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Regenfeste Pflanzen: Diesen Blumen machen starke Regenschauer nichts aus

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Von: Anna Katharina Küsters

Regenfeste Pflanzen sind besonders zur Zeit von Sommergewittern beliebt als Balkonbepflanzung. Denn trotz starken Regens bleiben die Blüten meist erhalten.

München – Besonders Balkonblumen sind Regenschauern in der Regel schutzlos ausgeliefert. So müssen Gartenfreunde zwar nicht mehr gießen, die Blüten und Blätter der Pflanzen sehe nach dem Regen aber meistens nicht mehr so schön aus. Wer keinen extra Regenschutz aufbauen möchte, sollte sich direkt regenfeste Pflanzen auf den Balkon setzen.

Regenfeste Pflanzen: Diese Arten haben mit Nässe kein Problem

Dieses Frühjahr ist kälter und nasser als viele Jahre zuvor. Was Menschen oft als störend wahrnehmen, pflegt Pflanzen und Umwelt in der Regel aber. Denn auch wenn der ständige Regen stört, so kann die Landschaft das Wasser gut gebrauchen und saugt sich vor einem heißen Sommer voll wie ein Schwamm. Auf dem Balkon sieht die Situation jedoch leider etwas anders aus. Die Blumen haben dort nicht so viel Erdreich, in dem sie das Regenwasser speichern könnten und es entsteht schnell Staunässe. Außerdem zerstören die Regenschauer mitunter auch die Blütenpracht und zurück bleiben nur noch recht kläglich aussehende Blumen.

Doch dafür gibt es Abhilfe, denn einige Pflanzen tragen nicht ohne Grund das Attribut regenfest. Regenfeste Pflanzen sind zum Beispiel:

In der Regel sind besonders ungefüllte Blütenköpfe robuster, denn sie sind leichter und knicken bei starkem Regen nicht so schnell ab.

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Regenfeste Pflanzen: Hängegeranien und Fuchsien

Sie gelten als absolute Klassiker auf dem Balkon und das nicht ohne Grund. Hängegeranien und Fuchsien trotzen nämlich ohne Probleme vielen und starken Regenschauern. Hängegeranien heißen aus botanischer Sicht eigentlich Pelargonium peltatum, sind also Pelargonien. Sie gehören zur Familie der Storchschnabelgewächse und haben ihren Ursprung in Südafrika. Wer seinen Balkon schnell in ein Blütenmeer verwandeln möchte, der ist mit der Hängegeranie bestens bedient. Von Mai bis Oktober zieren die Pflanze kleine, violette, rosafarbene oder weiße Blüten, die immer wieder nachwachsen. Die kleinen Blüten machen die Pflanze auch so wetterrobust, denn große Regentropfen machen ihnen wenig aus.

Zu sehen ist ein Balkon aus Holz, an dem ein Kasten mit roten und orangefarbenen Hängegeranien hängt (Symbolbild).
Hängegeranien gehören zu den beliebtesten Balkonpflanzen (Symbolbild). © Udo Kröner / Imago

Ähnlich sieht es bei der Fuchsie aus. Auch sie ist auf vielen Balkonen vertreten und kommt ebenfalls von weit her. Ihre Heimat ist in Mittel- und Südamerika sowie Neuseeland und Tahiti. Die Pflanze lässt sich für besonders kleine Balkone auch als Spalier ziehen und trägt von März bis Oktober Hunderte grazile, glockenförmige Blüten. Das macht die Fuchsie, wie auch Begonien, Petunien, Hortensien und Gerbera, zu idealen Dauerblühern auf dem Balkon*. Ein weiterer Vorteil dieser Balkonpflanze ist, dass sie sich besonders an schattigen Plätzen wohlfühlt. Gartenfreunde mit einem Nordbalkon liegen mit der Fuchsie also richtig. Winterharten Sorten macht auch starker Regen nichts aus.

Zu sehen sind die glockenförmigen, rosafarbenen Blüten einer Fuchsie (Symbolbild).
Den Blüten der Fuchsie machen Regenschauer nichts aus (Symbolbild). © blickwinkel / Imago

Regenfeste Pflanzen: Ausgefallenere Alternativen

Wer etwas Abwechslung auf seinen Balkon bringen möchte, der kann auch zu weniger bekannten, regenfesten Pflanzen wie Wicken und Jasmin-Nachtschatten greifen. Wicken eignen sich hervorragend für einen Bauerngarten und gehören aus botanischer Sicht zu den Platterbsen, somit also zur Familie der Schmetterlingsblütler. Ihren Ursprung hat die Pflanze in Italien, sodass sie in Europa heimisch ist und so Insekten wie Bienen hierzulande eine Menge zu bieten hat. Gartenfreunde sollten bedenken, dass die Wicke eine Kletterpflanze ist und deswegen auch auf dem Balkon immer ein Rankgitter braucht. Wenn die Pflege passt, dann belohnt die Wicke ihre Besitzer von Juni bis September mit einem Blumenmeer, das sogar sehr intensiv duftet. Wer die verblühten Blütenköpfe immer wieder absammelt, erzielt eine noch prächtigere Blüte der Wicke*.

Zu sehen ist die pinke Blüte einer breitblättrigen Platterbse, auch Wicke genannt (Symbolbild).
Wicken gehören zu den Platterbsen (Symbolbild). © M. Kuehn / Imago

Weniger in die Höhe, dafür mehr in die Breite geht es mit dem Jasmin-Nachtschatten. Jasmin bringt im Sommer viele kleine, weiße Blüten hervor und braucht außer regelmäßigem Dünger nicht viel Pflege. Dafür eignet sich am besten Flüssigdünger, den Gartenfreunde ins Gießwasser hinzugeben. Im Winter muss der Jasmin jedoch ins Haus, denn die Pflanze ist sehr frostempfindlich. Wer lieber auf eine stark duftende Variante setzen möchte, sollte sich Arabischen Jasmin auf den Balkon stellen.

Zu sehen sind viele kleine, weiße Blüten des Jasmin-Nachtschattens (Symbolbild).
Jasmin-Nachtschatten eignet sich gut als Kübelpflanze (Symbolbild). © blickwinkel / Imago

Regen sollte Gartenfreunde also in keinem Fall davon abhalten, eine Blütenpracht auf den Balkon zu holen. Denn viele Pflanzen eignen sich auch, wenn das Wetter mal nicht so mitspielt. *Merkur.de und heidelberg24.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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