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Pampasgras pflegen und überwintern: Bloß nicht schneiden

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Von: Regina Wolf

Pampasgras zählt zu den beliebtesten Ziergräsern. Damit die beeindruckende Pflanze den Winter übersteht, empfiehlt es sich, sie auf die kalte Zeit vorzubereiten.

Deutschland – Pampasgras ist seit Jahren aus deutschen Vorgärten nicht mehr wegzudenken. Kein Wunder: Denn die Pflanze aus der Familie der Süßgräser bietet einen wirklich imposanten Anblick. Wer sein Pampasgras heil über die Wintertage bringen möchte, sollte einige Tipps beachten, weiß RUHR24.*

Amerikanisches Pampasgrasauch: Silber-Pampasgras
wissenschaftlicher NameCortaderia selloana
FamilieSüßgräser

Pampasgras ist winterhart – aber die Winternässe schadet dem Ziergras

Ursprünglich kommt Pampasgras aus südlicheren Gebieten: Es ist beispielsweise in Südamerika, Brasilien, Chile oder Argentinien heimisch. Dennoch droht bei Frost nicht direkt das Erfrieren, denn das Ziergras ist winterhart. Sogar zweistellige Minusgrade kann die Pflanze aushalten.

Im Gegensatz zu Oleander* oder dem Zitronenbäumchen* muss Pampasgras daher in der kalten Jahreszeit nicht ins Winterquartier umziehen – sondern darf im Beet stehenbleiben. Allerdings nicht ohne Schutz: So kann die Kälte der Pflanze in den Herbst- und Wintermonaten zwar nicht viel anhaben, wohl aber die Nässe – daher sollte das Ziergras entsprechend präpariert werden.

Schneebedecktes Pampasgras
Schneebedecktes Pampasgras – das beliebte Ziergras ist winterhart. (Symbolbild) © Elburg Botanic Media/Visionspictures/dpa

Pampasgras überwintern – diesen Fehler unbedingt vermeiden

Eine der allerwichtigsten Regeln dabei erklärt baldur-garten.de. Demnach dürfe Pampasgras zum Überwintern – anders als zahlreiche andere Pflanzen – auf gar keinen Fall zurückgeschnitten werden.

Der Grund: Wird Pampasgras zurückgeschnitten, bleiben hohle Stängel zurück. In diese kann Wasser hereinlaufen und die Pflanze zum Faulen bringen. Bei strengem Frost droht so zudem das Platzen der Stängel (weitere Garten-Tipps* auf RUHR24).

Pampasgas auf den Winter vorbereiten: So geht´s

Statt das Ziergras zu schneiden, sollten Gartenbesitzer den Blattschopf hochbinden. Das Magazin Mein-Schöner-Garten.de empfiehlt hier das folgende Vorgehen:

So gebunden bleibt das Innere des Bündels geschützt und trocken. Zugleich ist das Ziergras weiterhin ein extravaganter Hingucker im Beet. Wie gartenjournal.net erklärt, werden die Schnüre erst im Frühjahr – mit Beginn des Neuaustriebs – wieder entfernt.

Pampasgras im Winter – den Wurzelbereich vor Frost schützen

Die Experten von Mein-Schöner-Garten.de empfehlen, den Horst (Wurzelbereich) zusätzlich vor Frost zu schützen. Dazu kann man Blätter, die im Herbst anfallen oder Reisig im unteren Bereich auslegen.

Droht ein harter Winter, wie Experten ihn in diesem Jahr voraussagen, kann das Pampasgras auch zusätzlich mit Gartenvlies oder Kokosmatten geschützt werden. Wichtig zu wissen: Junge Pflanzen benötigen grundsätzlich mehr Schutz, da sie der Kälte noch nicht so gut Stand halten.

Pampasgras im Kübel überwintern – unbedingt vor Frost schützen

Gleiches gilt für Ziergras, das im Kübel kultiviert wurde: Da die Erde im Topf schnell durchfrieren kann, sind Kübelpflanzen nur bedingt winterhart. Hier ist ein Winterschutz mit Vlies, Luftpolsterfolie oder Kokosmatte ein Muss, verdeutlicht plantura.garden. Ebenso sollte der Kübel auf Styropor oder anderes dämmendes Material, wie zum Beispiel Holzlatten, gestellt werden.

Auch sollte der Topf an einen gut geschützten Platz auf der Terrasse oder dem Balkon gestellt werden – bestenfalls nahe an der Hauswand. Wer Platz hat, kann das Pampasgras im Kübel auch in der unbeheizten, hellen Garage, dem Wintergarten oder kühlen und hellen Kellerräumen überwintern. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

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