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Keimsprossen ziehen: Im Winter wachsen die Vitamin-Bomben besonders gut auf der Fensterbank

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Von: Anna Katharina Küsters

Im dunkeln Winter ist es wichtig, genügend Vitamine zu sich zu nehmen. In Keimsprossen stecken davon erstaunlich viele.

Hamburg – Gerade im Winter ist es oft schwer, genügend Vitamine und andere wichtige Nährstoffe zu uns zu nehmen. Denn das Gemüse im Beet ist rar und jeden Tag Kohl zu essen, ist auf Dauer auch keine Lösung. Daher gibt es für den Winter einen Trick, wie wir uns einfach mit solchen Nährstoffen versorgen können: das Ziehen von Keimsprossen. Denn in denen steckt mehr, als so mancher Gartenfreund denken mag.

Keimsprossen ziehen: So gelingt Ihnen die Zucht der Pflanzen ohne Probleme

Unter Keimsprossen verstehen Pflanzenfans die ersten Triebe, die aus Samen von Gemüse- oder Getreidepflanzen heraussprießen. Andere Namen sind zum Beispiel Keimlinge oder Sämlinge. Die kleinen Triebe sind relativ anfällig für zum Beispiel die Umfallkrankheit. Mit der richtigen Pflege ziehen sich Gartenfreunde aber zu Hause wahre Vitaminbomben heran. Denn laut dem Norddeutschen Rundfunk (NDR) enthalten Keimsprossen zum Beispiel:

Der große Vorteil an Keimsprossen ist, dass diese Inhaltsstoffe in ihnen in konzentrierter Form stecken. Teilweise finden sich in ihnen sogar die doppelte Menge an Vitaminen und Co. im Vergleich zu den Pflanzen im ausgewachsenen Zustand. Auch den Bedarf an Vitamin C im Winter helfen Sprossen abzudecken. Menschen mit Mineralstoffmangel sind ebenfalls gut versorgt, wenn sie Sprossen in ihre Ernährung integrieren, denn Eisen, Zink, Kalium, Kalzium und Magnesium bringen Keimsprossen genügend mit. Gut eignen sich Sprossen beispielsweise auch für eine Ernährung bei Arthrose.

Keimsprossen ziehen: So haben Sie innerhalb kürzester Zeit frische Sämlinge

Gründe genug, um sich im Winter dem Ziehen von Keimsprossen zu widmen. Das geht schneller als mancher Gartenfan meint und ist meist von Erfolg gekrönt. Zum Ziehen von Sprossen brauchen Pflanzenfreunde:

Die Saat füllen Pflanzenfreunde in ein Glas und übergießen es mit warmen Wasser. Dann muss das Gemisch an einen hellen Ort wie zum Beispiel die Fensterbank. Darin ziehen die Samen nun etwa 14 Stunden, bis das Wasser aus dem Glas in den Abfluss kommt und die Keimsprossen abgespült wieder in das Glas*. Dieses Mal kommt kein Wasser hinzu. Als Glasdeckel nehmen Bastelfreunde etwas Mull oder ein anderes Tuch und decken das Glas damit ab. Ein Gummiband um den Stoff herum gibt dem Stoffdeckel Halt.

Nach etwa einem Tag die gekeimten Samen wieder herausholen, abspülen und zurück ins Glas legen. Diesen Vorgang wiederholen Pflanzenfreunde etwa eine Woche, dann haben die Keimsprossen eine gute Größe erreicht und können im Essen ihren Platz finden. Ein Tipp: Um Schimmelbefall zu vermeiden, spülen Gartenfreunde die Keimsprossen während der Aufzucht möglichst gründlich ab. *merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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