Kanonierblume oder Chinesischer Geldbaum

Pilea (Ufopflanze) pflegen: So bleibt die hübsche Zimmerpflanze schön

  • Franziska Irrgeher
    vonFranziska Irrgeher
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Die Pilea ist eine gern gekaufte und im Grunde pflegeleichte Pflanze. Durch die großen runden Blätter macht auch die Optik der Ufopflanze bei der richtigen Pflege einiges her.

München – Die Pilea peperomioides besticht vor allem aufgrund ihrer schönen Blätter. Die erinnern in ihrer Form ein wenig an Ufos, sind fest, rundlich und sehen hübsch aus. Die Pflanze heißt auch Ufopflanze, Chinesischer Geldbaum, Glückstaler oder Bauchnabelpflanze. Ihre Pflege ist nicht schwer.

Pilea (Ufopflanze) pflegen: So wächst die hübsche Zimmerpflanze schnell

Die Pilea kommt ursprünglich aus China und kann dort in Höhen bis zu 3000 Metern wachsen. Sie gehört zu den Nesselgewächsen und trägt gelegentlich auch den Namen Kanonierpflanze. Das liegt an einer Eigenheit ihrer Pollen: Nach der Blüte können diese den Blütenstaub hinausschießen, eine Wolke schwebt dann über der Pflanze. Die sogenannte Windblütigkeit bringt eine Verteilung mit dem Wind mit sich, so hat die Pflanze einen praktischen Fortpflanzungsmechanismus.

Bei uns ist die Ufopflanze eine beliebte Zimmerpflanze, die sie schon für wenig Geld kaufen können. Aus einer kleinen Pilea wird schnell eine große Pflanze. Panaschiert gibt es sie übrigens auch manchmal.

Pilea (Ufopflanze) pflegen: So geht es richtig

Vorab sei zu sagen: Es besteht Uneinigkeit darüber, ob die Pilea gerne besprüht werden möchte. Testen Sie es selbst, großen Schaden richten Sie damit jedenfalls nicht an. Allgemein kann bei Wasserüberschuss aber ein weißlicher Belag an der Unterseite der Blätter entstehen. Der sieht auf den ersten Blick Schädlingen recht ähnlich, ist aber harmlos. An der Unterseite der Blätter sind runde kleine Öffnungen zu erkennen. Über diese Poren sondert die Pflanze überschüssige Mineralien ab, die dann besagten Belag bilden.

Die richtige Pflege der Pilea (Ufopflanze) ist einfach und selbst winzige Baby-Pflanzen wachsen recht schnell:

  • Schädlinge und Krankheiten: Die sind bei der Pilea glücklicherweise selten. Nur Wurzelfäule droht bei gängigen Pflegefehlern wie Staunässe aufgrund von zu viel Wasser. Ansonsten ist bei billigem Substrat auch ein Trauermückenbefall möglich.
  • Gießen: Wie bereits erwähnt, sind viele der Überzeugung, die Pilea möchte nicht besprüht werden und mag keine nassen Blätter. Andere raten zum Gegenteil. Staunässe sollte beim Gießen unbedingt vermieden werden. Ganz austrocknen darf der Wurzelballen nicht, gießen Sie so, dass die Pflanze ohne Staunässe immer etwas feucht bleibt.
  • Substrat: Bis zum Umtopfen kommt die Pilea gut im Anzuchttopf klar. Sollten Sie ab dem Frühjahr aber doch umtopfen müssen, bietet sich humusreiche Erde für Zimmerpflanzen an, der pH-Wert sollte zwischen 5,5 und 6,5 liegen. Das entspricht vielen gängigen Erden.
  • Düngen: Dabei gilt, was auch für andere Zimmerpflanzen empfohlen wird: Düngen Sie ab März alle 14 Tage. Im Winter seltener.
  • Rückschnitt: Den können Sie im Frühjahr machen, es muss aber nicht sein. Aufgrund des Schneidens wächst die Pilea etwas kompakter.
  • Standort: Das Wichtigste zum Schluss. Die Pilea mag es gerne hell, ohne direkte Sonne. Halbschattig toleriert sie zur Not auch. Bis zu 19 Grad sind als Temperatur gut, zu kalt sollte es nicht werden. Zug verträgt die Pilea nicht gut, im Winter darf es aber immerhin ein kühlerer Standort sein, solange er über fünf Grad Celsius liegt.

Drehen nicht vergessen! Wie andere Pflanzen, richtet sich auch die Pilea beim Wuchs nach der Sonne und kann schnell einseitig wachsen.

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