Zu sehen ist ein Händepaar, in dem auf einem Haufen Erde viele Kompostwürmer liegen.
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Kompostwürmer fühlen sich auch bei wärmeren Temperaturen wohl (Symbolbild).

Tiere, die besonders nützlich sind

Würmer für den Kompost: Mit diesen Arten erhalten Sie schnell wirksamen Humus

  • Anna Katharina Küsters
    vonAnna Katharina Küsters
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Mit dem Kauf der richtigen Kompost-Würmer erhalten Sie im Handumdrehen nährstoffreichen und gut gelockerten Humus, um ihn auf ihrem Blumenbeet zu verteilen.

München – Schon Kinder lernen, dass beispielsweise Regenwürmer in jedes gesunde Erdreich gehören. Die länglichen, glitschigen Würmer sind ein gutes Zeichen für nährstoffreiche Muttererde und siedeln sich über kurz oder lang in jedem Garten an, der auf ein ökologisches Gleichgewicht achtet. Bestimmte Würmerarten helfen besonders gut beim Anlegen eines Kompostes, weswegen sie auch im Handel erhältlich sind.

Würmer für den Kompost: Folgende Arten produzieren besonders viel Humus

Kein guter Kompost kommt ohne Würmer aus. Die sogenannten Kompostwürmer, die zu den Regenwürmern gehören, erreichen eine Länge von etwa zwölf Zentimetern und mithilfe von kleinen Borsten auf der Unterseite ihres länglichen Körpers schaffen sie es, vorwärts zu krabbeln. Neben seinem üblichen Namen Kompostwurm trägt er auch die Namen Stinkwurm oder Mistwurm. Das hängt unter anderem auch mit seinem bevorzugten Lebensort, dem Komposthaufen, zusammen. Denn wenn Kompost falsch angelegt ist, kann es schnell zu einer unangenehmen Geruchsentwicklung kommen. Wer probiert hat, einen Kompost auf dem Balkon oder eine Wurmkiste beziehungsweise einen Bokashi-Eimer anzulegen, wird das Problem kennen. Besonders eine Wurmkiste ist schnell gebaut und findet auch drinnen einen Platz*.

Sie unterscheiden sich vom bekannten Tauwurm dahingehend, dass sie wärmere Temperaturen unter der Erdoberfläche in einem Kompost wesentlich besser vertragen und sich selten unter der Rasenfläche aufhalten. Hinzu kommt, dass Kompostwürmer äußerst beweglich und flink sind im Gegensatz zu ihren Artgenossen.

Würmer für den Kompost: Das sind die besten Arten

Vom Kompostwurm (Eisenia fetida) gibt es verschiedene Arten. Für den Kompost eignen sich besonders gut folgende Kompstwurmarten:

  • Eisenia andrei 
  • Eisenia hortensis
  • Eisenia foetida

Die Unterschiede zwischen den einzelnen Wurmarten sind nur unter dem Mikroskop zu erkennen. Eisenia foetida trägt beispielsweise auch den Namen Tigerwurm, da das Tier zwischen den einzelnen Furchen gelbe Streifen trägt.  Eisenia hortensis trägt auch den Namen Rotwurm, da er, genau wie Eisenia andrei, leicht rötlich schimmert. Hortensis ist besonders beliebt bei Gärtnerinne und Gärtnern, da er im Kompostreich sehr aktiv ist.

Aktiv bedeutet in diesem Falle, dass sie beispielsweise größere Holzstücke fressen und verdauen und bei der richtigen Anzahl Würmer im Kompost entsteht so schneller Humus. Aufgrund der Fressaktivität lockert der Boden auf und Regenwasser dringt schneller durch alle Erdschichten. Da dieser gut durchmischte Kompost besonders gut für die Aussaat geeignet ist, ist er gerade im Frühling ein wichtiger Bestandteil der ersten Gartenarbeiten in einem Frühbeet oder bei der Vorzucht von Gemüsesaatgut.

Gärtnerinnen und Gärtner, die nicht warten wollen, bis sich die Würmer selbst ansiedeln, können sie auch kaufen. Für zehn Euro bekommen Sie schon etwa 100 Tiere. Nach dem Kauf müssen die Tiere dann direkt in die Komposterde wandern dürfen. *merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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