1. 24garten
  2. Mein Garten
  3. Urban Gardening
  4. Dachgarten & Terrasse

Pflasterfugen begrünen: Wie Sie ungewolltes Unkraut ersetzen

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Anna Katharina Küsters

Zu sehen ist eine breite Pflasterfuge, in der Mauerpfeffer wächst (Symbolbild).
Mauerpfeffer wächst in einer Pflasterfuge (Symbolbild). © imago images / imagebroker

Ständiges Fugenkratzen gehört nicht zu den liebsten Aufgaben eines Gärtners. Um sich das zu ersparen, können Gartenfreunde die Fugen auch mit schönen Pflanzen begrünen.

München – Eine gepflasterte Terrasse sieht nicht nur schön aus, sondern bringt von Zeit zu Zeit auch Arbeit mit sich. Denn in den Fugen und Ritzen zwischen den einzelnen Pflastersteinen fühlt sich Unkraut besonders wohl und breitet sich schnell aus. Damit Gärtnerinnen und Gärtner nicht das ganze Jahr über regelmäßig Unkraut herauskratzen müssen, sollten sie über eine Begrünung der Fugen nachdenken.

Pflasterfugen begrünen: Wie Sie dem Unkraut zuvorkommen

Unkraut ist zäh und kehrt immer wieder zurück. Besonders in Pflastersteinfugen ist der Unkrautwuchs kaum einzudämmen, denn an dieser Stelle finden die Pflanzen beste Lebensbedingungen. Der erste Schritt zu begrünten Fugen ist also, ein allerletztes Mal das passende Gartenwerkzeug herauszuholen und das nicht gewünschte Kraut aus den Fugen zu kratzen. Ist über die vergangenen Monate sehr viel Unkraut gewachsen, kann auch ein Abflammgerät helfen. (Rasen: In fünf Schritten zur winterfesten Grünfläche)

Ist das Unkraut entfernt, sollten Gartenfreunde sicherstellen, dass die Fugen auch tief genug sind. Denn nur dann haben die verschiedenen Wunschpflanzen auch genügend Raum und Erde, um richtig anzuwurzeln. Sind die Fugen tief genug, helfen Gärtnerinnen und Gärtner dem Einwurzeln der neuen Pflanzen, indem sie in die Ritzen frische, lockere Erde geben.

Zwei Dinge sollten Gartenfreunde dabei jedoch beachten: Auf Wegen, über die regelmäßig und oft Personen laufen, ist eine Begrünung schwierig. Ständige Fußtritte von oben verkraften viele Pflanzen nicht. Daher sollten sich Gärtnerinnen und Gärtner lieber auf die Ränder der Wege konzentrieren. (Federgras: Die neue Trendpflanze – So pflanzen und pflegen Sie es richtig)

Ein weiterer Punkt ist, dass die Fugen nicht zu schmal sein dürfen. Bei einer Breite unter zwei Zentimetern überleben nur recht widerstandsfähige Pflanzen. Bei breiteren Ritzen schmücken auch kleine Polsterpflanzen und Blumen den Weg. Es hilft zudem, in breitere Fugen in regelmäßigen Abständen kleine Steinchen einzusetzen, damit die Pflanzen vom Regenwasser zehren können und das Wasser nicht sofort das Substrat wegschwemmt.

Pflasterfugen begrünen: Das wächst gut in schmalen und breiteren Fugen

Sind die Pflasterfugen auf der Terrasse gereinigt und von allem ungewollten Unkraut befreit, geht es an die Pflanzenauswahl. Für eine Begrünung der Fugen eignen sich zum Beispiel:

Bruchkraut ist zum Beispiel auch für mehr begangene Teile eines Weges oder einer Terrasse geeignet. Das Kraut ist recht trittfest und robust. Auch die Korsische Minze freut sich über Fußtritte des Menschen, denn aufgrund des Auftritts verströmt die Minze ihren herrlichen Duft. Für das Pfennigkraut sollten Gärtnerinnen und Gärtner einen halbschattigen Ort wählen und darauf achten, dass die Pflanze nicht zu trocken steht. (Laub entfernen: Hier ist es nötig und so ist die Rechtslage für den Gehweg)

Wer seine Pflasterfugen begrünt, hat letztlich also weniger Arbeit und eine schönere Terrasse oder einen hübscheren Gartenweg.

Auch interessant