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Balkonpflanzen umtopfen, gießen und düngen – eine Anleitung

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Anna Katharina Küsters

Ein Wurzelballen mit grüner Pflanze wird von einer Person mit weißen Gartenhandschuhen in einen neuen Balkonblumenkasten umgepflanzt (Symbolbild).

Der Frühling ist die beste Jahreszeit zum Umtopfen (Symbolbild). © Franziska Gabbert/dpa

Geranien, Petunien oder Fleißiges Lieschen: Umtopfen, Gießen und Düngen gehört zur Pflege der Balkonpflanzen immer dazu.

Mellerud –Ein buntes Blumenmeer auf dem Balkon zu haben, macht glücklich und verziert auch von außen das Haus. Gleichzeitig bringen Geranien und andere Balkonpflanzen aber auch eine gewisse Verantwortung mit sich. Sie benötigen, wie auch Zimmerpflanzen, regelmäßige Pflege. Das Umtopfen, Gießen und Düngen der Pflanzen lässt sich aber leicht selbst machen.

Balkonblumen umtopfen, gießen und düngen: Darauf kommt es beim Umtopfen an

Der Startschuss fürs Umtopfen fällt im Frühling, wenn die Temperaturen noch nicht zu hoch sind. Im Sommer sollte besser nicht umgetopft werden. Mehrjährige Blumen, denen ihr Topf über das Jahr zu klein geworden ist, brauchen einen neuen. Dessen Durchmesser sollte am besten zwei bis drei Zentimeter größer sein als der alte. Der Topf braucht ein Loch im Boden, über dem eine Tonscherbe ihren Platz hat – so ist gesichert, dass es im Topf nicht zu Staunässe kommt. Darüber füllen Balkon-Liebhaber eine Drainageschicht von drei bis fünf Zentimetern – am besten aus Kies oder Bims. Die Wahl der Blumenerde sollte bei Balkonpflanzen, wie auch bei Zimmerpflanzen, an die entsprechende Blume angepasst werden. Es gibt spezielle Kübelpflanzenerde mit Sand, Blähton oder Lava. Wichtig: Nach dem Umtopfen sollten die Blumen genauso hoch sitzen wie in ihrem vorherigen Topf.

Die Landwirtschaftskammer empfiehlt, beispielsweise Pflanzen wie Geranien nach dem Überwintern im März in einen neuen Topf zu setzen. Vorher sollten Balkon-Freunde die abgestorbenen Wurzeln und neuen Triebe der Geranie entfernen. Die Haupttriebe müssen bis auf 15 bis 20 Zentimeter zurückgeschnitten werden. Sobald es stabile 18 Grade draußen sind, darf die Blume ins Freie, da sie sich zuerst in ihrer neuen Behausung einwurzeln muss.

Balkonblumen umtopfen, gießen und düngen: Das ist der richtige Topf

Genau wie die Wahl der Erde ist auch die Wahl des neuen Topfes wichtig für das Überleben der Balkonblumen. Grundsätzlich gibt es einen Unterschied zwischen Töpfen für Zimmerpflanzen und Töpfen für Balkonpflanzen. So ist laut des Norddeutschen Rundfunks (NDR) das Umtopfen bei Kunststoffkübeln zwar einfach, da Wurzeln an diesem Material nicht haften bleiben. Jedoch verdunstet das Gießwasser aus diesem Topf nicht gut. Balkonpflanzen, die es gerne trockener haben, sollten daher nicht in einem Topf aus Kunststoff stehen.

Töpfe aus Ton und Terrakotta sind im Vergleich meist deutlich schwerer und verlieren ohne spezielle Lackierung viel von ihrem Gießwasser aufgrund von Verdunstung. Dafür sind sie meist deutlich schöner anzusehen und halten viele Jahre. Zudem ist wichtig, dass die Terrakotta-Töpfe einen hohen Brennungsgrad haben, damit sie bei Frost nicht zerspringen. Balkon-Fans können auch beide Töpfe kombinieren: Einfach die Pflanzen in einen Kunststoffkübel heben und diesen dann in einen größeren Tontopf stellen. Ebenfalls schön anzusehen und sehr haltbar sind Kübel aus Stein, Holz oder Beton. Stein hält viele Jahre, ein Transport ist wegen des Gewichts aber schwerer. Holzkübel müssen qualitativ hochwertig sein, damit sie lange halten – Gärtnerinnen und Gärtner können zum Beispiel auf Eichenholz oder Akazienholz zurückgreifen.

Balkonblumen umtopfen, gießen und düngen: So viel Wasser brauchen Balkonblumen

Haben die Balkonblumen ihr richtiges Gehäuse gefunden, geht es nach dem Umpflanzen ans Gießen. Gerade kurz nach dem Umtopfen ist ein ordentlicher Anguss nötig, damit die Blumen im neuen Topf ihre Wurzeln ausbreiten. Zudem sollte klar sein, dass die Pflanzen auf dem Balkon aufgrund ihres eingeschränkten Platzes auch nicht viel Wasser speichern können. So brauchen beispielsweise Stiefmütterchen, die in der Sonne stehen, jeden Tag Wasser. Der Botaniker Veit Brecher Wittrock (75, † 1914), geboren in Holms Socken in der schwedischen Provinz Dalsland, beschrieb das Garten-Stiefmütterchen erstmals 1896, gab ihr aber keinen Namen – den bekam das Garten-Stiefmütterchen erst offiziell im Jahr 2007.

Geranien haben einen ähnlichen Wasserverbrauch wie Stiefmütterchen – bei beiden Pflanzen ist aber wichtig, das Gießen auf einen Zeitpunkt morgens zu terminieren, wenn die Sonne noch nicht mit voller Kraft auf die Balkonpflanze scheint. Zudem empfiehlt es sich, nie ganz kaltes Wasser, sondern immer lauwarmes zu verwenden.

Balkonblumen umtopfen, gießen und düngen: Dieser Dünger versorgt Balkonblumen

Mit dem Gießen kann auch direkt das Düngen der Pflanzen einhergehen. Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Düngerarten:

Unter organischen Dünger fällt Jauche, Gülle oder Kompost. Bei mineralischen Düngern sind Stickstoff, Phosphor/Phosphat und Kalium hinzugegeben worden, um ein besseres Wachsergebnis zu erzielen und bei organomineralischen Düngern treffen die beiden vorherigen Arten zusammen. Natürlich hat jede Balkonpflanze eigene Bedürfnisse, auf die im Einzelnen eingegangen werden kann. Grundsätzlich lässt sich aber sagen, dass gekörnter Langzeitdünger für Balkonblumen wie Geranien am sinnvollsten ist, da sich Gärtnerinnen und Gärtner so häufiges Nachdüngen sparen. Eine Ladung im Frühling und eine Ladung vor dem Sommer reichen aus.

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