Besser Luft in Räumen

Grüne Wand: So leicht begrünen Sie geschmackvoll Ihre Bilderrahmen

  • Anna Katharina Küsters
    vonAnna Katharina Küsters
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Eine grüne Oase im Bilderrahmen an der Wand zieht nicht nur neugierige Blicke auf sich, sondern verbessert auch das Raumklima.

München – Bisher halten sich die Balkon- und Gartenarbeiten noch in Grenzen. Daher steht die Zimmerpflanzenpflege im Fokus vieler Gärtnerinnen und Gärtner. Wer etwas Neues ausprobieren möchte, kann sich an einer vertikalen Bepflanzung im Wohnzimmer probieren. Die sogenannte grüne Wand erfrischt das Raumklima und bringt wortwörtlich Leben ins Innere.

Grüne Wand: So versorgen Sie die Pflanzen richtig

Grüne oder lebende, vertikale Wände sind ein absoluter Hingucker in jedem Zimmer. Vertikal gepflanztes Grün, das nicht in Töpfen steht, sondern in einem Bilderrahmen an der Wand, beeindruckt. Gartenfreunde können sich neben Regrowing, der intensiven Pflege von Zimmerpflanzen und der Anzucht von Balkonblumen im Vorfrühling noch eine dieser grünen Wände zulegen. Dabei gibt es jedoch einiges zu beachten.

Zum einen müssen Gartenfreunde für ein entsprechendes Pflanzsystem sorgen. Denn die Pflanzen hängen keinesfalls von alleine an der Wand, sondern haben eine ausgefeilte Befestigung im Hintergrund. Wer seine Pflanzen beispielsweise in einen Bilderrahmen pflanzen möchte, braucht ein entsprechendes Bewässerungssystem im Hintergrund. Das erleichtert später das Gießen enorm, denn dauerndes Besprühen mögen die meisten Pflanzen nicht und mit der Gießkanne das Wasser an die Wand zu werfen, ist auch keine gute Idee. Ein Bewässerungssystem wie auch Draht, Steinwolle und Plastikfolie als Isolierschutz gibt es im Fachhandel zu kaufen. Dort erhalten Gartenfreunde auch Hilfe beim Zusammenbau und Tipps, wie die Bilderrahmenkonstruktion am besten an der Wand zu befestigen ist.

Gründe Wand: So gehen Sie mit Luftfeuchtigkeit und Schädlingen um

Gartenfreunden muss klar sein, dass die ungewöhnliche Raumbepflanzung neben Bewunderung und Freude auch Schimmel und Schädlinge mit ins Haus bringen kann. Da die meisten Pflanzen an der Wand in Steinwolle wachsen, herrscht eine hohe Luftfeuchtigkeit im Raum. Steinwolle gibt beinahe 85 Prozent des Gießwassers wieder an den Raum ab. Das erhöht die Gefahr für Schimmelbildung in den eigenen Wohnräumen, weswegen Gartenfreunde stetig die Wände kontrollieren und ausreichen lüften sollten.

Auch Schädlinge sind ein eher lästiges Thema, wenn es um grüne Wände geht. Denn nicht nur die Pflanzen leben bei diesen Konstruktionen, sondern auch das ein oder andere Ungeziefer. Aufgrund der engen Lage der Pflanzen fühlt sich der ein oder andere Schädling besonders wohl und kann nur mit regelmäßigem Abstauben der Blätter oder ökologischem Blattdünger bekämpft werden. Den sprühen Gartenfreunde von Zeit zu Zeit auf die Blätter und helfen den Pflanzen so, sich gegen unerwünschten Besuch zu wehren.

Grüne Wand: Diese Pflanzen fühlen sich drinnen wohl

Die Art der Bepflanzung der grünen Wand hängt davon ab, ob sie drinnen oder draußen hängt. Befindet sie sich an einer Wand im Inneren, müssen Gartenfreunde Pflanzen auswähle, die mit weniger Licht auskommen und wenig Wasser benötigen. Gut eignen sich zum Beispiel:

  • Schwertfarn
  • Hasenfußfarn 
  • Lousianamoos
  • Waldmoos
  • Rentierflechte
  • Efeu
  • Dreimasterblume
  • Pfeilwurz
  • Rutenkaktus
  • Blumenmarante

Aus Moos lassen sich neben grünen Wänden übrigens auch tolle Gartenbepflanzungen zaubern, wenn es dort zu schattig und feucht für Rasen ist*. Mit der richtigen Pflege machen Gartenfreunde mit diesen Pflanzen an der Wand nichts falsch und holen sich neben einem verbesserten Raumklima auch gute Laune ins Haus. *merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Rubriklistenbild: ©  IMAGO / Xinhua

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