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Tränendes Herz: Pflanzung und Pflege des zweifarbigen Gewächses

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Von: Franziska Irrgeher

Das Tränende Herz, auch Marienherz oder Herzerlstock genannt, blüht im Mai. Damit die hübschen Blüten auch auftauchen und schön aussehen, sind Standort und Pflege wichtig.

München – Manchmal lässt sich die Natur besonders schöne Formen einfallen. Beispielsweise bei den Blüten vom Tränenden Herz. Diese sind tatsächlich herzförmig und sehen aus, als würde unten ein Tropfen hängen. Die schönen Blüten zeigt die Pflanze ab Mai, vorausgesetzt die Bedingungen stimmen.

Tränendes Herz: Pflanzung und Pflege des hübschen Mai-Blühers

Marienherz, Herzblume, Flammendes Herz oder Herzerlstock wird das Tränende Herz (Lamprocapnos spectabilis) je nach Region genannt. Ursprünglich kommt die Pflanze aus Korea und China, hat aber längst in unsere Gärten Einzug gehalten. Etablierte Pflanzen blühen teils schon Jahrzehnte immer wieder ab Mai. Vor allem in Bauerngärten sind sie ein toller Blickfang und sehen gut in Blumensträußen aus.

Das Tränende Herz ist eine Staude und als solche im Winter kaum zu sehen. Erst wenn es wieder wärmer wird, treibt die Pflanze neu aus und blüht dann schon bald in Rosa oder zartem Weiß. Die Blütezeit erstreckt sich je nach Witterung von April bis Juni oder Juli, wobei die Blüte meist etwa Mitte Mai einsetzt.

Die Pflanze kann rund 80 Zentimeter hoch werden, die grünen Blätter haben rot-braune Stängel und die herzförmigen Blüten hängen einzeln an überhängenden Trieben. Das macht sie nicht nur zu einer tollen Gartenpflanze, sondern auch zur schönen Schnittblume. Zudem blüht die Pflanze oft am Muttertag und kann perfekt in selbst gepflückte Sträuße integriert werden. Da sie aber giftig ist, sollte nur mit Handschuhen geschnitten werden. Für Haustiere und Kinder sollte die Pflanze besser nicht erreichbar sein.

Tränendes Herz: Standort und Pflege

Wer sich in die Pflanze verliebt hat und sie im Garten ansiedeln möchte, findet sie im Fachhandel. Gepflanzt werden kann grundsätzlich vom Frühjahr bis in den Herbst. Um die Staude gut an den neuen Standort zu gewöhnen, empfiehlt sich jedoch der Frühling als Zeitpunkt.

Folgende Bedingungen braucht das Tränende Herz, um zu gedeihen:

Planen Sie beim Pflanzen genügend Platz ein. So unscheinbar die Pflanze kurz nach dem Austrieb wirkt, sie nimmt noch deutlich an Breite und Höhe zu. Besonders hübsch ist das Tränende Herz als Unterpflanzung für Sträucher oder Büsche in etwas schattiger Lage. Sie können die Gartenpflanzen auch staffeln und später blühende Stauden daneben setzen, Akelei und Tränendes Herz passen beispielsweise gut zueinander. Dadurch entsteht im Spätsommer keine Lücke. Besonders hübsch sehen die Herzchen übrigens direkt nach dem Regen oder Morgens mit Tautropfen aus.

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