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Primeln pflegen: So blühen die schönen Pflanzen lange

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Von: Franziska Irrgeher

Primeln bringen Farbe in den Winter. Als Zimmerpflanzen sind sie recht pflegeleicht, solange ein paar Punkte beachtet werden. Bei Haustieren ist Vorsicht geboten.

München – Primeln bringen Farbe in unsere Häuser und Wohnungen, wenn draußen noch nichts blüht. Die hübschen Pflanzen sind aber leider nicht dauerhaft für den Wohnraum geeignet. Bei der Pflege und dem Standort gibt es ein paar Punkte zu beachten.

Primeln pflegen: So blühen die hübschen Zimmerpflanzen lange

Primeln erwecken bei uns in den Gartencentern erst mal den falschen Eindruck, denn sie werden oft in bepflanzten Schalen, Körben oder in der Zimmerpflanzen-Abteilung angeboten. Tatsächlich verblüht die Pflanze in der Wohnung aber ähnlich schnell, wie Narzissen oder Tulpen als Schnittblumen die Köpfe hängen lassen. Ein Wegwerfartikel sind auch die Schalen und Körbe nicht, denn die Primel fühlt sich nach dem Ausflug in die Wohnung auch draußen wohl. Übrigens können Primeln sowohl zu Kontaktallergien als auch beim Verzehr zu Verdauungsproblemen führen. Für Kinder sowie Haustiere sollten sie daher unerreichbar stehen.

Als Zimmerpflanzen können Primeln kurzzeitig hell, aber nicht in direkter Sonne stehen. Bei der Temperatur gilt: Kühlere Standorte führen zu längerer Blüte. Wenn die Pflanze also längere Zeit bei Zimmertemperatur steht, verblüht sie schnell, ein kühles Treppenhaus oder Ähnliches ist dagegen besser geeignet. Bevor die Pflanzen dann ab März ins Freie dürfen, sollten Pflanzenfreunde sie nach der Blüte aber nicht wegwerfen.

Primeln pflegen: Ab März nach draußen pflanzen

Primeln kommen meist aus dem alpinen Raum und vertragen Frost damit gut, vor allem die bekannte Kissen-Primel. Extreme Fröste in der Nacht verbringt aber auch die Primel lieber unter einem leichten Winterschutz. Daher gilt: Raus ins Freie mit den Topfpflanzen und im Garten einpflanzen, sobald es geht. Das ist meist ab März der Fall.

Nach dem Kauf darf die Primel also bald nach draußen umziehen, natürlich gibt es diverse Arten, manche sind deutlich langstieliger als die Kissen-Primel. Beispielsweise gibt es:

und viele mehr. Viele davon erreichen Wuchshöhen von einem Meter und sind daher perfekt für die Gartenbepflanzung geeignet. Primeln machen sich besonders gut in größeren Gruppen, so kommen die Blüten toll zur Geltung. Die meisten sind mehrjährig und Teppichprimeln eignen sich beispielsweise gut als Bodendecker.

Übrigens: Die Schlüsselblume gehört auch zu den Primeln und steht unter Naturschutz.

Primeln pflegen: Standort und Pflege

Draußen mögen Primeln halbschattige Plätze gerne, aber hierbei gilt das Gleiche wie drinnen: Sonne lässt die Blüten schneller verschwinden. Beim Umpflanzen nach draußen in Gefäße kann eine Drainageschicht helfen, das Substrat sollte hochwertig sein. Direkt im Garten mögen Primeln nährstoffreiche Böden, Kompost mit ins Substrat beim Anpflanzen kann daher helfen. Wie auch vielen Zimmerpflanzen mögen Primeln es leicht feucht, aber nicht nass. Die Rosen-Primel verträgt eher feuchte Böden dagegen gut. Einmal im Frühjahr düngen reicht draußen aus.

Bei der Pflege gibt es wenig zu beachten, verblühte Teile sollten gelegentlich entfernt werden. Das regt die Bildung neuer Knospen an. Direkt nach dem Einpflanzen sollten Hobbygärtner noch einige Wochen gießen, danach kommt die Pflanze bei normalen Bedingungen selbst klar. Der Boden sollte nie ganz austrocknen, aber keinesfalls dürfen die Blüten nass werden.

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