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Balkonblumen pflegen: Tipps für besonders prächtige Blüten

  • Franziska Irrgeher
    vonFranziska Irrgeher
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Balkonblumen zieren so langsam wieder die Häuser und Balkone. Damit die Blumen aber auch üppig wachsen und blühen, brauchen sie Pflege. Dafür gibt es einige gute Tipps.

München – Mit dem Mai beginnt endlich der Monat der Balkonblumen. Ab der Monatsmitte in etwa können die Pflanzen nach draußen, ohne zu erfrieren. Dann ist die richtige Pflege angesagt, denn Balkonblumen müssen einiges an Trockenheit und Hitze ertragen. Bei guter Pflege blühen sie lange und üppig.

Balkonblumen pflegen: Tipps für besonders prächtige Blumen

Wenn im Mai die Eisheiligen vorbei sind, können auch Balkonblumen endlich bedenkenlos nach draußen. Dabei gibt es zwar einige typische Fehler beim Pflanzen, doch wer die vermeidet, legt den perfekten Grundstein für eine üppige Blüte. Damit die Blumen dann aber auch die oft heißen und trockenen Sommer in exponierter Lage gut überstehen, gibt es ein paar Pflegetipps.

So pflegen Sie Balkonblumen richtig:

  • Die richtigen Blumen: Bereits vor dem Pflanzen wird über die Blumensorten entschieden. Geranien, Petunien und Co. sind längst nicht alles. Besonders neuere Züchtungen sind oft robuster gegenüber Umwelteinflüssen oder blühen besonders schön. Andere Pflanzen dagegen locken mehr Insekten an. Entscheiden Sie bestenfalls in Hinblick auf den Standort und die Umgebung des Balkonkastens.
  • Hochwertige Pflanzen: Dieser Punkt steht noch weit vor der Pflege. Denn wer im Supermarkt billige Blumen kauft, kann enttäuscht werden. Natürlich gibt es auch im Fachhandel Blumen, die eingehen. Doch gute Qualität zahlt sich gerade bei Balkonblumen meist aus. Schließlich wollen wir vor allem prächtige Pflanzen.
  • Langsame Eingewöhnung: Balkonblumen fristen ihr Dasein bis zum Kauf in Gewächshäusern oder beim Gärtner unter einem Dach. Wenn sie dann sofort in die pralle Sonne auf dem Balkon kommen, kann das zu viel sein. Besser wäre es, die Blumen langsam an den Standort zu gewöhnen oder zu Beginn etwas zu schattieren.
  • Die richtige Befestigung: Gerade bei Sommergewittern wird die Kraft der Natur deutlich. Stürme reißen nicht nur im Garten Geräte oder Pflanzen um, sondern auch die Balkonkästen, wenn es blöd läuft. Gerade wenn unter Ihnen Nachbarn wohnen oder der Balkon auf der Straßenseite liegt, steht Sicherheit an erster Stelle. Sorgen Sie für gut befestigte Kästen, die auch der Wind nicht herausreißen kann. Dreck sollte natürlich auch nicht auf Balkon oder Terrasse der Bewohner unterhalb landen.
  • Die Bewässerung: Staunässe ist schlecht, ebenso aber komplettes Austrocknen der Erde. Daher können Balkonkästen mit einem Wasserspeicher nützlich sein. Die sind zwar ein wenig teurer als reguläre Kästen, machen sich aber bald bezahlt. Diese Kästen verhindern Staunässe und ermöglichen gleichzeitig die stete und gut dosierte Bewässerung der Blumen. Eine andere Option wäre ein Balkonkasten mit Drainageschicht, der ebenfalls Staunässe verhindert.
  • Gieß-Zeitpunkt: Der ist ebenfalls entscheidend. Gegossen wird wie auch im Garten entweder abends oder morgens. Gießen Sie keinesfalls in der Mittagshitze.
  • Warmes Wasser: Auch die Wassertemperatur kann Einfluss haben. Bestenfalls wird mit zimmerwarmem Wasser gegossen. Denn wie bei Zimmerpflanzen würde das kalte Wasser die Blumen schocken. Regenwasser eignet sich natürlich auch, sollte aber nicht eiskalt sein.
  • Verblühtes entfernen: Wer Balkonblumen hat, die tatsächlich bestäubt werden, sollte welke Blütenstände regelmäßig entfernen. Denn nach der Bestäubung wird die Pflanze ihre Energie in die Bildung von Samen stecken, nicht mehr in die Blüten. Entfernen Gärtnerinnen und Gärtner die welken Blüten, regt das dagegen wieder die Blütenbildung an.
  • Wind- und Regenschutz: Während unsere Gartenblumen recht robust sind und einfach ihre Blüten bei Regen schließen, sind Balkonblumen empfindlicher. Einige vertragen Wasser auf ihren Blüten überhaupt nicht. Bestenfalls steht der Kasten daher nicht außen, sondern innen am Geländer und unter einer Überdachung. Auch vor starkem Wind sollten die Blumen geschützt sein.
  • Dünger: Blütenbildung kostet Kraft. Damit den ganzen Sommer über neue Blüten kommen, brauchen auch Balkonblumen Dünger. Bestenfalls regelmäßig und ausreichend. Etwa ein Mal pro Woche reicht das Düngen aus.
  • Winterhart oder nicht: Nach der Blüte ist vor der Blüte. Zwar sind die meisten Balkonblumen nicht winterhart, können die kalte Jahreszeit aber drinnen überdauern und im nächsten Jahr wieder genutzt werden. Diese Option wäre deutlich umweltfreundlicher als jedes Jahr neue Blumen zu kaufen. Dafür ist die Überwinterung von Balkonblumen aber mit Aufwand verbunden. Abseits der Klassiker gibt es aber auch recht robuste Exemplare.

Damit machen Balkonblumen natürlich Arbeit. Jedoch werden wir dafür auch jeden Tag aufs Neue mit schönen und teils duftenden Blüten belohnt, die den ganzen Sommer hindurch halten. Besonders toll sehen Balkonblumen aus, wenn sie nach der Größe gestaffelt werden. Bestenfalls abschließend mit hängenden Pflanzen, denn so wird der Kasten unsichtbar und der Balkon ein wahres Blütenmeer.

Rubriklistenbild: © Shotshop / Imago

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