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Grillen in der Stadt: Diese Dinge müssen Sie dabei beachten

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Von: Eva Goldschald

Grillen gehört zum Sommer einfach dazu. Wer keinen Garten hat, verlegt die Grillstelle oft auf öffentliche Plätze oder den Balkon. Doch beim Grillen in der Stadt gibt es einiges zu beachten.

München – Knackiges Gemüse, deftige Soßen und saftiges Fleisch – laut einer Statista-Umfrage vom Jahr 2019 ist ein Sommer ohne Grillen für die Deutschen kein richtiger Sommer. Nur 35 Prozent stimmen zu, dass Grillen Männerarbeit und die Zubereitung Aufgabe der Frauen ist. Am liebsten grillen die Deutschen mit Holzkohle. Gerade bei dieser Art des Grillens sollte man sich an einige Bestimmungen und Regeln halten.

Grillen in der Stadt: Diese Dinge müssen Sie beachten

Immer wieder gibt es Beschwerden von Nachbarn, die sich über Grillgeruch oder gar Lärmbelästigung von Nachbarn ärgern. Einzelne Gerichtsurteile legten fest, wie oft und sogar zu welchen Uhrzeiten gegrillt werden darf. Dabei unterscheiden sich die Bestimmungen deutlich. Mache erlauben es nur vier Mal im Jahr zu grillen, andere einmal im Monat oder auch 25 Mal im Jahr. Eine allgemein gültige Regelung gibt es allerdings nicht. In manchen Mietverträgen ist festgelegt, wie oft, ob und mit welchen Materialien gegrillt werden darf. Auch ein Gespräch mit den umliegenden Nachbarn ist zu empfehlen, wenn deren Balkon genau unter, über oder nebenan liegt. Wer trotz Verbot grillt, muss mit einer Abmahnung oder gar Kündigung der Wohnung rechnen.

Beim Grillen selbst gibt es drei verschiedene Möglichkeiten:

Aufgrund der Brandgefahr und auch Rauch- und Schmutzentwicklung eignen sich vor allem Gas- und Elektrogrills für das Grillen auf dem Balkon.

Grillen in der Stadt: Das gilt auf öffentlichen Plätzen

Wer keinen eigenen Garten hat, findet in manchen Städten und in Parks öffentliche Grillplätze, die zu bestimmten Tageszeiten genutzt werden dürfen. Je nach Stadt sind diese ausgeschildert oder auf den jeweiligen Homepages der Städte gelistet. In Berlin gibt es beispielsweise öffentliche Grillplätze in Parks, in München eigene Zonen entlang der Isar. Damit solche Plätze auch künftig erhalten bleiben, sollte man sich an einige Regeln halten. In München gelten zum Beispiel folgende:

Eine Anmeldung zum Grillen ist nicht erforderlich. Wer zuerst kommt, hat den Platz. Auch die Anzahl der grillenden Personen ist nicht festgelegt. Nutzt man Stellen, die nicht offiziell gekennzeichnet sind, muss man mit einem Bußgeld rechnen. Laut Bußgeldkatalog liegt das Verwarngeld für Wild-Grillen zwischen fünf Euro, wie in Leipzig und Münster und 120 Euro in Frankfurt am Main. In Düsseldorf und Essen gibt es in der Regel kein Verwarngeld. Grillt man trotz Verwarnung weiter, muss man allerdings überall mit einem Bußgeld bis zu 5.000 Euro rechnen.

Grillen in der Wildnis, also Wäldern, Naturschutzgebieten und landschaftlichen Flächen ist generell verboten. Aktuell herrscht wegen der hohen Temperaturen auch eine erhöhte Brandgefahr. Vielerorts wurden kleinere Waldbrände durch Grillfeuer * ausgelöst. Bevor man den Platz verlässt, sollte man deshalb auch das Feuer komplett löschen. Neben der Auswahl des richtigen Platzes sollte auch jeder seinen Müll nach dem Grillen wieder mitnehmen.

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