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Orchideen pflegen: 7 Tipps, wie Sie Ihre Orchideen zum Blühen bringen   

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Stephanie Drewing

Um die Pflege von Orchideen ranken sich viele Gerüchte. Was stimmt wirklich? Wir beantworten die sieben häufigsten Fragen rund um die Pflege von Orchideen-Pflanzen.   

München – Orchideen sind wunderschöne Farbakzente im Haus und Garten, aber ihre Pflege ist manchmal eine kleine Herausforderung. Sie sind nämlich durchaus ein wenig empfindlich. Dabei gehört die Familie der Orchideen zu den artenreichsten Pflanzenfamilien der Welt: Inzwischen sind rund 20.000 wilde Arten und 70.000 Züchtungen auf der ganzen Welt bekannt. Die meisten der gezüchteten Orchideen stammen aus wärmeren Regionen und mögen es daher auch etwas wärmer.

Orchideen pflegen: 7 Tipps, wie Sie Ihre Orchideen zum Blühen bringen   

Bevor Sie eine Orchidee kaufen und mit nach Hause nehmen, prüfen Sie die Pflanzen. Denn nur eine gesunde Orchidee bringt dem Gärtner daheim viel Freude:

Orchideen pflegen: Die häufigsten Fragen

Unter den Zimmerpflanzen haben Orchideen die höchsten Ansprüche. Haben Sie sich vielleicht auch eine Orchidee ins Home Office oder ins Schlafzimmer gestellt und wundern sich, dass sie nicht so richtig gedeiht? Zu den Dauerbrennern unter den Orchideen-Besitzern gehören folgende Fragen:

Haben Sie sich diese Fragen auch schon mal gestellt? Wir verraten Ihnen die Antworten!

Orchideen pflegen: So blühen Orchideen wieder

Mit einem kleinen Trick animieren Sie blühfaule Orchideen dazu, neue Blüten anzusetzen. Halten Sie die Pflanzen sechs Wochen lang nachts bei 16 Grad Celsius, tagsüber etwas wärmer. Beginnen Sie damit jedoch frühestens drei Wochen nach der vorangegangenen Blüte. Diese Erholung sollten Sie den Pflanzen gönnen, obwohl sie grundsätzlich das ganze Jahr über wachsen und blühen können. Blühen wird die Orchidee nur, wenn Standort und Pflege stimmen.

Orchideen pflegen: Diese Erde brauchen Orchideen

Orchideen brauchen Luft an ihren Wurzeln. Sie leben in freier Natur in Astgabeln auf Bäumen ohne jeden Kontakt zum Boden. In normaler Blumenerde würden die Wurzeln ersticken. Der Fachhandel bietet daher Orchideenerde an, die Wasser rasch abfließen lässt. Sie enthält viele grobe Bestandteile wie Rindenstücke, Kokosfasern oder Blähton. Das untere Drittel des Topfes befüllt man stets mit einer Drainageschicht.

Orchideen pflegen: So düngen Sie Orchideen

Hier gilt: Weniger ist mehr. Bei Orchideen gibt der Gärtner während der Wachstumsphase (meist Frühjahr bis Herbst) am besten bei jedem dritten Mal Gießen etwas Dünger ins Wasser, im Winter etwas seltener.

Besonders praktisch und einfach zu handhaben ist flüssiger Orchideen-Dünger. Sie können nichts verkehrt machen, wenn Sie die Dosierungsanleitung beachten. Andere Flüssigdünger enthalten zu viele Nährstoffe und dürfen höchstens in halber Menge verwendet werden.

Orchideen pflegen: So viel Licht brauchen Orchideen

Orchideen fühlen sich im Halbschatten am wohlsten, bei Temperaturen von 18–25 Grad Celsius. Direkte Sonneneinstrahlung vor allem am Mittag mögen sie gar nicht, Dunkelheit aber ebenso wenig. Ideal eignen sich Plätze an Ost- oder Westfenstern. Stehen die Orchideen an einem Südfenster, brauchen sie zumindest im Sommer mittags eine Schattierung, sonst entstehen schnell braune Sonnenbrandflecken. Befinden sich Heizkörper unter den Fensterbrettern, rücken Sie die Pflanzen im Winter so, dass die trockene warme Luft nicht über die Blätter streift. 

Orchideen pflegen: Das machen Sie mit den Wurzeln der Orchideen

Viele Wurzeln zeugen von gutem Wachstum. Schneiden Sie beim Umtopfen so wenig wie nötig zurück, damit sie in den nächst größeren Topf passt. Einige der Luftwurzeln können Sie dabei in die Erde stecken. 

Orchideen pflegen: So topfen Sie Orchideen um

Topfen Sie Ihre Orchidee erst um, wenn der Topf zu klein wird oder die Erde verbraucht ist, also schmierig und vermoost aussieht. Das ist etwa nach zwei bis drei Jahren der Fall.

Wählen Sie einen Termin zwischen Frühjahr und Sommer, warten Sie jedoch stets ab, bis die Pflanze völlig abgeblüht ist.

Orchideen pflegen: Wie oft muss ich die Orchidee gießen?

Die meisten Orchideen gehen ein, weil der Gärtner zu viel gießt. Wässern Sie also reichlich oder tauchen Sie die Pflanzen, lassen Sie aber überschüssiges Wasser stets komplett abfließen. Orchideen vertragen keinerlei Staunässe, dürfen aber auch nie völlig austrocknen.

Wie oft man wässert, hängt vom Standort, der Topfgröße und der Größe der Pflanze ab. Die Fingerprobe verrät, ob Nachschub nötig ist: Stecken Sie den Zeigefinger in die Erde. Fühlt sie sich kühl an, verdunstet Wasser und man braucht noch nicht zu gießen. Auch das Gewicht des Topfes gibt Aufschluss: Ist er sehr leicht, ist die Erde trocken. Einmal alle sieben bis zehn Tage zu gießen, genügt in der Regel. Gießen Sie morgens, die Blätter dürfen nachts nicht nass sein, verwenden Sie abgestandenes, zimmerwarmes Wasser.

Feuchte Luft lieben Orchideen mehr als nasse Füße. Besprühen Sie sie deshalb gelegentlich. Gerne stehen sie auch in einer mit Wasser gefüllten Schale und genießen die Verdunstung.

Wenn Sie diese Tipps einhalten, sollten sich Ihre Orchideen prächtig entwickeln. Orchideen gehören zu den Zimmerpflanzen, die gute Laune machen, daher sind sie definitiv empfehlenswert*. Suchen Sie aber stattdessen Blumen, die ein weniger empfindlich sind, gibt es genügend andere schöne und robuste Zimmerpflanzen oder auch Sukkulenten. *merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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