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Balkonpflanzen säen: Aus diesen Gründen sollten Sie Ihre Blumen vorziehen

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Von: Anna Katharina Küsters

Zu sehen ist ein Tisch auf dem verschiedene Blumentöpfe stehen. Sie sind gefüllt mit Kräutern und Balkonblumen. Außerdem liegt daneben eine kleine Schaufel und ein paar Handschuhe.

Bevor Balkonblumen diese Größe erreichen, müssen Gartenfreunde sie drinnen vorziehen (Symbolbild). © IMAGO / Westend61

Der Februar schickt schon die ersten Frühlingsboten und erlaubt es zudem, liebgewonnene Balkonpflanzen auf der Fensterbank vorzuziehen.

Berlin – Ganz langsam macht sich der nahende Frühling schon etwas bemerkbar, denn jeden Tag geht die Sonne etwas später unter. Der Februar ist ein guter Zeitpunkt, um über die Bepflanzung des Balkons nachzudenken und die ersten Blumensamen bereits einzupflanzen. Gartenfreunde können also mit den Vorbereitungen ihrer Blumenpracht beginnen.

Balkonpflanzen säen: Diese Blumen dürfen jetzt schon in die Erde

Noch gibt es draußen nicht allzu viel zu tun. Doch neben der Pflege von Zimmerpflanzen im Wohnzimmer, Schlafzimmer und Badezimmer oder Regrowing-Versuchen und der Anzucht von Keimsprossen dürfen sich Balkonfans im Februar Februar auch an die Aussaat der ersten Balkonpflanzen machen. Das erscheint im phänologischen Vorfrühling als eine kraftspendende und hoffnungsvolle Aufgabe und lässt einen den restlichen Winter einfacher durchstehen.

Balkonpflanzen säen: Die Wahl der richtigen Sorte ist entscheidend

Wer sich nicht schon bereits vorgezogene Blumen für seinen Balkon kaufen möchte, sondern die Pflanzen vom Samen bis zur Blume selbst ziehen will, kann im Februar damit starten. Dafür bieten sich folgende Blumen beispielsweise an:

Lobelien erfreuen Gartenfreunde von Mai bis September mit leuchtend blauen Blüten. Die Blume ist auch unter dem Namen Männertreu oder unter dem botanischen Namen Lobelia erinus bekannt. Sind die herangezüchteten Pflanzen groß genug, können sie nach dem letzten Frost auf den Balkon, wo sie besonders gerne an sonnigen Plätzen stehen. Das Sonnenlicht regt eine höhere Blütenproduktion an. Im Sommer braucht die Pflanze dann jeden Tag etwas Wasser, ganz austrocknen sollte sie nie. Wer also im Sommerurlaub ist, sollte sich vorher Gedanken über eine ausreichende Wasserversorgung der Lobelie machen.

Zu sehen sind viele strahlend blaue Blüten der Lobelie.

Die Blüten der Lobelie leuchten blau (Symbolbild). © IMAGO / Hanke

Petunien gehören nicht erst seit der bekannten Harry-Potter-Figur Tante Petunia zur Grundausstattung unter den Balkonblumen. Perfekt für Südbalkone geeignet, belohnt sie Gartenfreunde bei richtiger Pflege den ganzen Sommer über mit einem wahren Blütenmeer. Die Farbe der Blüten reicht von Weiß über Violett, Rosa, Rot, aber auch Dunkelrot bis hin zu fast Schwarz. Die Sorten, die hellere Blätter tragen, vertragen unterschiedliche Wetterlagen besser als solche Sorten mit dunklen Blättern.

Zu sehen ist ein Blütenmeer aus violetten Petunien-Blüten.

Petunien gehören zu den beliebtesten Balkonpflanzen (Symbolbild). © IMAGO / Scherf

Eine weitere Pracht-Balkonblume, die im Februar schon in den Aussaatkasten kann, ist die Begonie. Die Begonie trägt auch den wenig schmeichelhaften Namen Schiefblatt und hat ihren Ursprung in den Tropen. Im Gegensatz zum Männertreu bevorzugt sie den Halbschatten auf dem Balkon. Farblich gibt es bei ihren Blüten eine große Auswahl von Gelb über Rosa bis zu Rot. Sie ist mehrjährig und blüht von Mai bis Oktober.

Zu sehen sind viele rosafarbene Begonienblüten.

Die Blüte der Begonie kann weiß, aber auch rosa oder rot gefärbt sein (Symbolbild). © IMAGO / Imaginechina-Tuchong

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) empfiehlt bei der Planung der Balkonbepflanzung neben den Klassikern auch auf heimische Wildstauden zurückzugreifen. Diese bieten Bienen und anderen Insekten einen guten Lebensraum und sind mehrjährig, sodass nicht jedes Jahr aufs Neue Saat oder gezogene Pflanzen her müssen.

Balkonpflanzen säen: So funktioniert die Aussaat Schritt für Schritt

Die genannten Pflanzen sind Lichtkeimer. Das ist für Gartenfreunde und das Unternehmen der Anzucht besonders wichtig, denn haben Pflanzenfans ein geeignetes Gefäß zur Anzucht vorbereitet und es mit selbst hergestelltem Anzuchtsubstrat gefüllt, müssen sie die Samen lediglich auf die Erde legen. Es ist nicht nötig, die Samen noch mit Anzuchterde zu überdecken, denn um zu Keimen, benötigen die Samen genügend Licht.

Pflanzenfans gießen oder besprühen dann die Erde und die Samen vorsichtig mit kalkarmem Wasser und achten darauf, dass die Anzuchterde immer feucht bleibt. An einem hellen, warmen Ort sollten dann innerhalb von zwei Wochen die ersten Keimlinge zu sehen sein. Gartenfreunde müssen dann nur noch die herangezogenen Keime pikieren und in größere Gefäße umpflanzen. Mit der Zeit wachsen dann prächtige Balkonblumen heran, die nach dem letzten Frost ins Freie dürfen. Die Balkonpflanzen bevorzugen alle Regenwasser oder möglichst kalkarmes Gießwasser*. *merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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