, heißt das nicht automatisch, dass sie gegossen werden muss. Es kann sogar das Gegenteil heißen: Die Pflanze hat zu viel Wasser bekommen oder steht sogar im wassergefüllten Übertopf.“ (Regentonne leeren: Darum müssen Sie das Wasser unbedingt vor dem Frost ablassen)

Doch was tun, wenn es schon passiert ist? Dann hilft nur noch, das überschüssige Wasser abzugießen und die Erde abtrocknen zu lassen. Kleiner Tipp der Expertin: Toiletten- oder Küchenpapier unter den Topf der Sukkulenten legen. Das zieht Feuchtigkeit aus dem Substrat und die Erde trocknet schneller. (Biomüllbeutel: Deshalb dürfen sie nicht in den Biomüll, und diese Alternativen gibt es) (Mit Material von dpa)

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