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Zugvögel: Welche Gartenvögel jetzt zurückkehren

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Von: Franziska Irrgeher

Zugvögel verbringen nur einige Monate bei uns und ziehen dann weiter. Manche unserer Gartengäste sehen wir deshalb meist ab dem späten Frühling wieder. Das sind sie.

Hilpoltstein – Zugvögel ziehen alljährlich von den Brutgebieten in die Winterquartiere und später wieder zurück. Das bedeutet auch, dass wir einige unserer gefiederten Gartengäste nur in den warmen Monaten zu sehen bekommen. Wir erklären, welche häufigen Vögel darunter sind.

Zugvögel: Welche Gartenvögel im Winter weg sind

Im Frühjahr und Sommer werden wir schon früh morgens von Vogelgesang geweckt, tagsüber herrscht reges Gezeter und Tschilpen im Garten und auch draußen in der Natur. Im Winter werden die Vögel dann weniger. Der Eindruck trügt nicht, denn viele Zugvögel überwintern nicht bei uns, sondern suchen sich dafür wärmere Regionen aus.

Zu manchem Zugvogel gibt es sogar so etwas wie Bauernregeln oder Merksätze. Allen voran die Schwalbe, so heißt es etwa „Mariä Geburt fliegen alle Schwalben furt“ und „Maria Verkündigung, kehren die Schwalben wieder um“. Schon früh erkannte man also, dass der Zug der Vögel zu konkreten Jahreszeiten und Monaten stattfindet.

Zugvögel: Kurz- und Langstreckenzieher

Wie der Landesbund für Vogelschutz (LBV) berichtet, sind etwa die Hälfte der Vögel Standögel, die andere Hälfte fliegt als Zugvögel weg. Ein Drittel der Zugvögel seien außerdem Kurzstreckenzieher (Star, Kiebitz etc.), ganze zwei Drittel dagegen Langstreckenzieher (Nachtigall, Kuckuck etc.). Die Kurzstreckenzieher fliegen laut LBV meist in Schwärmen und orientieren sich am Klima, das heißt ihre Abreise kann etwas variieren, je nach Wetter. Wer im Sommer schon mal riesige Starenschwärme und deren beeindruckende Formationen gesehen hat, weiß um die Faszination dieses Phänomens.

Schwalben sind laut LBV unter den Spitzenreitern in Sachen Geschwindigkeit und schaffen bis zu 1000 Kilometer Strecke am Tag. Auf der anderen Seite gibt es dann auch Wintergäste, die nur die kalte Jahreszeit bei uns verbringen. Das sind etwa der Seidenschwanz oder der Tannenhäher.

Zugvögel: Das sind die bekanntesten Zugvögel

Unter den Zugvögeln sind viele Tiere, die wir täglich sehen. Darunter etwa Gänse oder Bachstelzen. Bei vielen der Tiere realisieren wir überhaupt nicht, dass sie wegfliegen. Denn einige lassen sich auch den Rest des Jahres nicht im Garten blicken.

Das sind einige der bekanntesten Zugvögel aus der Liste des LBVs:

Der Kuckuck ist wohl einer der bekanntesten Langstreckenzieher und wird jedes Jahr freudig von Vogelfans erwartet. Man erkennt ihn vor allem an seinem typischen Ruf, zu entdecken ist der Kuckuck oft schwer. Laut NABU verbringt er den Winter nicht bei uns, da dann die Insektennahrung fehlt. Ab August fliegt er weg und kehrt dann Ende April zurück.

Auch die Schwalben verbringen den Winter nicht bei uns. Rauchschwalbe, Mehlschwalbe und Mauersegler sind nur einige Monate hier. Mehl- und Rauchschwalbe werden weniger, daher können wir im Sommer nicht nur mit Pflanzen für viele Insekten sorgen. Vor allem gibt es auch Nisthöhlen für die Hauswand, denn gerade an neuen oder sanierten Häusern finden die Tiere nicht mehr so viele Brutplätze. Auch eine Lehmpfütze, die stetig feucht gehalten wird, kann helfen, denn dort beziehen die Schwalben das Nistmaterial.

Zu Star und Storch haben wie jeweils eigene Vogelportraits mit Lebensweise und Vorlieben der Tiere für Sie. Der Kiebitz hat zudem erst kürzlich durch die Wahl zum „Vogel des Jahres“ Aufmerksamkeit bekommen, denn er wurde Dritter. Viele Vogelfans waren darüber enttäuscht und hätten sich das bedrohte Tier auf Platz eins anstatt des Rotkehlchens gewünscht.

Aber egal, ob die Vögel nun Zugvögel, Vogel des Jahres oder Standvogel sind: Vogelschutz im eigenen Garten ist nicht schwer. Eine naturnahe Gestaltung mit heimischen Pflanzen, Rückzugsorten für Insekten, Beerensträucher für Vögel und Wasserstellen ist immer eine gute Idee. Damit können wir größere Probleme nicht aus der Welt schaffen, aber immerhin unseren Teil zur Besserung beitragen. Wer weiß, dass Schwalben in Hausnähe schon mal gebrütet haben, kann eine Lehmpfütze anlegen. Dafür bietet der NABU Anleitungen und vielleicht werden Sie ja mit jungen Schwalben direkt am Haus belohnt. Gegen den störenden Kot gibt es übrigens Bretter zum Anbringen, so steht der Vogelbeobachtung nichts im Weg.

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