1. 24garten
  2. Mein Garten
  3. Tiere

Zecken entfernen: Diese alten Tricks dürfen Sie dabei nicht befolgen

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Anna Katharina Küsters

Zecken übertragen beim Angriff auf ihren Wirt auch gefährliche Krankheiten. Das Entfernen der Tiere muss geübt sein.

Dessau-Roßlau – Im Sommer sind lange Spaziergänge durch Wald und Wiese und das Streifen durch hohe Gras im eigenen Garten Pflichtprogramm. Doch die Aktivitäten, die so entspannend sein können, enden schnell mit einem Zeckenstich. Und solche ein Stich ist nicht zu unterschätzen, denn die Tiere übertragen dabei Bakterien und Viren auf ihre Wirte. Gartenfans müssen Zecken also möglichst schnell aus der Haut entfernen. Wie das geht, lesen Sie hier.

Zecken entfernen: So ziehen Sie den Kopf richtig aus der Haut

Sie lauern am liebsten im Rasen oder auf niedrigen Büschen und Sträuchern auf ihren nächsten Wirt. Das Ammenmärchen, Zecken ließen sich von Bäumen auf ihre Opfer herunterfallen, stimmt nicht. Zu den beliebtesten Wirten der Zecke zählen vor allem kleine Tiere wie Igel, Vögel oder Mäuse, oft erwischen sie aber auch Hunde und Katzen und regelmäßig auch Menschen. Laut dem Umweltbundesamt nehmen sie mit einem am Hinterleib liegenden sogenannten Hallerschen Organ Luftveränderungen oder warme Körpertemperatur ihrer Wirte war und können sich schon bei einer kleinen Berührung an ihnen festkrallen. Dieses Beuteverhalten trifft vor allem auf Zecken wie den Gemeinen Holzbock zu. Die Auwaldzecke hingegen geht aktiv auf Wirtssuche und ist auch noch bei recht tiefen Temperaturen mobil.

Haben Zecken einen Wirt gefunden, suchen sie sich bei Menschen eine Körperstelle mit möglichst dünner Haut wie beispielsweise Armbeugen, Kniekehlen oder Achselhöhlen. Einmal gestochen, bleibt die Zecke bis zu zwölf Tage an dieser Stelle sitzen, bis sie sich vollgesogen abfallen lässt. Das Blut ihrer Wirte benötigen die Tiere für die Eiproduktion und Eiablage. Bis zu 5.000 Eier kann eine Zecke pro Ablage abgeben. Die Eier verbleiben in einer oberen Bodenschicht, kleine Larven schlüpfen dann nach etwa drei bis sieben Wochen. Schon in diesem Stadium sind die Tiere in der Lage, Blut zu saugen. Nach zweimaliger Häutung ist die Zecke dann im adulten Stadium angekommen. Insgesamt braucht eine Zecke für diesen Prozess vier Jahre.

Noch mehr spannende Garten-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

Zecken entfernen: So müssen Sie vorgehen

Entdecken Gärtnerinnen und Gärtner nach der Gartenpflege eine Zecke an ihrem Körper, die bereits gestochen hat, heißt es handeln*.

So entfernen Sie die Zecke laut dem Bayerischen Rundfunk (BR) aus Ihrer Haut:

Bleibt der Kopf oder das Stechwerkzeug der Zecke dennoch stecken, müssen sich Gartenfans erst mal keine Sorgen machen. In der Regel stößt der Körper die Fremdkörper mit der Zeit ab. Entzündet sich die Wunde jedoch, ist ein Arztbesuch dringend nötig. Beim Entfernen der Zecke sollten keinesfalls wie früher oft empfohlen Öl oder Klebstoff zum Einsatz kommen. Das tötet zwar das Tier ab, aber die Zecke übergibt sich dann und pumpt alle schädlichen Bakterien und Viren in die Stichwunde. Auch auf den vollgesogenen Körper sollten Pflanzenfreunde nicht drücken, denn das hat einen ähnlichen Effekt. *24vita.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant