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Winterharte Kräuter: Diese sind besonders geeignet für den Balkon

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Von: Anna Katharina Küsters

Zu sehen sind ein Strauch Rosmarin (Symbolbild).
Rosmarin gehört mit zu den winterharten Kräutern (Symbolbild). © Andrea Warnecke/dpa

Auch bei frostigen Temperaturen können Pflanzenfreunde bestimmte Kräuter auf dem Balkon weiterhin wachsen lassen. Mit etwas Schutz kommen viele Pflanzen gut durch einen Winter im Freien.

Bermersheim vor der Höhe – Draußen schneit es und drinnen wird gekocht – und das am liebsten mit frischen Kräutern vom Balkon, damit keiner mehr Kräuter kaufen muss. Das geht auch im Winter sehr gut, wenn Balkonfreunde vorher auf winterharte Kräuter gesetzt haben. Mit einer Kräuterspirale im Halbschatten sind zum Beispiel schon gute Bedingungen für Winterkräuter geschaffen. Da fühlt sich sogar das recht empfindliche Strauch-Basilikum wohl.

Winterharte Kräuter: Diese sind besonders geeignet für den Balkon

Wer die Möglichkeit hat, winterharte Kräuter auf seinem Balkon zu pflanzen, profitiert das ganze Jahr über davon. Denn nicht nur Insekten lieben die duftenden Pflanzen, auch Köchinnen und Köche verfallen den frischen Kräutern schnell, wenn sie einmal in ihren Genuss gekommen sind. Und es mag überraschen, aber auch mediterrane Kräuter überleben den Winter im Freien gut. Sie eignen sich auch auf dem Balkon in einer Kräuterspirale oder Kräuterschnecke im Halbschatten als Winterpflanzen. Besonders schön kommt ihr mediterraner Charakter zur Geltung, wenn Pflanzenfans sie in Terracotta-Töpfe pflanzen. Zerspringen die Terracotta-Töpfe in einem kalten Winter, sind sie leicht wieder zu reparieren. Zu den mediterranen Kräutern im Winter gehören:

Zu beachten ist, dass es teilweise bestimmte Sorten der Kräuter sind, die winterfest sind. So ist beim Oregano besonders der sogenannte Griechische Oregano für die Wintermonate gewappnet, beim Salbei ist es der Echte Salbei und der Spanische Salbei. Fruchtsalbei, Zitronenverbene und Strauch-Basilikum halten es beispielsweise bis Minus drei Grad Celsius gut aus, dann müssen sie ins Innere. Zudem sind einige Kräuter zwar winterhart, treiben im Frühling aber erst wieder aus. Das heißt, sie überstehen kalte Temperaturen, abgeerntet werden können sie in der Zeit aber nicht.

Winterharte Kräuter: Diese Kräuter überleben mehrere Jahre auf dem Balkon

Viele der winterharten Kräuter in Kräuterspiralen sind auch mehrjährig. Das heißt, wenn sie den Winter überlebt haben, haben Balkonfans noch ein weiteres oder sogar mehrere Jahre Freude an den Pflanzen. So ist zum Beispiel das Winter- und Bergbohnenkraut laut dem Hagebaumarkt mehrjährig und wird bis zu 80 Zentimeter hoch. Im Topf wachsen die Kräuter gut und neben einem derb-würzigen Geschmack hilft das Kraut wie auch viele andere Winter-Gewürze gegen Bauchkrämpfe, Blähungen, Kopfschmerzen und Schlafprobleme. Es muss in der Regel an einem sonnigen und windgeschützten Ort auf dem Balkon stehen und bevorzugt einen lockeren, kalkhaltigen Boden.

Auch Schnittknoblauch ist, im Gegensatz zum normalen Basilikum, extrem genügsam und kälteunempfindlich. Zwar ziehen sich die Triebe im Winter zurück, so der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR), aber im Frühjahr treiben sie wieder aus und peppen Gerichte auf. Sie hinterlassen dabei keinen Knoblauchgeruch im Mund. Einen ebenfalls angenehmen Geruch verbreitet der Thymian Orange. Dieses Kraut ist mehrjährig, winterfest und verleiht Speisen ein leckeres Orangenaroma. Schon Hildegard von Bingen (81, † 1179), geboren in Bermersheim vor der Höhe, erwähnte die Wirkungen von Thymian – so gilt Thymian wie auch Kapuzinerkresse beispielsweise als entzündungshemmend.

Winterharte Kräuter: Pflege und Schutz im Winter auf dem Balkon

Ob in der Kräuterspirale, im Kräutertopf, im Hochbeet oder im kleinen Kräutergarten für die Küche: Pflege und Schutz brauchen auch winterharte Kräuter. Grundsätzlich brauchen alle Kräuterpflanzen einen Winterschutz in Form von Noppenfolie oder Vlies um den Kübel oder den Topf herum. Denn in den kleinen Gefäßen ist die Gefahr sehr hoch, dass die Wurzeln von Salbei, Thymian und Rosmarin aufgrund des Frostes absterben. Auch eine Matte, auf denen die Gefäße stehen, bietet sich an – diese isoliert und schützt vor Kälte. Im Winter darf zudem das Gießen nicht ausbleiben.

Bei Salbei, Thymian und Bohnenkraut sollten Gärtnerinnen und Gärtner zudem im Herbst nur noch wenig abernten. Die Pflanzen entwickeln neue Stämme, aus denen sie dann im Frühjahr austreiben. Wer Kräuter in sein Hochbeet pflanzen möchte, macht das am besten ebenfalls im Frühjahr oder im Herbst. Besonders mehrjährige Kräuter vertragen ein zu spätes Einpflanzen im Jahr nicht, da sie dann nicht mehr richtig wurzeln können.

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