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Küchenabfälle als Dünger: Diese eignen sich – und wie sie genutzt werden

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Von: Franziska Irrgeher

Küchenabfälle von etwa Obst, Gemüse oder Kaffee fallen täglich an, doch wegwerfen muss man sie in den seltensten Fällen. Vieles eignet sich als Dünger.

Frankfurt am Main – Wer sich einigermaßen ausgewogen ernährt, der hat täglich Küchenabfälle von Obst, Gemüse und oft auch Dinge wie Tee oder Kaffeepulver als Reste. Natürlich kann das alles in den Biomüll, das wäre aber fast schon Verschwendung. Denn viele vermeintliche Küchenabfälle sind wunderbarer Dünger für Garten- und Zimmerpflanzen.

Küchenabfälle als Dünger: Welche sich eignen und wie sie angewendet werden

Umweltbewusste Köchinnen und Köche wissen: Abfall sind Essensreste meist nicht. Nur ein Bruchteil landet wirklich im Restmüll oder Biomüll. Viele haben daher einen eigenen Kompost im Garten, auf den viele Reste dürfen, einen kleinen Kompost auf dem Balkon oder gar eine Wurmkiste oder einen Bokashi-Eimer. All das liefert vor allem eines: Dünger. Noch einfacher wäre es aber, einige Küchenreste direkt als Dünger zu nutzen. Das braucht manchmal ein wenig Vorbereitung, ist aber eine gute Resteverwertung, ergänzend zu den anderen Methoden.

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Folgende „Abfälle“ aus der Küche eignen sich als Dünger:

Wie das Ganze jeweils funktioniert, erklären wir im Folgenden genauer. Insgesamt gilt: Achten Sie auf die Bedürfnisse der Pflanze, nicht jede Zimmer- oder Gartenpflanze mag jeden Dünger.

Zu sehen sind Eierschalen, teils zerbrochen, in und um einen Mörser mit Stößel (Symbolbild).
Eierschalen lassen sich wunderbar als Dünger nutzen (Symbolbild). © Jürgen Pfeiffer/Imago

Küchenabfälle als Dünger: Bananenschalen verwenden

Bananenschalen eignen sich wunderbar für den Haushalt, zum Putzen von Leder, gegen Mückenstiche oder eben als Dünger. Wichtig nur: Nutzen Sie Bio-Bananen, ansonsten würden Pestizide weitergegeben werden und die wollen vor allem Naturgärtner nicht in ihren Pflanzen.

Als Dünger werden die Schalen zuerst kleingeschnitten und kommen direkt in die Erde oder werden mit heißem Wasser als Sud aufgekocht. Wie man Bananen genau als Dünger nutzt, erklären wir hier.

Küchenabfälle als Dünger: Tee und Kaffee

Bei manchen Getränken bleiben entweder Teebeutel, Blätter oder eben Kaffeepulver übrig. Kaffeesatz liefert beispielsweise Kalium, Phosphor und Stickstoff, zudem lockt Kaffee Regenwürmer an und macht den Boden etwas saurer, gut geeignet also für Pflanzen wie Rhododendron oder Hortensien. Nutzen Sie trockenen Kaffeesatz entweder direkt in der Erde oder aufgelöst im Gießwasser. Ökotest rät etwa alle zwei Wochen zum Düngen mit flüssigem Kaffeesatz.

Tee liefert in etwa das Gleiche wie Kaffee, sollte ebenfalls getrocknet sein oder Sie gießen direkt mit einem Teebeutel in der Gießkanne, der vorher einige Zeit zieht. Zudem gilt: Zu viel Kaffee oder Tee macht den Boden etwas sauer, nicht jeder Rest sollte also in den Pflanzen landen.

Küchenabfälle als Dünger: Eierschalen

Eierschalen liefern der Erde Kalk, daher eignen sie sich vor allem für Tomaten und andere kalkliebende Pflanzen. Vor der Nutzung werden die Schalen zerkleinert, bis sie pulverartig sind und kommen dann ins Gießwasser. Nach rund zwölf Stunden wird das Ganze gesiebt und das Wasser darf dann auch schon genutzt werden.

Küchenabfälle als Dünger: Kartoffelwasser, Mineralwasser und Bier

Bier verschwenden? Beinahe ein schrecklicher Gedanke für viele Menschen, doch oft bleiben kleinere Reste übrig. Auch Mineralwasser sollte lieber getrunken werden, darf aber auch in den Pflanzen landen. Kartoffelwasser eignet sich nur ohne Salz als Dünger*, zudem sollte es abgeküühlt sein, es liefert Kalium und einiges mehr.

Mineralwasser bringt den Pflanzen dem Namen entsprechend Mineralien und eignet sich vor allem gut für Zimmerpflanzen. Bier ist universell einsetzbar, sollte aber mit zwei Teilen Wasser gemischt werden. Der Mythos, man könne mit Bierfallen Schnecken bekämpfen, ist dagegen keine so gute Idee, das Bier kann Schnecken aus der ganzen Nachbarschaft anlocken.

Küchenabfälle als Dünger: Zwiebelschalen und Rhabarberblätter

Auch für Zwiebelschalen gilt: Kurz gekocht und anschließend als Gießwasser verwendet, sind sie ein toller Dünger. Ökotest rät dazu, die Schalen mit heißem Wasser übergossen etwa 30 Minuten ziehen zu lassen. Die kalte Flüssigkeit darf dann auf die Pflanzen.

Auch Rhabarberblätter eignen sich, wenngleich sie nicht ganzjährig in der Küche anfallen. Die Blätter liefern Kalium und auch aus ihnen lässt sich leicht ein Sud zum Gießen machen. Ähnlich wie bei Brennnesselsud müssen die Blätter dafür nur einige Zeit in kaltem Wasser liegen, nach rund einem Tag lässt sich die Flüssigkeit schon nutzen. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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