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Kübelpflanzen entspitzen: Neue Frisur für Ihre Blumen

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Anna Katharina Küsters

Auch Kübelpflanzen brauchen von Zeit zu Zeit einen neuen Schnitt. Besonders wenn sie noch im Winterquartier stehen, das Frühjahr aber schon da ist. Entspitzen lautet dabei das Zauberwort.

München – Kübelpflanzen sind auf Terrassen und Balkonen in allen Formen, Größen und Farben zu finden. Im Winter müssen die meisten Pflanzen jedoch ins Winterquartier, um nicht zu erfrieren. Sobald sich neue Triebe bilden, ist es dann an der Zeit für Gartenfreunde, über das Entspitzen in das Wachstum der Pflanze einzugreifen.

Kübelpflanzen entspitzen: So wächst Ihre Pflanze bald buschiger

Nicht jede Kübelpflanze verträgt das Entspitzen, doch vielen verhilft es zu einem regelmäßigerem Wuchs. Das Abtrennen der neusten Triebe geht schnell und besonders folgende Pflanzen profitieren vom regelmäßigen Entspitzen:

Fuchsien sind sehr beliebte Zierpflanzen für den Balkon. Wer sie richtig pflegt, kann sich an einer in die Höhe rankenden Pflanze erfreuen. Dabei überzeugt sie mit vielen farbigen Glockenblüten, die noch weit in den Spätsommer hinein und teilweise sogar bis in den Herbst blühen. Als Standort bevorzugt die Fuchsie eher schattige Plätze, für Südbalkone ist sie also nicht sehr gut geeignet. Fuchsien brauchen nicht so viel Wasser, am besten testen Gartenfreunde vor dem Gießen immer, ob die Erde noch feucht ist. Nur wenn sie angetrocknet ist, braucht die Pflanze Wasser.

Regelmäßiges Umtopfen bekommt der Fuchsie gut und zwischen März und August ist einwöchiges Düngen mit Flüssigdünger angesagt. Das Entspitzen im Frühjahr hilft der Pflanze sichtbar beim Wachstum und Blütenbildung. Einige Sorten sind sogar als winterhart deklariert, in der Regel muss die Fuchsie aber im Winter an einen geschützten Platz*.

Wandelröschen fühlen sich ebenfalls auf dem Balkon pudelwohl. Die Wunderblumen sind tatsächlich in der Lage, während ihrer Blütezeit die Farbe ihrer Blüten zu verändern. So starten sie manchmal die Blütezeit in orange und färben sich dann bis zum Ende hin rot. Die Pflanze ist allerdings trotz ihrer kleinen, blauen Beeren in allen Teilen giftig und nicht zum Verzehr geeignet. Etwa alle drei Jahre braucht das Wandelröschen ein größeres Zuhause, wobei sich Gartenfreunde ständiges Gießen ersparen, je mehr Erde die Pflanze zum Wasserspeichern um sich herum hat. Am besten überwintern die Wandelröschen an einem hellen, um die zehn Grad Celsius warmen Ort.

Der Enzianstrauch zeigt seine ersten Blüten im Mai. Besonders auf Südbalkonen fühlt sich die Pflanze wohl, wenn sie dort einen sonnigen und windgeschützten Platz bekommt. Der Enzianstrauch schluckt eine Menge Wasser, besonders in den Sommermonaten. Sind Gartenfreunde also im Urlaub, muss dringend für einen entsprechenden Gießdienst gesorgt sein. Auch im Winterquartier darf dann die regelmäßige Wasserzufuhr nicht eingestellt sein.

Kübelpflanzen entspitzen: So gelingt es

Entspitzen mag etwas brutal klingen, es hilft aber vielen Kübelpflanzen dabei, schöner zu wachsen. Wenn die Pflanzen im Frühjahr noch im Winterquartier stehen und Gärtnerinnen und Gärtner sie so vor Frost schützen, beginnen die Kübelpflanzen meist schon, neue Triebe zu bilden. Das ist gut, jedoch sollten Gartenfreunde das Wachstum der Pflanzen im Auge behalten und regelmäßig entspitzen. Entspitzen bedeutet, dass Pflanzenfans alle zwei bis drei Wochen die obersten, neuen Triebe abknipsen und die Pflanze so in einer buschigen Form halten.

Wichtig dabei ist es laut Bayerischer Rundfunk (BR), dass Gärtnerinnen und Gärtner die Triebe ein Stück oberhalb einer Blattachse abtrennen. So bilden die Kübelpflanzen dann an den Seiten neue Triebe und die Pflanze erhält eine buschigere Form. Besonders gut ist das auch für die Bildung der Blüten. Diese wachsen dann nämlich in unerreichbaren Höhen, sondern etwa auf Brusthöhe. Pflanzenfans können sie dann im Sommer noch besser genießen. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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