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Hyazinthen als Zimmerpflanzen: So pflegen Sie sie zur Weihnachtszeit richtig

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Anna Katharina Küsters

Zu sehen sind ein Paar Hände in Handschuhen, die eine Hyazinthen-Zwiebel umtopfen (Symbolbild).

Vor dem Aufenthalt im Kühlschrank müssen Gartenfreunde Hyazinthen umtopfen (Symbolbild). © imago images / agefotostock

Hyazinthen lassen sich als Zimmerpflanzen auch gut zur Weihnachtszeit in die Wohnung stellen. Bei der Pflege sollten Gartenfreunde auf ein paar Dinge achten.

Leipzig Zimmerpflanzen gibt es viele zur Auswahl, doch nicht längst alle blühen auch im Winter. Die Hyazinthe ist daher eine Möglichkeit, sich auch an den Weihnachtstagen etwas Blühendes ins Haus zu stellen. Eigentlich ist die Hauptblühzeit der Hyazinthe im Frühling, doch mit ein paar Tricks haben Gartenfreunde auch im Dezember schon blühende Exemplare in der Wohnung.

Hyazinthen als Zimmerpflanzen: So pflegen Sie sie zur Weihnachtszeit richtig

Ihren Ursprung hat die Hyazinthe in Zentral-Asien und auf dem Balkan. Sie gehört zur Familie der Spargelgewächse, auch wenn sie dem üblichen Spargel gar nicht ähnlich sieht. Laut dem Mitteldeutschen Rundfunk blüht die Hyazinthe draußen im Beet zwischen März und Mai. Doch mit der richtigen Pflege gelingt es, diese Blütezeit für innen stehende Hyazinthen über das ganze Jahr zu strecken.

Hyazinthen, die im Blumenbeet des Gartens die ersten Frühlingsboten sein sollen, pflanzen Gartenfans als Blumenzwiebel im Herbst ein. Um Hyazinthen als Zimmerpflanzen zu nutzen, kaufen Pflanzenfans diese am besten in Töpfen im Fachhandel. Nachdem sie geblüht haben, müssen sie die Stängel abschneiden und die Blätter an der Pflanze lassen. Schritt für Schritt verringern Pflanzenfans nun die Wasserzugabe. Sind die Blätter welk, dürfen sie ab.

Nun kommt das Entscheidende, um die Pflanzen wieder zum Blühen zu bringen: der Kältereiz. Die Zwiebel der Hyazinthe topfen Gartenfreunde um, lassen diese im Herbst noch etwa zwei bis drei Wochen mit feuchter Erde im Zimmer stehen. Dann kommt die Hyazinthe in den Kühlschrank ins Gemüsefach. Nach etwa acht Wochen haben sich einige neue Triebe entwickelt und die Pflanze darf aus ihrem Kälteaufenthalt heraus.

In neuer Erde und neuem Topf braucht die Hyazinthe dann noch ein wenig Zeit, um erste Blütenknospen zu bilden. Diese Zeit sollte sie bei etwa zehn Grad Celsius an einem hellen Ort verbringen. Danach kann die Blume problemlos auf die Fensterbank und Pflanzen wie den Weihnachtskaktus, den Weihnachtsstern oder andere Weihnachtsbeleuchtung in der Wohnung ergänzen.

Hyazinthen als Zimmerpflanzen: So fühlt sie sich am wohlsten

Hat die Zwiebel die erwünschten Triebe und Blüten gebildet, ist es wichtig, dass die Pflanze an der richtigen Stelle im Zimmer steht. Helligkeit sollte bei der Hyazinthen-Pflege großgeschrieben werden. Die Fensterbank ist also ein guter Platz, solange sich nicht direkt darunter eine Heizung befindet*. Denn zu viel Wärme verträgt die Blume nicht. Auch ein Wintergarten ist perfekt geeignet für die Hyazinthe. Dort bekommt sie von allen Seiten Licht und im besten Fall sogar noch etwas Sonnenstrahlen ab.

Wie viele Weihnachtspflanzen ist auch die Hyazinthe giftig. Allerdings nur gering. Die Inhaltsstoffe, die gefährlich sein können, sind folgende:

Gartenfans tragen also am besten Handschuhe, wenn sie mit der Pflanze arbeiten. Denn auch Hautkontakt mit den Inhaltsstoffen kann zu Reizungen führen. Wer Teile der Hyazinthe in den Mund nimmt oder gar isst, wird Symptome wie Übelkeit, Magenkrämpfe und Erbrechen erleiden. Von Kindern und Haustieren sollten Pflanzenfans die Hyazinthe also fernhalten. *merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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