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Granatapfel als Zimmerpflanze: So ernten Sie die wertvollen Kerne bald in Ihrem Wohnzimmer

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Von: Anna Katharina Küsters

Der Granatapfelbaum mag es sonnig und warm. In Deutschland wächst er im Freien daher eher selten. Doch Gartenfreunde können ihn sich ins Wohnzimmer holen.

München – Mit ein bisschen mehr Platz im Wohnzimmer lassen sich südländisches Flair und eine gute Vitaminquelle direkt ins eigene Haus holen. Denn der Granatapfelbaum braucht zwar die richtige Pflege, doch dann belohnt er uns auch im Inneren mit seinen leckeren, gesunden Kernen. Um den Wuchs der Pflanze zu minimieren, muss die richtige Sorte her.

Granatapfel als Zimmerpflanze: So ernten Sie die wertvollen Kerne bald in Ihrem Wohnzimmer

Die Frucht des Granatapfelbaums (Punica granatum) ist seit Jahrhunderten bekannt und wird oft als Symbol der Fruchtbarkeit und Macht genannt. Die Pflanze gehört zur Familie der Weiderichgewächse und stammt ursprünglich wahrscheinlich aus Asien. Neben seinen Früchten sind aber auch seine Blüten und seine Blätter begehrt. So wundert es nicht, dass der Granatapfelbaum auch in vielen Orangerien zu finden ist. Warum dann nicht auch im eigenen Wohnzimmer?

Dabei kommt es vor allem auf die richtige Sortenwahl an. Denn Granatapfelbäume können unter freiem Himmel bis zu fünf Meter hochwachsen, was für das Wohnzimmer in den meisten Fällen eindeutig zu hoch ist. Es gibt jedoch auch einige Zwergsorten, die eine Höhe von anderthalb Metern in der Regel nicht überschreiten. Gartenfreunde müssen sich also vorher im Fachhandel darüber informieren, welche Sorten sie vor sich haben. Des Weiteren brauchen Granatapfelbäume einen Platz im Wohnzimmer, der folgende Kriterien erfüllt:

In einem Terracotta-Topf fühlen sich Granatapfelbäume wohl. Der sollte jedoch von Anfang an ausreichend groß sein, damit die Pflanze nicht jedes Jahr in einen neuen Topf umziehen muss.

Granatapfel als Zimmerpflanze: Diese Erdmischung und Temperatur braucht der Baum zum Wachsen

Granatapfelbäume stehen am liebsten in recht trockenem, sandigen Boden. Die Pflanze braucht viele Mineralien in ihrem Substrat, weswegen eine Mischung aus Sand, Dünger und Substrat wichtig ist. Der Kübel für den Granatapfelbaum sollte mit folgender Mischung befüllt sein: zwei Teile Sand, ein Teil Kübelpflanzensubstrat, ein Teil Torfmoos. So erhält der Baum eine lockere Erde als Zuhause, in der er sich sicherlich wohlfühlt. Gartenfreunde setzen den Wurzelballen in den Kübel und füllen selbigen mit der gemischten Erde. Dann gießen Sie die Pflanze gut an.

Die Wahl des Standortes ist entscheidend für das Wachstum. Denn bekommt der Granatapfelbaum nicht fünf bis sechs Stunden Sonnenlicht pro Tag, geht er ein. Daher hilft eine Pflanzenlampe in dunkeln Wintermonaten und verregneten Frühlings- sowie Herbstwochen. Die Temperatur im Raum spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Im Winter sollte die Raumtemperatur in der Nacht bei etwa vier Grad Celsius liegen. Der Baum braucht diese Ruhephase, um im Frühjahr wieder alle Kraft für seine Früchte und Blüten zu haben.

Im Frühjahr darf die Temperatur in der Nacht dann bei maximal 15 Grad Celsius liegen. Gartenfreunde arbeiten am besten mit einem Thermometer, um dem Baum die besten Bedingungen zu bieten. In einem Gewächshaus sind diese kühlen Temperaturen und Lichtverhältnisse im Winter meist besser einzuhalten.

Granatapfel als Zimmerpflanze: Auf die richtige Wassermenge kommt es an

Beim Gießen müssen Pflanzenfreunde etwas aufpassen. Allzu lange Trockenperioden und Staunässe verträgt der Baum nicht, die Erde sollte immer gleichbleibend feucht, aber nicht nass sein. Ab August kann dann die Wasserzufuhr zurückgehen. Steht der Baum nach dem Gießen in Wasser, sollten Gärtnerinnen und Gärtner jegliches überflüssiges Wasser wegschütten. Ab August sollten Gartenfreunde nicht nur das Gießen, sondern auch die Düngerzugabe reduzieren. Vorher lohnt es sich, den Baum alle zwei Wochen mit Flüssigdünger zu versorgen.

Granatapfelbäume tragen in der Regel im Inneren seltener Früchte, als wenn sie draußen wachsen. Doch mit der richtigen Pflege können Gartenfreunde auch innen von den leckeren Früchten profitieren. Wer den Apfel vorsichtig und mit der richtigen Technik öffnet, kann die Kerne ohne Sauerei in der Küche ins Müsli geben, die Granatapfelkerne mit Spinat als Salat verzehren* oder daraus ein leckeres Granatapfel-Porridge kreieren. *fuldaerzeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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