Zu sehen sind weiß blühende Lebende Steine (Symbolbild).
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Lebende Steine sind wahre Überlebenskünstler (Symbolbild).

Weniger ist mehr

Lebende Steine: So peppen Sie Ihr Home Office mit den pflegeleichten Pflanzen auf

  • Anna Katharina Küsters
    vonAnna Katharina Küsters
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Sie sehen aus wie kleine Steine, die blühen. Lebende Steine sind Sukkulenten, die sich wunderbar an ihre Umgebung anpassen.

Leipzig – Die zu den Sukkulenten zählenden Lebenden Steine sind Zimmerpflanzen, die die Wintermonate spannend machen. Denn die kleinen kugelförmigen Pflanzen sehen Steinen tatsächlich erstaunlich ähnlich und brauchen relativ wenig Aufmerksamkeit. Sie faszinieren Gartenfreunde nicht zuletzt aufgrund ihrer Fähigkeiten zur Tarnung.

Lebende Steine: So pflegen Sie Lithops als Zimmerpflanze richtig

Lebende Steine haben ihren Ursprung in Südafrika und sind wahre Anpassungskünstler. Die Sukkulenten überleben an Orten, die für andere Pflanzen viel zu rau und unbewohnbar wären, da sie sehr gut Wasser speichern und somit nicht von einer gleichbleibenden Wasserversorgung abhängig sind. Der botanische Name Lithops leitet sich ebenfalls von ihrem äußeren Erscheinungsbild ab. „Lithos“ ist griechisch für Stein und „opsis“ für Aussehen.

Die kleinen Steine sind die perfekten Zimmerpflanzen wie auch andere Sukkulenten. Denn Gartenfreunde können mit ein bisschen Glück sogar die Blütezeit der kleinen Pflanzen beobachten. Die einzelnen Blüten blühen meist nur fünf Tage, dann ist ihre Pracht schon vorüber. In der Regel tragen die meisten Lithops im September ihre Blüten. Im Oktober und November begeben sich die Pflanzen dann in ihre Ruhephase. Weitere Pflege der Lebenden Steine ist in dieser Zeit nicht mehr nötig*, denn sie wachsen nicht mehr und brauchen kaum noch Nährstoffe über Wasser oder gar Dünger aus Wurmkisten.

Lebende Steine: Der perfekte Standort für die Sukkulenten

Die Lebenden Steine brauchen zwar wenig Pflege wie etwa Zimmerpflanzen im Badezimmer. Jedoch benötigen sie den richtigen Standort und die richtige Erde. Denn sonst geht auch diese robuste Pflanze ein. Am besten eignet sich ein möglichst heller Standort wie die Fensterbank oder eine Südseite in einem Wintergarten. Vor Regen sollten die Lebenden Steine jedoch geschützt sein, da ihnen das Wasser sonst schnell zu viel wird. Kühler als zehn Grad Celsius darf es für die Lebenden Steine jedoch auch im Winter nicht sein.

Die Erde der Lebenden Steine sollte besser nicht kalkhaltig und muss besonders wasserdurchlässig sein. Mineralische Kakteenerde und eine Drainageschicht aus Kies empfiehlt hier beispielsweise der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR). Beim Gießen ist weniger immer mehr. Denn bei zu viel Wasser droht Wurzelfäulnis und das Absterben der Pflanzen. Wichtig ist auch, das Wasser nicht in die Spalte zwischen den beiden Blättern zu schütten.

Lebende Steine: Vermehrung durch Aussaat

Bei den über 40 Arten, die es mittlerweile gibt, gibt es Unterschiede im Aussehen der Blätter und der Blüten. So blüht beispielsweise die Lithops optica f. rubra weiß, hat aber einen dunkelroten Blattkörper. Weitere Arten sind zum Beispiel:

  • Lithops ruschiorum
  • Lithops schwantesii
  • Lithops meyeri
  • Lithops lesliei

Wer seine Lebenden Steine vermehren möchte, kann das über die Aussaat ihrer Samen machen. Im Frühjahr sammeln Gartenfreunde die Samen der Steine und legen sie auf ein angefeuchtetes Substrat. Sobald die Samen im Licht stehen, sollten sie nach einiger Zeit keimen. Kühler als 15 Grad Celsius sollte es dabei aber nicht sein. Gartenfreunde sollten zudem wissen, dass sich erst nach etwa drei Jahren die ersten Blüten bilden. Bei den Lebenden Steinen ist also etwas Geduld gefragt. *merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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