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Nachhaltige Zimmerpflanzen: Tipps für faire Pflanzen und ihre Pflege

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Von: Franziska Irrgeher

Der Zimmerpflanzen-Hype hält weiter an, doch die Menschen machen sich zunehmen Gedanken um die Umwelt. Sind unsere Zimmerpflanzen wirklich nachhaltig?

Leipzig – Zimmerpflanzen sind seit der Pandemie zu treuen Begleitern vieler Menschen geworden, online und offline tauschen sich unzählige Menschen weltweit über ihr Hobby aus, gerade bei Raritäten gilt: noch außergewöhnlicher, schöner und möglichst selten sollen die Pflanzen sein. Aber sind diese Pflanzen, ihre Produktion und Pflege schlecht für die Umwelt? Wir erklären, wie nachhaltig Zimmerpflanzen sein können und geben Tipps für den Einkauf.

Nachhaltige Zimmerpflanzen: Tipps für faire Pflanzen und ihre Pflege

Im Gartencenter, teils sogar vor dem Supermarkt leuchten sie uns grün und gesund entgegen: Zimmerpflanzen. „Standard“-Pflanzen wie den Bogenhanf oder die Monstera scheint es inzwischen wie Sand am Meer zu geben. Ist das nachhaltig? Folgende Punkte sollten in Bezug auf die Nachhaltigkeit von Zimmerpflanzen hinterfragt werden:

Fest steht, dass viele Pflanzen einen langen Weg hinter sich haben, bis sie bei uns im Handel landen. So berichtet beispielsweise National Geographic online, dass Pflanzen wie Orchideen oder Monstera aus Stecklinge nach Europa kämen. Das Land auf dem Pflanzenpass sei oft nur das letzte Aufzuchtland. Der Mitteldeutsche Rundfunk konkretisiert dies und gibt an, der Pflanzenpass nenne das Land, aus dem die Pflanze eingeführt wurde. So gesehen weiß man damit noch gar nichts über den Transportweg.

Zu sehen sind die Wurzeln einer Zimmerpflanze, von der eine Person Ableger gewinnt (Symbolbild).
Zimmerpflanzen zu vermehren ist meist recht einfach (Symbolbild). © Redeleit/Imago

Nachhaltige Zimmerpflanzen: Plastik vermeiden

Gerade beim Thema Zimmerpflanzen und Plastik gibt es eine ganze Menge Alternativen – beispielsweise abbaubare Pflanztöpfe aus Sonnenblumenschalen. Viele Geschäfte weisen inzwischen explizit darauf hin, wie nachhaltig die Pflanzen verpackt oder verschickt werden, bereits beim Kauf kann also jeder seinen Teil dazu beitragen.

Auch bei der Anzucht lassen sich beispielsweise Töpfe oder Mini-Gewächshäuser schnell durch Upcycling herstellen, all das muss nicht neu gekauft werden. Selbst Gießkannen lassen sich vererben oder verschenken.

Nachhaltige Zimmerpflanzen: Tauschen statt kaufen

Und: Pflanzen müssen nicht immer neu sein. Es gibt beispielsweise auf Social Media immer wieder Tauschbörsen, wo Ableger günstiger Zimmerpflanzen manchmal sogar verschenkt werden. Alternativ bietet es sich an, Stecklinge zu kaufen und selbst großzuziehen oder Pflanzen zu übernehmen, die der Besitzer nicht mehr möchte. Auch teure Raritäten werden online getauscht und als Steckling günstiger gehandelt. Idealerweise achten Sie beim normalen Pflanzenkauf auf Bio-Qualität oder zumindest darauf, wie der Händler mit Schädlingen umgeht.

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Nachhaltige Zimmerpflanzen: Über die Pflanze informieren und Nützlinge einsetzen

Versuchen Sie bei der Erde Torf zu vermeiden, das gilt für Garten- wie auch für Zimmerpflanzen, den Torfabbau zerstört Moore. Ansonsten ist es vor allem wichtig zu wissen, was man sich da eigentlich anschafft. Lesen Sie vor dem Kauf die kurze Beschreibung der Pflanze, recherchieren Sie oder fragen Sie nach, welche Ansprüche die Zimmerpflanze an Standort, Gießen und Dünger stellt.

Je länger die Zimmerpflanze bei Ihnen überlebt, desto sinnvoller und nachhaltiger war der Kauf. Um auch bei der Pflege die Umwelt so wenig wie möglich zu schaden, sollten Sie entweder auf Nützlinge gegen Schädlinge setzen oder auf natürliche Mittel zurückgreifen.

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